Wartesemester für Lehramtsstudium sinnvoll überbrücken

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Arbeiten in einem Supermarkt oder auf dem Bau etc. Da lernst du wie einfache Leute denken und handeln. Das wird bei uns von der Pädagogischen Hochschule sehr empfohlen. Mindestens 3 Monate müssen alle Anwärter so ein Praktikum machen. Praktika die etwas mit Schule zu tun haben werden nicht akzeptiert.

Wie überbrücke ich Wartesemester sinnvoll?

Am sinnvollsten durch Praktika. Die kannst du dir ggf. später sogar anrechnen lassen, ganz abgesehen von dem Erfahrungsgewinn. Du könntest z.B. in einem Nachhilfeinstitut jobben, mit Kindern arbeiten oder dich als Mentor für ein Arbeiterkind melden. So erfährst du, ob dir das Pädagogische liegt. Viel verdient man dabei allerdings nicht, also wäre zusätzlich ein Nebenjob nicht verkehrt.

Was bewirkt das Wartesemester auf meine Note bzw auf meine Zulassungschancen?

Deine Note beeinflussen WS gar nicht. Studienplätze werden jedoch nicht nur nach Note, sondern auch nach WS vergeben: Je mehr, desto besser deine Chancen. Es gibt KEINE einheitlichen NCs und auch KEINE einheitliche Wartezeit. Das ist an jeder Uni und für jeden Studiengang anders. Also bevor du jetzt auf gut Glück 1-2 Jahre überbrückst informiere dich doch erst mal, ob du nicht mit deinem Notenschnitt schon irgendwo reinkommst bzw. wie lange du eigentlich warten müsstest. Es gibt schließlich viele Unis in Deutschland.

Und wie lasse ich mir Wartesemester anrechnen?

Als jeweils 1 WS zählt jedes halbe Jahr nach deinem Abi, welches du nicht an einer Hochschule eingeschrieben warst. Das wird bei deiner Bewerbung automatisch berechnet und muss nicht erst extra angerechnet werden.

Am besten nutzt du die Zeit, um Praktika in Schulen, Kindergärten oder sozialen Einrichtungen zu überbrücken, damit sammelst du auch schon wertvolle pädagogische Erfahrungen, die dir später nützen werden.

Zwecks Wartesemester: die Wartesemester per se ändern nichts an deiner Note. Es ist aber so, dass ein gewisser Anteil der freien Studienplätze nicht nur per NC, sondern auch an Bewerber mit einer entsprechenden Wartesemesteranzahl vergeben werden. Das bedeutet: je mehr Wartesemester du hast, desto größer werden deine Chancen, die Zulassung zu bekommen. Die Anrechnung erfolgt dann automatisch mit deiner Unibewerbung.

PS. Bewirb dich trotzdem dieses Jahr, manchmal hat man auch Glück und rutscht im Nachhinein in den Wunsch-Studiengang, wenn viele zunächst Zugelassene sich dann doch für eine andere Hochschule entscheiden.

Praktika kann man mal 1-2 Monate machen, aber nicht im Zweifelsfall 1-2 Jahre. Von irgendwas muss man auch leben.

0
@stinkertum

Viele Firmen verlangen in ihren Stellenausschreibungen, dass man mindestens 3 bis teilweise sogar 6 Monate Zeit mitbringt. 1-2 Monate sind sehr wenig und das nützt weder der Firma noch dir etwas, da man sich in der Zeit erst einarbeiten muss.

kleines Beispiel: http://www.praktikum.info/stellenangebote/92120-praktikant-m-w-im-bereich-rise-reporting-information-services-mit-schwerpunkt-wirtschaftsinformatik

Ansonsten kann man auch mehrere Praktika nacheinander machen oder man wird von der Firma vielleicht sogar fest angestellt.

0
@mathe4ever

@ stinkertum: ein richtiges Praktikum, was dem Praktikanten wie auch dem Unternehemn etwas bringen soll, sollte mindestens 3 Monate dauern. Hinzu kommt, dass ein Praktikum, dass länger als 3 Monate dauert und kein Pflichtpraktikum ist, muss seit 2015 ebenfalls mit 8,50 Euro pro Stunde vergütet werden. Insofern kann man damit vielleicht nicht gut, aber dennoch einigermaßen leben.

0

Was möchtest Du wissen?