Wann erlangt ein Minderjähriger einen lediglich einen rechtlichen Vorteil?

4 Antworten

Bei einem Kaufvertrag hat der Minderjährige immer auch rechtliche Nachteile, z.B. die Zahlung des Kaufpreises.

Typisches Beispiel für ein Rechtgeschäft, dass lediglich rechtlich vorteilhaft ist, wäre die Schenkung.

Und somit braucht der minderjährige dann auch keine Einwilligung seiner Eltern oder eine Genehmigung.
Durch den rechtlich Vorteil ist die dingliche Einigung wirksam.
Stimmt das ?

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Vielen Dank, Sie erklären die Sachen sehr gut! :)

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Ein Rechtsgeschäft, das dem Minderjährigen keine Verpflichtung auferlegt und keine Leistung abverlangt.

Außer Schenkungen gibt es da kaum Beispiele aus der Praxis. Aber bei folgenden Gedankenkonstrukten wären  die o.g. Bedingungen gegeben:

Telefongeselschaft vergibt kostenlos Telefonkarten, mit denen kostenlos telefoniert werden kann (und alle anderen Dienste blockiert sind).

Versicherungsgesellschaft versicht als Werbegag einen Minderjährigen kostenlos.

Es läuft also regelmäßig auf was kostenloses / geschenktes hinaus.

Wenn der Minderjähriger sagt, dass er die Sache erst in zwei Wochen bezahlen möchte, hat er immer noch einen rechtlichen Nachteil, nämlich die Verpflichtung den Kaufpreis zu zahlen.

Rechtsgeschäfte die lediglich rechtlich vorteilhaft sind leider selten. Das Standardbeispiel ist die Schenkung. Hier erhält der Minderjährige etwas ohne hierfür eine Gegenleistung erbringen zu müssen.

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