Vorladung bei der Polizei als tatverdächtiger?

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5 Antworten

Wenn Du wirklich nichts gemacht hast, würde ich an Deiner Stelle hingehen. Im Zweifelsfall zeigt das, dass Du kooperativ bist. Ziehe Dich dabei vernünftig an und zeige Respekt. Versuche dabei freundlich, geduldig und aufgeschlossen zu sein. Bleibe bei der Wahrheit! Dichte nichts hinzu, lasse aber auch nichts weg.

Polizisten glauben schon grundsätzlich nichts, bzw. lassen Dich nicht wissen, was sie glauben. Ein wichtiger Teil ihres Jobs ist es Aussagen auf Widersprüche abzuklopfen...

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Kommentar von slosh
19.06.2016, 23:32

Und wenn ich die Aussage einfach verweigere was passiert dann ?

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Hallo slosh,

die Polizei ist verpflichtet Dir rechtliches Gehör anzubieten. Aus diesem Grunde bist Du von der Polizei zur Vernehmung vorgeladen worden.

Ob Du von Deinem Recht Dich zur Sache zu äußern Gebrauch machst musst du ganz alleine entscheiden. Bei Dir als Jugendlichen haben Deine Eltern ein Anwesenheitsrecht bei der Vernehmung, von diesem Recht solltet Ihr auch Gebrauch machen.

Du musst mit Deiner Aussage auch nicht Deine Unschuld beweisen, sondern Dir muss bewiesen werden, dass Du die Tat so wie vorgeworfen begangen hast.

Ob Dir die Polizisten glauben, wenn Du Dich zur Sache äußerst ist im Grunde genommen irrelevant.

Die Polizisten sind verpflichtet die Aussage zu protokollieren und an die Staatsanwaltschaft zu übermitteln. Die Polzisten obliegt es aber nicht die Glaubwürdigkeit der Aussage in Frage zu stellen, sondern sie müssen die Aussage sachlich und nüchtern an die Staatsanwaltschaft übermitteln.

Die Aufgabe der Staatsanwaltschaft ist es dann sich von der Ermittlungsakte einschließlich Deiner Aussage ein Gesamtbild zu  machen.

Ist Deine Aussage schlüssig und vor allem, liegen keine Beweise vor, dass Du die Sachbeschädigung begangen muss die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gegen Dich zwingend nach § 170 StPO Absatz 2 einstellen.

Gibt es genügend Beweise dafür, dass Du die Sachbeschädigung begangen hast, hat die Staatsanwaltschaft mehrere Möglichkeiten:

  • sie stellt das Verfahren gem. § 153 StPO wegen Geringfügigkeit ein oder
  • sie stellt das verfahren gem. § 153a StPO gegen Auflagen ein oder
  • sie erhebt Klage gem. § 170 Absatz 2 StPO und Du wirst ich vor einem Richter verantworten müssen.

Schöne Grüße
TheGrow

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Und noch eine Frage die labern ja am Anfang immer was mit vorgeworfen wird Undso  wenn ich dann sage dass ich keine Aussage machen muss ich dann noch irgentwas beantworten oder müssen die mich dann gehen lassen 

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Kommentar von spirta
19.06.2016, 23:29

nein musst dum nicht.. mach dein mund am besten garnicht auf denn sie koennen alles gegen dich verwenden..

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Der Ladung der Polizei musst du nicht folge leisten. Du solltest Dir definitiv einen Anwalt nehmen bzw. Deine Eltern sollten Dir einen bestellen.

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Kommentar von slosh
19.06.2016, 23:22

Ich muss dahin wegen Mein Eltern nur das ist halt so unnötig weil ich garnichts gelacht habe und ein Kumpel ja warscheinlich irgentwas labert und die Frau mir kein Wort glaubt

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Wenn du dich weigern solltest, bei der Polizei auszusagen, wie es dir allerlei Schlauberger hier empfehlen, dann wirst du später eben vor Gericht aussagen. Müssen. Ob der Richter dann deinen Beteuerungen, du habest ja gar nichts gemacht, glauben wird? Wohl kaum. Denn wenn du nichts getan hast, hättest du das ja schon bei der polizeilichen Vernehmung sagen können, wird der Richter dir sagen, dir kein Wort glauben und entsprechend handeln.

Also geh zu den Cops und sag die Wahrheit. Alles andere ist falsch und kann dir nur noch mehr Probleme bereiten.

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Kommentar von TheGrow
20.06.2016, 04:09

Wenn du dich weigern solltest, bei der Polizei auszusagen, wie es dir allerlei Schlauberger hier empfehlen, dann wirst du später eben vor Gericht aussagen. Müssen.

So ein Unfug.

Die Pflicht vor Gericht auszusagen haben nur Zeugen und Sachverständige.

Vor der Polizei müssen noch nicht einmal Zeugen und Sachverständige aussagen.

Und der Beschuldigte muss weder vor der Polizei aussagen, noch später als Angeklagter vor Gericht.

Vor Gericht muss der Angeklagte nur Angaben zu seiner Person machen, er muss aber keine Angaben zur Sache machen, sondern er darf auch schweigen, wenn er sich nicht zur Sache äußern will.

Das Schweigen darf dem Angeklagten auch nicht negativ ausgelegt werden. Wenn der Angeklagte die tat nicht zugibt und sich nicht zur Sache äußert, nimmt der Richter das so hin.

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Kommentar von mairse
20.06.2016, 13:46

Was man hier zum Teil für einen Unsinn liest. Wie kommt man überhaupt auf sowas? Wird so eine Vorgehensweise im Fernsehen bei scripted-reality shows oder bei soaps gezeigt?

Sorry, aber da Deutschland ein Rechtsstaat ist darf das Schweigen eines Angeklagten ihm nicht negativ zur Last gelegt werden.

Davon abgesehen muss ihm die Schuld beweisen werden, nicht anders rum, sonst gilt er als unschuldig.

"Denn wenn du nichts getan hast, hättest du das ja schon bei der polizeilichen Vernehmung sagen können"

Solche Methoden gab es hier vielleicht mal in den 1940ern, aber heute ist man zum Glück schon etwas weiter, statt jemanden nur wegen unsinnigen Mutmaßungen zu verurteilen.

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