Vermisse meine Freundin immer mehr?

5 Antworten

Du musst deine Freundin nicht vergessen. Sie wird immer Teil deines Lebens sein. Natürlich kannst du etwas mit deinen anderen Freunden unternehmen, aber eure enge Verbindung kannst du dadurch nicht ersetzen. 

Früher gab es mal das Konzept des Trauerjahrs. Siehst du, mit 11 Monaten bist du also noch vollkommen in diesem Rahmen. Tiefe Trauer dauert sogar mehrere Jahre, das ist ganz normal. Bald ist der erste Todestag. Vielleicht bist du auch deswegen besonders traurig? Lass diese Gefühle unbedingt zu. Weine, wenn dir danach ist. Manchmal äußert sich Trauer auch in Wut. Es ist auch normal, wenn du mal sauer auf deine Freundin bist, weil sie dich alleine gelassen hat. 

Nur weil sie nicht mehr da ist, heißt es nicht, dass du nicht mit ihr reden kannst. Setze dich an ihr Grab und erzähle ihr, wie sehr du sie vermisst und was dich bewegt. Oder, wenn dir das zu gruselig ist, schreibe ihr einen Brief! Du wirst dich danach besser fühlen, auch wenn du weinen musst. 

Versuche das Andenken deiner Freundin in deinen Alltag zu integrieren. Überlege dir etwas Schönes für ihren ersten Todestag oder ihren Geburtstag. Ich habe letztes Jahr meine Tochter verloren und werde ein Stück Geburtstagskuchen an ihrem Grab essen. Der Tod gehört zum Leben dazu. Das muss man lernen und wenn man jung ist, ist es besonders schwer zu akzeptieren, weil im Umfeld noch niemand weiter gestorben ist. 

Du schaffst das, du wirst die Kraft dazu in der Freundschaft zu Lea finden. Man sagt nicht umsonst, dass die Liebe stärker ist als der Tod. Ich wünsche dir alles Gute!

Das ist völlig normal. Und es wird auch nicht schlagartig anders werden. Du kannst dich nicht plötzlich damit abfinden.

Du lernst nur irgendwann damit zu leben.

Erinnerungen halten Menschen, die wir lieben, am Leben.

Rede über sie, geh sie am Friedhof besuchen, häng weiter Fotos von dir und ihr auf. Du lächelst ihr zu, wenn sie dich auf dem Foto anschaut und halte sie gut im Gedächnis.

Sie wäre traurig, wenn du jeden Tag traurig wärst.

Hallo DepRep,

einen geliebten Menschen zu verlieren ist zweifellos eine traumatische Erfahrung. Gerade am Anfang ist es besonders schwer. Möglicherweise fühlst Du Dich innerlich leer und empfindungslos, oder plötzliche Stimmungsschwankungen und Weinkrämpfe machen Dir zu schaffen. Nun liegt ein längerer Weg der Trauer vor Dir.

 Der Prozess des Trauerns läuft bei jedem Menschen anders ab. Vielleicht sagen Dir manche, Du würdest zu viel oder aber nicht genug trauern. Versuche Dich durch solche Äußerungen nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Die Anderen haben kein Recht, Dir vorzuschreiben, wie Du zu handeln oder zu empfinden hast. Auch wenn die Art zu trauern bei jedem anders ist, kann jedoch manchmal auch folgender Fall eintreten. Es könnte nämlich sein, dass Du nicht in der Lage bist, Dich mit der Realität Deiner Situation abzufinden. Falls das je bei Dir der Fall sein sollte, wäre es gut, die Hilfe mitfühlender Freunde zu suchen. Das offene Gespräch mit anderen könnte ein Ausweg aus dieser Sackgasse sein.

Einem Trauernden stellt sich auch immer wieder die Frage, wie er am besten mit der Situation umgehen kann. Ist es z. B. normal, Schuldgefühle zu haben oder zornig zu sein? Oder ist es richtig, die Gefühle der Trauer zu unterdrücken und den Starken zu spielen?

Manche, die mit einem Verlust fertig werden mussten, haben gemerkt, dass es gut ist, seine Trauer zu durchleben. Warum? Es kann den Druck erleichtern, wenn man seine Gefühle heraus lässt. Diese Gefühle jedoch zu unterdrücken, mag in körperlicher und auch in seelischer Hinsicht großen Schaden anrichten. Dazu, die Trauer zu durchleben, gehört auf jeden Fall zu reden!

