Unterschied zwischen Oper und Operette?

8 Antworten

Die Operette kann als so etwas wie die "kleine Schwester der Oper" bezeichnet werden. Der Inhalt ist fast durchweg komödienhaft, manchmal karikiert er auch die Zeitumstände, die Musik ist leichter und mehr auf Unterhaltung ausgerichtet als bei einer Oper. Außerdem laufen große Teile der Handlung in gesprochenen Dialogen ab. Dies kommt allerdings auch in der Oper teilweise vor, z.B. im sogenannten "Singspiel" (Entführung aus dem Serail) und manchmal auch in dramatischeren Werken wie z.B. Beethovens Fidelio, ist also kein ganz zuverlässiges Erkennungsmittel einer Operette. Die Länge des Werkes selbst sagt über die Genrezugehörigkeit nichts aus. So ist z.B. die Spieldauer der Operette "Fledermaus" viel länger als die der Opern "Salome" oder "Elektra". Als deutlicher Hinweise auf das Genre Operette kann die Verwendung des 3/4-Taktes gelten, sprich: Der berühmte Walzerrhythmus, der die Melodien eingängig rüberbringt, so dass viele Nummern aus Operetten zu den Top-Hits ihrer Zeit geworden sind. Doch auch hier ist etwas Vorsicht geboten: Auch Richard Strauss verwendet haufenweise Walzer in seinem "Rosenkavalier", der jedoch eindeutig als Oper gilt. Man sieht: Die Abgrenzung ist auf den ersten Blick nicht immer so ganz einfach. Kleiner Tipp: Wenn es haufenweise Tote gibt, dann sitzen Sie eindeutig in einer Oper! ;-)

In der Oper sind keine Mikrophone zur Stimmunterstützung vorgesehen:
  • In der Oper werden die Sänger/innen nicht durch Mikrophone - Verstärker - Lautsprecher -unter stützt.

Es zeichnet daher die Künstler - Sänger/innen aus, dass sie über ein hervorragendes Stimmvolumen verfügen müssen. Sie müssen den Raum bis in die letzte Ecke mit ihrer Stimme ohne technischen Hilfsmitteln ausfüllen können. Das ist die Grundvoraussetzung überhaupt in einer Oper singen zu dürfen, nebst einer hervorragenden Stimme!

Das ist auch bei einer Operette so vorgesehen, wird nur leider immer seltener geschafft. Als die Operette entstand gab es noch keine Mikros ;)

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Kurz erklären wird schwierig. ;) die Oper behandelt meist Themen aus der Literatur, Shakespeare/Verdi, z b. Otello - der Geschichte , Themen über Helden (Wagner Siegfried, Monteveerdi : Ullyses) ,Märchen: Humperdinck Hänsel und Gretel und Mythen, wagner .Lohengrin, In ihr kann aber auch gesprochen werden. Zauberflöte, Entführung aus dem Serail, und die Oper gibt es seit Ende des 16. Jahrhunderts.

die Operette ist eine eigene Form die ich als Cousine zweiten Grades , aber nie als Schwester bezeichnen würde. Sie beansprucht das selbe Können vonSängerinnen und Sänger wie in der Oper. Sie ist auch nicht immer oberflächlich und leicht, auch wenn der äussere Rahmen das vorgaukelt, zB. im Land des Lächelns, ein Drama das von zwei Liebenden handelt, die aus verschiedenen Kulturkreisen kommen.

Die Operette widerspiegelt den Geist der Zeit in der sie entstanden ist und karikiert die gesellschaftlichen Verhältnisse dieser Epoche. sie hält den Menschen auf der Bühne , die stellvertretend für ihre Zeitgenossen im realen Leben stehen einen Spiegel vor, und das in meist amüsanter Weise.

es gibt aber durchaus auch Opern die man ind dieses Bild einordnen kann, z Bsp . die Hochzeit des Figaro von Mozart, eine versteckte Gesellschaftskritik am Vorabend der französischen Revolution.

Manchmal sind die Grenzen zwischen Oper und Operette auch fliesend, z. B in den sogenannten deutschen Singspielen, wie Zar und Zimmermann von Lortzing oder Waffenschmied. Hier wird auch gesprochen und getanzt, die Dialoge sind oft witzig- aber es gilt dennoch als Oper.

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