Unterschied zwischen Rezeptor- und Aktionspotential?

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Hi,

das Rezeptorpotential ist ein Membranpotential einer Sinneszelle. Es ändert sich durch Einwirkung eines Reizes. So werden Umweltreize in die Sprache der Nervenzellen übersetzt , so dass wir sie wahrnehmen können :)

Wenn uns einer anbrüllt und wir hätten kein Rezeptorpotential für Schall, würden wir ihn auch nicht hören. Warum?

Schallwellen werden über die Luft übertragen. Sie treffen auf das Trommelfell, setzen die Gehörknöchelchen, Hammer, Amboss und Steigbügel in Bewegung, der Steigbügel überträgt den Luftschall auf Flüssigkeit in der Hörschnecke, dort liegen die Hörsinneszellen, sie tragen haarförmige Fortsätze.

Treffen die Schallwellen (= Reiz) auf diese Fortsätze, werden sie leicht umgebogen.

Das Abbiegen der Fortsätze führt direkt zum Öffnen von Ionenkanälen in der Membran der Hörsinneszelle und ändert die Membranpermeabilität der Sinneszelle, worauf sich ihr Membranpotential, das Rezeptorpotential, ändert. Siehst du die Kopplung? Mechanischer Reiz (Schallwelle biegen etwas um) --> Veränderung des Membranpotentials (Rezeptorpotentials) einer Sinneszelle.

Bei hinreichender Änderung des Rezeptorpotentials, sendet die Sinneszelle Nervenimpulse an die nächste Nervenzelle u.s.w. über den Hörnerv bis zum Gehirn.

Jetzt kommt das Aktionspotential ins Spiel, denn solch ein Nervenimpuls über das Axon einer Nervenzelle zu einer anderen, wäre ein Aktionspotential. Dieses hat immer eine gleich hohe Amplitude (Kurvenhöhe), auch wenn es bei der Synapse zur nächsten Nervenzelle eintrifft. Das Aktionspotential ist also zur Kommunikation unter Nervenzellen gedacht und immer gleich stark, seine Information überträgt es über die Anzahl von solchen AP`s, man sagt dazu auch die Übertragung sei "frequenzmoduliert" (über die Frequenz (Anzahl pro Zeiteinheit) verschlüsselt).

Also: 1AP... 1AP... 1AP... und dann in schneller Folge 11111111111111 u.s.w.

Das Rezeptorpotential entscheidet über seine veränderliche Höhe (Amplitude), ob AP`s ausgelöst werden oder noch nicht, es ist "der Wächter der AP`s" dieses Neurons bzw. Sinneszelle und im Unterschied zum AP, sagt man auch, es sei "amplitudenmoduliert" (über die Höhe der Änderung (Amplitude) des Membranpotentials verschlüsselt).

Wir sehen in der Zusammenschau, die Kopplung eines mechanischen Reizes (Schallwellen), mittels reizaufnehmender Strukturen, an das Öffnen von Ionenkanälen, in der Rezeptormembran einer Sinneszelle und eine entsprechende Rezeptorpotentialänderung, welche Aktionspotentiale auslösen kann.

Gemeinsames Prinzip der Sinneszellen ("Rezeptoren" = Eselsbrücke) ist also die Aufnahme eines adäquaten (für sie bestimmten) Reizes, seine Wandlung in elektrische Energie, über eine Veränderung der Leitfähigkeit der Sinneszellmembran (der Rezeptormembran) und deren Membranpotential, dem Rezeptorpotential und die Weitergabe der Information Richtung Gehirn, mittels Nervenimpulsen, den Aktionspotentialen, über Nervenbahnen. Gruß, Cliff

Ja es wäre falsch ein Rezeptorpotential als Aktionspotential zu bezeichnen, da dies nun mal unterschiedliche Paar Schuhe sind.

Wie der Name schon sagt, sind Rezeptorpotentiale Membranpotentiale an Rezeptorzellen (z.B. Zellen, die Reize aufnehmen und sie in elektrische Signale umwandeln).

LG

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