Ich bin einmal auf einen Text in der Bibel gestoßen, der in diesem Zusammenhang sehr gut passt. Dieser Text ist dem Bibelbuch Hiob entnommen. Dieser Hiob sagte nach dem Tod seiner 10 Kinder, sowie einiger anderer dramatischer Erlebnisse, folgendes:" Meine Seele empfindet bestimmt Ekel vor meinem Leben. Ich will meiner Besorgnis um mich freien Lauf lassen. Ich will in der Bitterkeit meiner Seele reden!"(Hiob, Kapitel 10, Vers 1). Hiob tat also etwas sehr Wichtiges. Er behielt seine bedrückenden Gedanken nicht für sich, sondern redete mit anderen darüber und fand so Erleichterung. 

Etwas Ähnliches sagte auch Shakespeare in Macbeth: " Gib Worte deinem Schmerz, Gram der nicht spricht, preßt das beladene Herz, bis daß es bricht". Wenn Du also Deine Erfahrungen und Gefühle in Worte kleidest, kannst Du Dich zum einen selbst besser verstehen und findest auch ein gewisses Maß an Erleichterung. Sehr hilfreich wäre es natürlich, wenn Du jemanden zum Reden hast, der selbst einen geliebten Menschen verloren hat und den Verlust erfolgreich überwunden hat. Durch ihn könntest Du vielleicht praktische Anregungen erhalten, die Dir helfen, Deinen Kummer zu bewältigen. Es kann aber auch sein, dass es Dir überhaupt nicht danach ist, über Deine Gefühle zu sprechen. Was dann?

Manchen hilft es, das, was sie bewegt, aufzuschreiben und es später wieder zu lesen. Auch auf diesem Weg kann man seiner Trauer Ausdruck verleihen und fühlt sich hinterher besser.

Etwas anderes, was die Trauer erleichtert, ist weinen. Das Vergießen von Tränen gehört mit zum Heilungsprozess und man braucht sich dafür nicht zu schämen. In der Zeit der Trauer werden manche sogar zusätzlich mit Schuldgefühlen geplagt. Sie meinen, irgendein Versäumnis habe mit zum Tod des Angehörigen beigetragen. Wenn Du je so empfinden solltest, dann brauchst Du nicht zu denken, das sei nicht normal. Auch hier ist es eine Hilfe, über seine Gefühle zu sprechen, statt sie für sich zu behalten. Letztendlich haben wir keine Macht über das Leben eines uns nahestehenden Menschen. Außerdem hattest Du in dem, was Du getan bzw. nicht getan hast, keine schlechten Beweggründe. Daher ist es bestimmt nicht angebracht, Schuldgefühle zu entwickeln.

Bei der Trauer um einen lieben Menschen kann auch die Hilfe von Gott ein ausschlaggebender Punkt sein. Ich fand einmal einen sehr schönen zu Herzen gehenden Text in der Bibel, der folgendermaßen lautet: "Wenn aber aufrichtige Menschen zu ihm rufen, hört er sie und rettet sie aus jeder Not. Der Herr ist denen nahe, die verzweifelt sind, und rettet jeden, der alle Hoffnung verloren hat (Psalm 34:18 Hoffnung für alle)

Das, was einem Trauernden jedoch am meisten helfen kann, ist das Versprechen Gottes, die Toten eines Tages wieder zum Leben zurückzubringen. Jesus beschrieb das einmal mit folgenden Worten: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a). Die Bibel spricht hier von der Auferstehung der Toten.
Diese Verheißung beschreibt, das Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute.

Ich selbst habe vor wenigen Jahren meine beiden Elternteile und meine Schwester verloren und finde bis heute in dem eben zitierten Text Trost. Ich habe außerdem schon oft festgestellt, dass ein persönliches Verhältnis zu Gott manches besser ertragen lässt. Wenn man sich glaubensvoll im Gebet an ihn wendet, dann ist er nicht nur ein passiver Zuhörer, sondern kann uns "Kraft geben, die über das Normale hinausgeht" (2. Korinther, Kapitel 4, Vers 7). Mehr als einmal durfte ich erfahren, dass Gott "uns tröstet in all unserer Drangsal" (2. Korinther 1, Vers 4). Gott nimmt zwar den Schmerz der Trauer nicht vollständig hinweg, sondern er hilft uns, ihn besser zu ertragen.

LG Philipp

Hallo,

Trauer ist bei Menschen verschieden. Du kannst mit einem Menschen reden. Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge. Falls Du noch zur Schule gehst: Gibt es an Eurer Schule vielleicht einen Vertrauenslehrer? Dann kannst Du auch mit diesem reden.

Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, ich bin Christ. Gott liebt Dich. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Alles Gute

Versuch einfach sie zu vergessen. Das ist für dich das beste, du kannst ja nicht dein Leben lang um sie trauern oder?

Unternimm einfach was mit deiner neuen Bff

Und wie kann oder soll ich sie vergessen? 

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