Vorfahren herausfinden aber wie

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4 Antworten

Du kannst im Internet suchen, aber im Mittelalter gab's noch keins. Da muss man Glück haben, dass jeman schonmal einen Stammbaum angelegt hat, wo Vorfahren aus der eigenen Familie enthalten sind.

Du kannst aber auch in den Kirchenbüchern nachlesen, wo und wann deine Vorfahren geboren wurden. Wenn sie aus einem andern Ort stammen, musst du dort weiter suchen. Und das kann nach einigen Generationen ziemlich weitläufig werden.

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Ahnenforschung ist eine ziemliche Knochenarbeit. Da musst du dich Generation für Generation rückwärtsarbeiten.

Am meisten findest du in kirchlichen Archiven. In den Pfarrgemeinden werden die Tauf-, Heirats- und Sterberegister der Gemeinde über Jahrhunderte aufbewahrt.

Da kann man dann mit den ältesten namentlich bekannten Vorfahren anfangen, von denen man eine Tauf-, Heirats- oder Sterbeurkunde hat oder zumindest eines dieser Daten kennt. Dazu ein Tip: Bis zur Zeit des 2. Weltkriegs wurden Kinder meinst schon in der Woche nach der Geburt getauft.

In den Registern finden sich dann meist Daten anderer Vorfahren (z. B. im Taufregister die Namen, Geburtsdaten und der Heirats- bzw. Taufort der Eltern). Von dort kann man dann wieder rückwärts gehen.

Meistens wirds dann spätestens in der 5. oder 6. Generation zurück schwierig, speziell, wenn man irgendwo ein uneheliches Kind drinnen ist.

Bis ins Mittelalter kommen nicht viele Ahnenforscher zurück. Erstens braucht man dazu Jahre, weil man dann oft auch nicht mehr so leicht an die Unterlagen rankommt, oder es verliert sich dann irgendwo eine Spur, weil der Vater eines Kindes nicht bekannt ist, von irgendwo her zugewandert ist und falsche Angaben gemacht hat oder so.

Du musst auch einkalkulieren, dass man es früher mit der Namensschreibung nicht so genau genommen hat. Wenns dann mal wirklich schon so 300 Jahre zurückgeht, kann es auch sein, dass vielleicht nicht der Familienname, sondern nur der Vorname und der Herkunftsort verwendet wurde, z. B. Franz Bernauer (dann kam der Mann wohl aus Bernau am Chiemsee).

Hilfreich sind auch alte Grundbücher. Dort wurde verzeichnet, wenn jemand Grundstücke verkauft oder erworben hat.

Ein echter Glücksfall wäre natürlich eine Familienchronik. In vielen Familien gab es sowas in Form einer Familienbibel, wo vorne die Geburts und Sterbedaten von Familienmitgliedern verzeichnet wurden.

Die besten Chancen, wirklich bis ins Mittelalter zurückzukommen wirst du haben, wenn deine Vorfahren Adelige oder reiche Kaufleute oder reiche Bauern oder Wirte waren. Bei Arbeitern, Handwerkern oder Taglöhnern werden die Quellen wahrscheinlich ziemlich bald enden.

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Das kannst Du leider nicht. Du kannst Ahnenforschung betreiben, aber bis ins Mittelalter kommst Du nur, wenn Du aus einer uralten adligen Familie stammst und Unterlagen erhalten geblieben sind.

Bei den meisten Leuten ist beim 30jährigen Krieg Schluss, da wurden viele Dokumente gemeinsam mit den Menschen und der europäischen Kultur vernichtet.

Bei vielen ist auch schon 1945 Schluss, denn auch in dieser Zeit wurde (vor allem in den ehemaligen Ostgebieten) viel zerstört.

Aber selbst wenn Du Glück hast und alles erhalten geblieben ist: Die ersten Kirchenbücher wurden in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts angelegt, und da war das Mittelalter schon vorbei.

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Kommentar von Ragnaroek12
01.04.2012, 19:34

Mit viel, viel Glück kommt man bis ins Spätmittelalter, ich bin mit viel Arbeit bis ca. 1480 gekommen, und bin nicht adelig.

Mein Vorteil war, dass meine Vorfahren damals einen relativ großen Bauernhof hatten.

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ich habe mir mal so ein dünnes büchlein gekauft: ahnenforschung leicht gemacht... da steht drin wie man schritt fr schritt vorgehen kann...

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