Verkäufer sagt trotz unterschriebenen Vertrag die Wohnung ab, habe ich Rechte?

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5 Antworten

Das ist ein sogenannter privatrechtlicher Vorvertrag oder auch Reservierungsvertrag - durch diesen leiten sich aber keine Ansprüche ab, daß die Veräußerung auch tatsächlich stattfinden muß.

Damit eine Veräußerungspflicht entstehen würde, wäre eine notarielle Beurkundung erforderlich.

Da hier keine notarielle Beurkundung vorliegt, hat sich das erledigt.

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Solange über den Kaufvertrag noch verhandelt wird, können selbstverständlich beide Seiten diese Verhandlungen abbrechen, wenn auf eine der Forderungen nicht eingegangen wird.

Daran hätte auch ein notarieller Vorvertrag nichts geändert.

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Er wollte also als Privatperson, Kaufpreis fällig bei Beurkundung? Sorry selbst bei Behörden finde ich das unverschämt, aber für eine Privatperson--> Finger weg. 

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So ein Vorvertrag ist nicht bindend. Solange man nicht beim Notar war, kann jede Partei "abspringen". Jedwede finanzielle Forderung daraus ist im Normalfall (es gibt Ausnahmen) nichtig. Da würde mich interessieren, wie das im Notarvertragsentwurf formuliert und geregelt war. Eine Teilzahlung kann man schon mal machen (vertraglich entsprechend abgesichert), aber eine vollständige Zahlung wenn er erst in einem Jahr ausziehen will .... niemals! Das haben sie richtig erkannt, was wenn der nicht auszieht. Man macht im Notarvertrag natürlich immer eine Regelung dazu (Nutzungsentschädigung, höher als eine evtl. Miete), aber in dem Jahr verprasst er das Geld, zieht nicht aus und die Klagerei geht los. Also besser nach etwas anderem umschauen.

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Warum ist denn kein Notar eingeschaltet worden? Wie naiv bist Du eigentlich? Zuerst muss man im Grundbuch prüfen, wer der Eigentümer ist und ob das sauber ist. Ist das Grundbuch ok und wurde ein Vertrag unterschrieben, dann wird im Grundbuch eine Auflassungsvormerkung eingetragen, damit der Verkäufer die selbe Wohnung nicht auch noch gleichzeitig an andere Interessenten verkaufen kann. Dann wird das Finanzamt informiert und nachdem die Grunderwerbssteuer gezahlt wurde, erhält man eine Unbedenklichkeitsbescheinigung. Danach wird der Kaufpreis gezahlt und dann erfolgt die Umschreibung und damit der Eigentumswechsel.

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Kommentar von Kaeuferin
25.02.2017, 20:42

er hat kurz vor dem Notartermin abgesagt. Naiv bin ich nicht. Er wollte das Geld nach dem Notartermin gleich haben.

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Kommentar von schloagmidot
25.02.2017, 20:46

Ja, ein Vorvertrag vor dem Notartermin kann man sich schenken.

Wenn es solche Probleme gibt, soll Käufer froh sein, dass noch kein Notartermin gemacht war. Finger weg von dieser Wohnung.

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Kommentar von AchIchBins
26.02.2017, 23:32

Nanana ....Frage nicht komplett verstanden und dann noch den Fragesteller als "naiv" bezeichnen...lol

Gerade weil die Fragestellerin nicht naiv ist, hat sie der Vorab-Überweisung nicht entsprochen. Das was sie dann aufzählen betrifft die Fragestellerin garnicht, so weit sind die Parteien garnicht gekommen.

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