Wann oder warum hat man im Leben Glück und Pech?

6 Antworten

Hi,

Es kann durchaus alles eine Illusion sein. Ich bin durchaus angetan von dieser Simulationshypothese, macht für mich irgendwie Sinn und würde einige Probleme lösen.

Aber auch wenn das so wäre, du bist jetzt hier und hier spielt Musik. Wenn das alles eine Illusion ist, dann ist die warscheinlich nicht aus jux und dollerei entstanden und du auch nicht ohne Grund hier. Das heißt dann, daß Leben leben und gute Entscheidungen treffen. Also alles wie immer.

Ich denke auch nicht, daß alles vorher bestimmt ist. Du könntest dich ja jetzt frei entscheiden, ob du dich links oder rechts am Ohr kratzen willst. Wenn alles vorher bestimmt, wäre die Existenz auch vollkommen sinnlos und warscheinlich gar nicht vorhandenen.

Pech und Glück sind ja auch sehr individuell. Fällst du im Winter in den See ist es wohl eher Pech, im Sommer freut es dich vielleicht 🙃 mein Opa meinte immer : es ist selten irgendwo ein Schaden, wo nicht auch ein nutzen ist.

Manchmal denkst du dir auch, mein gott warum musste das jetzt passieren und 2 Jahre später denkst du dann, gut das es passiert ist, sonst wäre dies und jenes nicht gewesen.

Versuch halt einfach das gute im Pech zu sehen und wenns nur sei, dass du was gelernt hast, was du beim nächsten mal anders machen kannst.

Liebe Grüße

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Persönliches Interesse, viele Bücher, beobachten & Erfahrung

„Schicksal“ ist das, was du aus deinem Leben machst. „Glück“ oder „Pech“ sind Metaphern für die die Verkettung von Umständen, die sich für dich positiv oder negativ auswirken und die du nur bedingt beeinflussen kannst. „Zufall“ ist das unvorhersehbare Zusammentreffen verschiedener Gesetzmäßigkeiten.

Jeder Mensch muss seinen Weg finden. Manchmal gelingt das nur auf Umwegen und wenn man einmal falsch abgebogen ist, ist es schwer, auf den richtigen Weg zurückzufinden. Deshalb muss man sich ein Ziel setzen, auf das man zustrebt.

Nicht umsonst heißt es: „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied."

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Es ist Zuall.

Das wird in der Bibel bestätigt: „Zeit und unerwartete Ereignisse treffen sie alle“ (Prediger 9:11).

Friede sei mit dir,

Es gibt verschieden Konzepte, zu dem was man gemeinhin unter Schicksal versteht. Ihnen allen ist jedoch gleich, dass sie diametral dem Begriff des Zufalls entgegenstehen, was von dir ja bereits oben erwähnt wurde. In Zügen stimme ich dem bereits erwähnten zu, dass es klar ist, dass wir bestimmte Dinge nicht gänzlich wissen können, doch welcher Verstand neigt schon dazu sich einer solchen Antwort anzunehmen? Die Grenze dessen was uns übersteigt, kann ja nur vom Verstand selbst ausgeufert werden, weist du. So bedingt deine Vorstellung vom Schicksal tatsächlich so etwas wie eine Gewissheit, die nur aus Wissen resultieren kann, womit ich sagen will, es gibt verschieden Denkansätze zu dem was die Freiheit des Menschen wirklich sei, sie alle sind aber im letzten auch Glaubensbestandteil (man muss Vertrauen um die Welt zu überblicken). Diese Konzeptionen bilden oft tradierte Verkettungen hinein in die Gegenwart, wie z. B das Karma oder eine totale Vorbestimmung, in der der Mensch nur denkt er würde wirklich handeln. Zu welchem du neigst, bleibt dir selbst überlassen, doch lass uns versuchen die Sache im kleinen, kurz anzureißen, da zu diesem Thema Bibliotheken geschrieben wurden:

Spricht man von der Freiheit des Menschen, so spricht man von einer Handlungsfreiheit. Der Mensch hat bestimmte Möglichkeiten (Potenz). Von diesen Möglichkeiten kann der Mensch wählen und dies in jedem Moment. Manche Möglichkeiten sind bedingte Möglichkeiten, d.h sie sind abhängig von einem bestimmten Zeitpunkt oder einer bestimmten Begebenheit (du kannst nicht auf einem Stuhl sitzen wenn du keinen hintern hast, ha ha).

Von all diesen dir innewohnenden Möglichkeiten, kann eine in Wirklichkeit treten und zur Handlung werden (Actio). Während du eine Handlung vollziehst hast du die dir innewohnenden Möglichkeiten noch immer d.h wenn du sitzt und tatsächlich, jetzt gerade sitzt, dann ist in dir, zur selben Zeit auch die Möglichkeit des Stehens Vorhanden (ohne die du nicht sitzen könntest), nur tritt diese nicht in die Wirklichkeit in dem Moment in dem du sitzt.

Ob es nun Karma ist, oder es einen anderen Name trägt spielt bei dieser Vorstellung keine Rolle, da es unweigerlich denkbar ist über Möglichkeiten zu verfügen und Handlungen zu tun.

Was hingegen das theologische Konzept betrifft, so findet der Mensch seine Freiheit nur begründet in der Ursache der Freiheit, welche Gott ist. Die religiösen Konzeptionen von Freiheit gliedern sich immerzu ein, in das Verhältnis von Ursache (Gott) und Wirkung (Mensch). Die Freiheit ist somit an erschaffen.

Der Mensch ist damit Frei in der Wahl seiner Taten, die aus seinen an erschaffenen ( begrenzten) Möglichkeiten resultieren ( die Potenz der Menschen), und so erst erhält Moral Einzug in das Spektrum von Freiheit des Menschen.

Der Mensch kann die ihm auferlegten Möglichkeiten weder übersteigen (er kann nicht wie der Phönix in die Sonne fliegen da er keine Flügel hat), noch kann er sich dagegen wehren diese zu besitzen.

Wenn man im Verhältnis von Ursache und Wirkung denkt, ist der Zufall tatsächlich undenkbar. Der Zufall ist unlogisch und drückt gemeinhin auch nicht etwas aus, dass keine Ursache hat, sondern nur sehr unwahrscheinlich ist, sodass die Ursache uns stetig übersteigt und im ganzen nie ersichtlich werden kann. Zufall ist nicht wirklich denkbar und eben ein solcher Glaube wie der vom Karma.

Es ist egal weil es nichts ändert. Verschwendete Zeit darüber nachzudenken

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