Unterschiede zwischen "normalem" Chemie- bzw. Biostudium und dem Stduium auf Lehramt?!

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5 Antworten

Im Grundstudium ist das meiste gleich wie bei den "Vollchemikern" und "Vollbiologen". Natürlich erwartet man von den Lehrern nicht die gleiche Vertiefung des Stoffs, daher lernst Du wirklich beide Fächer mit halber Kraft, vielleicht auch ein wenig mehr. Dazu kommen (mit minderem Aufwand, wenn's für Gymnasium ist) Schulpädagogik, Didaktik, Psychologie. Mathe und Physik sind sowieso dabei. Du siehst, die Kombination macht einen Allround-Naturwissenschaftler aus Dir!

Ich kann mir gut vorstellen, dass das auch abhängig ist von der jeweiligen Universität. Ich studiere Biologie (Bachelor) und habe viel mit Lehramtsstudenten zu tun. Vor allem zu Beginn des Studiums waren die Anforderungen für beide (was den Bio+Chemie Part betrifft) sehr ähnlich bis gleich. Später haben sich die Wege etwas differenziert auch wenn beide noch den Großteil der gleichen Module/Veranstalungen besucht haben. In einigen Fällen fiel für die Lehrämtler zum Beispiel das begleitene Praktikum und damit auch der weiterführende Teil in der Klausur weg.

Ich zögere hier irgendwelche Prozentangaben zu machen da ich nicht glaube, dass die Differenzen zwischen den Studiengängen mit einer klaren Zahl benannt werden können. Vor allem im späteren Verlauf des Studiums kannst du (jedenfalls an meiner Uni) selbst wählen, ob du noch ein Bio/Chemie Modul belegst oder dich verstärkt auf Didaktik, Pädagogik konzentrierst.

Falls du dazu verlässliche Informationen bekommen möchtest würde ich dir empfehlen dich mal in der Fachschaft / Fakultät deiner zukünftigen Uni zu erkundigen, falls diese schon feststeht.

Hi.

Also ich weiß die früheren Unterschiede zwischen Biologie Diplom bzw Geographie Diplom und den jeweiligen Lehramtsstudiengängen.

Da war es tatsächlich so, dass die Anforderungen in der jeweiligen Lehramtsdisziplin deutlich (50%) geringer waren, im Gegenzug aber ja der pädagogische Teil dazu kam.

Ich denke, das kann heute nicht groß anders sein - schließlich sollen in erster Linie Pädagogen ausgebildet werden, keine Biologen, Chemiker etc.

LG

Die Lehramtsstudenten studieren mit den anderen Biologie- und Chemiestudenten gemeinsam, nehmen also gemeinsam an den Veranstaltungen teil. Bei den Lehramtsstudenten kommen pädagogische Veranstaltungen dazu, manchmal fallen, je nach Studienordnung, ein paar Inhalte der Biologen und Chemiker weg. Dabei handelt es sich aber, entgegen deiner Vermutung, keineswegs im 40%, oft fehlen nur einzelne Scheine. Immerhin macht man als Lehrer im entsprechenden Fach ein Staatsexamen.

Beim Lehramtsstudium schnuppert man da mal so ein bisschen rein. Das ist auf das Fach bezogen nicht vollwertig. Das sieht man auch schon daran, wer es schafft, Lehrer zu werden. Viele dieser Menschen hätten ein Chemie-Studium nicht bestanden.

Ich habe auch Chemie geliebt. Ich gebe zu bedenken: Wenn man Interesse an der Chemie hat, sollte man dies nicht auf Lehramt studieren und es unterrichten.

Für das Diplom in Geographie braucht man genau einen Schein mehr als die Lehrämtler...

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Also als studierter Lehrer für Gymnasium in den Fächern Bio und Chemie kann ich darüber nur lachen. "Reinschnuppern" trifft es wirklich nicht. Da hast Du einfach keine Ahnung!

Immerhin durfte ich in den Fächern gegenüber den Diplomanden auf ein paar der Fortgeschrittenenpraktika verzichten. Insgesamt schätze ich, jeweils 60% absolviert zu haben. Das ist mehr als reinschnuppern.

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@botanicus

Ja. Das weiß ich doch. Das haben mir die Lehramtsburschen ja immer gesagt. Ich fand dann nach dem Wechsel auf Diplom die ganze Sache dann etwas komplexer. "Reinschnuppern" war vielleicht die falsche Formulierung. Die 50% kann ich aber etwa bestätigen. Das ist ja auch nicht weiter erstaunlich, weil ein Lehrer kein Fachidiot sein soll sondern einen Lehrauftrag hat. Deswegen ja auch mein Rat, wenn einen Chemie interessiert, sollte man nicht Lehrer werden.

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