Vorladung ignorieren als Beschuldigter. Nur mit Anwalt?

9 Antworten

Vorladungen zur Polizei kann man ignorieren.

Falls die aber eine Stufe weitergehen, und entweder Vorführung beantragen, und man widersetzt sich, gilt das als Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Und falls dann Klage erhoben wird, und man der Ladung vor Gericht fernbleibt, kann man in Abwesenheit verurteilt werden, da das Fernbeleiben als Schuldanerkennung gewertet werden kann. 

Andererseits kann ein Richter auch Geldstrafe oder sogar Haft verhängen wegen Missachtung des Gerichts (Das kann auch auf geladene Zeugen angewendet werden) 

Lesen!

"Vorladung zum Verhör:

Du bekommst Post von der Polizei mit einer inhaltlichen Standardformalierung: "Vorladung als Beschuldigter wegen....... Sie werden daher gebeten, am..... um..... Uhr zum Polizeirevier zu kommen...." Wichtig ist: Ruhe bewahren! Nach der StPO ist grundsätzlich niemand verpflichtet, zur Polizei zu gehen! Es spielt keine Rolle, ob Du Zeuge, Geschädigter, Verdächtiger oder Beschuldigter bist. Einer Vorladung zum Polizeiverhör musst Du nicht nachkommen. Nur ein Richter oder Staatsanwalt kann dich zur Vorladung zwingen!

Die Gefahr einer Selbstüberführung im Rahmen einer Vernehmung ist riesig! Jeder Jurist und jeder Kriminalist weiß, dass ein Großteil aller Anklagen, Strafbefehle und Verurteilungen gar nicht möglich wäre, wenn die Beschuldigten bei der Polizei einfach die Klappe halten - oder dort gar nicht erst erscheinen würden! Denke immer daran: Nicht Du musst Deine Unschuld beweisen, sondern die Polizei, bzw. Staatsanwaltschaft Deine Schuld!"

Quelle: http://www.wolkenspitze.com/42.html

Man muss in keinster Weise reagieren.

Hier ein Link der exakt das bestätigt:

http://www.rechtsanwalt-akay.de/polizeiliche-vorladung/


Eine Vorladung der Polizei ist eine Einladung wie die zu einer Kaffeefahrt.
Man muss auch nicht "höflich sein" und absagen.

Ich hatte schon drei als Beschuldigter, aber habe sie folgenlos ignoriert.
Da fühlt sich z.B. ein Polizist beleidigt, weil man mit dessen Klarname und Dienstelle schlecht (Fakten) im Internet über ihn schrieb. Auch mal mögliche Adresse und Telefonnummer dazu schrieb.
Entweder die waren Schlau genug, und wussten es nicht an den Staatsanwalt weiter zu geben, oder die haben sich von dem eine Abfuhr geholt.
Letzteres dürfte das Ego des Polizisten doch sehr angreifen, weil ihm "Pappi" Staatsanwaltschaft nicht helfen will.

Das Gleiche nochmal wegen einem Text auf dem Auto.
"Die Polizei ist ein Sammelbecken für Asoziale und Kriminelle".
Der Bürgermeister und Dr. der Jura hatte sich das fotografieren lassen, und selbst erkannt dass das legal ist.

Die Kripoheinis in Kerpen haben es dann trotzdem mit einer Vorladung versucht. Wieder besseren Wissens dass keine Straftat oder wenigstens OWi vorliegt, ist das eine Strafbare Nötigung im Amt.
Die PV dient in so einem Fall als Ersatzbestrafung (Selbstjustiz), indem der "einfache Bürger" einen Schreck bekommt (Puls geht hoch), sich evtl. einen Tag frei nimmt (wird daher sehr gerne um diesen Punkt hoffend Werktags morgens um 9 Uhr angesetzt), Fahrtkosten hat etc.. Dazu kommt dann bei Erscheinen vor Ort noch die Drohkullise und Einschüchterung.


Daher würde ich immer die reine polizeiliche Vorladung ignorieren, und nicht mal einen Anwalt fragen. Das verursacht nur unnötig Kosten.
Erst bei einer Staatsanwaltlichen Vorladung muss man erscheinen, und sollte evtl. einen Anwalt fragen.


Kleiner Tipp:
Ich würde den Wisch nehmen, einen Dicken Smiley drauf malen, "Muharharhar" drunter schreiben, und dann pünktlich zum angesetzten Termin an die Faxnummer des Polizisten schicken.

Die Ehrverletzung durch so eine Missachtung seiner Autorität (das ist alles worauf ein Polizist sein Ego aufbaut) schätze ich höher ein, als bei einem plumpen Aaaaschloch, aber es ist nicht strafbar.
Außerdem würde sich ein Polizist bei einem "Aaaaschloch" etc. noch freuen, einem nun einen reinwürgen zu können, wo vorher keine Handhabe war!
Auch gerade weil dieser nichts machen kann, wird die Ehrverletzung noch durch ein Gefühl der Hilflosigkeit ergänzt.

Dieses absolut risikolose Vorgehen kann einem ein echt gutes Gefühl verpassen. "Man weiß, dass die wissen," dass man ihnen gegenüber keinen "Kadavergehorsam" nur aufgrund ihres Amtes hat.

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