Vertrag über Kaufzusage einer Immobilie

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In Deutschland zählen nur Kaufverträge die vor dem Notar geschlossen werden. Möglich ist jedoch eine Reservierungsvereinbarung mit einer Anzahlung zu verbinden. Hier muss ausdrücklich schriftlich festgelegt werden, dass die Anzahlung beim Verkäufer bleibt, falls das Objekt nicht innerhalb einer Frist (z.B. 4 Wochen) durch Kaufvertrag beim Notar gekauft wird. Die Anzahlung sollte aber 5% des kaufpreises nicht überschtreiten. Üblich sind hier Beträge zwischen 500 und 5.000 €.

Verträge über Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte bedürfen nach dem Beurkundungsgesetzt der notariellen Form. Privatschrifltiche Absprachen begründen keinen dinglichen Anspruch auf die Abnahme oder die Verschaffung eines Grundstückes oder eines grundstücksgleichen Rechtes (z.B. einer Eigentumswohnung). Sollte die Dame Ihnen tatsächlich einen Schadenersatzanspruch schriftlich zubilligen, dann können Sie hier versuchen, eine solchen Anspruch auf Schadenersatz zivilrechtlich durchzusetzen.

Bernstorff hat Recht! Eine schriftliche Kaufzusage im Immobilienbereich ist in Deutschland nicht bindend. Die Interessentin spielt vielleicht auch einfach ein falsches Spiel. Vielleicht hat sie ein anderes Objekt an der Hand, das ihr besser gefällt.

Es zählt nur ein Notarvertrag. Ein Rücktritt vorher ist jederzeit und ohne Angabe von Gründen möglich! Und selbst wenn der Vorvertrag beim Notar geschlossen wurde kannst Du keine Kostenerstattung verlangen.

Aber: ich bin keine Rechtsberatung. Wende Dich damit an einen Anwalt Deines Vertrauens und schau was dieser dazu sagt.

Probleme beim. Kauf einer Immobilie?

Guten Abend,

Zu meiner Frage muss ich etwas länger ausholen :

Meine Frau und ich haben uns vor einiger Zeit nach Immobilien umgeschaut und eine passende im Januar 2018 gefunden. Dabei handelt es sich um ein teilrestauriertes Gebäude mit mehreren Wohnungen, die erst Ende 2018 fertig gestellt werden sollte.

Wir kamen mit dem Verkäufer zu Gesprächen zusammen. Dieser bot uns von sich aus an, bereits im Mai 2018 dort einzuziehen. Wir zahlten eine Reservierungsgebühr in Höhe von 4000 Euro und zogen ohne weitere Verträge dort ein. Im Laufe der Zeit häuften sich diverse Mängel auf bereits vollbrachte Leistungen und laut Baubeschreibung zu leistende arbeiten sind bis heute nicht erbracht.

Nun rückt der Notartermin immer näher. Wir haben uns daher entschlossen, eine Liste über die Mängel und die ausstehenden Arbeiten zu fertigen und es sowohl dem Verkäufer/Eigentümer als auch dem Notar zu übergeben. Der Nocheigentümer verweigert die Annahme einer "Mängelliste" und droht uns weiterhin mit dem Abbruch des Verkaufes, sollte etwas in dem Notarvertrag übernommen werden.

Da wir ja bereits seit Mai 2018 in der neuen Wohnung leben (Ummeldung, Bezahlung des Stroms usw) und eine Menge in die neue Wohnung investiert haben, befürchten wir, dass er es tatsächlich durchzieht und vom Vertrag abspringen wird.

Die Frage lautet also :

Kann er trotz seines konkludenten Verhaltens uns einfach aus der Wohnung werfen.

Erfüllt es nicht den Tatbestand der Nötigung (Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt)  wenn er sagt entweder machen wir das alles auf Vertrauensbasis oder ich trete vom Vertrag zurück.

Ich danke schonmal für eine schnelle Antwort.

LG

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Beherbergungsvertrag 1 Jahr vorher kündigen - trotzdem hohe Entschädigung?

Hi Allerseits,

da ich mein Studium leider unerwartet beenden musste, habe ich mich gleich beim Vermieter meines Apartments vom nächstes Jahr gemeldet (dort habe ich einen Beherbergungsvertrag für das Wintersemester 20016 unterschrieben)...

Obwohl ich mich nun fast ein Jahr vorher gemeldet habe möchte dieser von mir Geld sehen, wenn ich keinen Nachmieter finde... Unter folgenden Konditionen:

  1. Sie suchen selbst nach einem Nachmieter für den restlichen von Ihnen gebuchten Zeitraum (01.09.2016 – 28.02.2017). Sollten Sie keinen Nachmieter finden, dann wäre der Beherbergungsvertrag von Ihnen einzuhalten und die vereinbarte Vergütung bis zum Ende der Grundlaufzeit (also bis zum 28.02.2017) zu entrichten.
  2. Sie beauftragen uns mit der Suche nach einem Nachmieter. Wenn wir einen Nachmieter finden, dann wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von einer Monatsmiete zzgl. MwSt. (= 618,80 €) fällig. Sollten wir keinen Nachmieter finden, dann wäre der Beherbergungsvertrag ebenfalls von Ihnen einzuhalten und die vereinbarte Vergütung zu entrichten.
  3. Sie können den Beherbergungsvertrag gegen Bezahlung einer Aufwandsentschädigung in Höhe von 2 Monatsmieten zzgl. MwSt. (= 1.237,60 €) mit sofortiger Wirkung auflösen, ohne einen Nachmieter zu stellen. Das Risiko, einen Nachmieter zu finden und somit eines eventuellen Leerstands liegt dann ausschließlich beim Eigentümer bzw. Vermieter.

Was kann ich tun? Ist das so rechtens? Als ich den Vertrag unterschrieben habe, wurde mir vom Vermieter suggeriert, dass er derzeit schon viele Anfragen hätte und das Apartment vermutlich bald weg wäre, wenn ich nicht unterschreibe... Da bin ich wohl ziemlich drauf reingefallen...

LG

Panda

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Hauskauf wegen Verkäufer geplatzt - Wer zahlt Notar? Kann dieser Kosten verlangen?

Hallo zusammen, ich habe folgendes Problem und hoffe auf euer Wissen und Meinungen: Mein Mann und ich beabsichtigen ein Haus zu kaufen und haben nach vielen Gesprächen mit dem Verkäufer uns darauf geeinigt einen Notartermin zu machen. Ich muss dazu sagen, dass der Verkäufer und viele Wochen hin gehalten hat und die Initiative sehr von uns aus ging. Ich habe ihn mehrfach gefragt, ob er sich sicher sei, dass Haus verkaufen zu wollen und falls nicht, dies bitte direkt zu sagen. Er beteuerte immer dass er wolle und auch zeitnah und wir doch ruhig zum Notar gehe sollen um den Vertrag fix zu machen.

Also waren mein Mann und ich vor 3 Wochen beim Notar und haben diesen den Auftrag erteilt einen Kaufvertrag zu erstellen was dieser auch tat. Ich hatte noch im Büro nachgefragt, ob Kosten entnstehen und wenn ja in welcher Höhe. Die freundliche Dame meinte nur, dass es seien* könnte*, dass Notar xy eine Bearbeitungsgebühr erheben würde. Zu der Höhe der Kosten äußerte sie sich nicht.

Nun telefoniere ich seit 2 Wochen hinter dem Verkäufer her um zu klären wann wir den jetzt zum Notar gehen um den Vertrag zu unterschreiben. Ich erreiche ihn entweder gar nicht oder werde von ihm vertröstet, dass wir in ein paar Tagen sprechen. Er hat immer eine andere Begründung. Ich gehe sehr stark davon aus, dass er sich anders überlegt hat und nicht verkaufen möchte. Das gleiche ist wohl vor ein paar Monaten auch passiert., was ich leider erst vor ein paar Tagen erfahren habe.

Nun habe ich vorhin beim Notar angerufen und meine Bedenken geäußert. Der Büroassistent sagte mir, dass bei Nicht-Verkauf ich die KOsten zu tragen hätte, da ich den Auftrag erteilt habe. Verstehe ich und macht auch Sinn. Die Höhe würde sich auf knapp 1000€ belaufen. Das verstehe ich wiederrum nicht. Er meinte, dass läge irgendwie daran, dass der Entwurf ja auch der eigentliche Vertrag wäre?!

Zu meiner Frage: Wonach richtet sich die Höhe der Kosten und gibt es da nicht Kostenkataloge oder kann der Notar in beliebiger Höhe Rechnungen schreiben, zumal ich bis auf die Erteilung zur Erstellung des Entwurfes nichts unterschrieben habe. Hätte man uns da nicht aufklären müssen? Und: Kann man den Verkäufer da irgendwie mit ins Boot nehmen, dass er sich an den Kosten beteiligt?

Sorry, ist doch etwas lang geworden! ;)

Liebe Grüße

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