Unterschied zwischen lokführer und eisenbahner im betriebsdienst Fachrichtung lokführer und transport?

5 Antworten

Guten Morgen,

genau genommen gibt es den Beruf "Lokführer" nicht. Es ist der umgangssprachliche Begriff. Heute gibt es den Eisenbahner im Betriebsdienst... kurz EiB. dahinter verbirgt sich eine Ausbildung (im Dualen System). Die meisten Eisenbahnverkehrsunternehmen bilden über den zweiten Bildungsweg aus. Das ist dann eine Weiterbildung zum Triebfahrzeugführer. Diese Weiterbildungen laufen oft über eine Finanzierung der Arbeitsagentur, Jobcenter, Berufsgenossenschaften oder Rententräger.

Solch eine Weiterbildung habe ich damals auch gemacht. meine Weiterbildung hat 10 Monate gedauert, heute dauert sie 11 Monate (zumindest bei der MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft). in diesen 11 Monaten erhälst du deine individuellen Bezüge über die Arbeitsagentur,... deine Weiterbildung wird dann mittels Bildungsgutschein finanziert. Gehalt erhälst du also erst nach bestandener Weiterbildung. In der Weiterbildung sind Theorie und Praxis enthalten.

Wenn du Anbieter vergleichst achte bitte auf die Qualität der Weiterbildung. Meine Ausbilder, bei der MEV, waren und sind nur Fachkräfte. Heißt alles Triebfahrzeugführer, die mehrjährige Erfahrung aufweisen können und jährlich auch noch mindestens 100 Stunden fahren, damit Sie immer nach bestem Gewissen und Wissen ausbilden können.

Wenn du weitere Fragen hast einfach melden.

Guten Tag, danke für die Antwort.

Ich habe da noch eine Frage. Und zwar habe ich die Möglichkeit, über einen Bildungsgutschein die Umschulung zum Triebfahrzeugführer Klasse B (Personen und Güter) inklusive einiger Zusatzqualifikationen. Schulungszeit 11 Monate.

Abschlüsse:

Europäischer Triebfahrzeugführerschein (Klasse B)

  • Rangierbegleiter
  • Bremsprobenberechtigter
  • Wagenprüfer G

Aber es gibt auch noch die Möglichkeit eine Umschulung/Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst zu machen. Inklusive IHK Abschluss. Schulungszeit 24 Monate.

Inhalt:

Theoriewissen

  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • Büro- und Buchhaltungsprozesse
  • Personalplanung und Disposition
  • Trassen und Züge bestellen
  • Sicherheits- und Qualitätsmanagement
  • Grundlagen elektrische und Brennstofftriebfahrzeuge
  • Streckenkenntnis
  • Fahrzeugtechnik
  • Tarife und Service im Zug

Fachpraktische Ausbildung

  • Begleiten von Triebfahrzeugen
  • Rangieren
  • Bilden von Zügen
  • Prüfen von Wagen
  • Prüfen von Bremsen
  • Aufsicht am Zug
  • Leiten des Fahrdienstes
  • Logistische Prozesse und Qualitätsmanagement
  • Prüfen von Triebfahrzeugen
  • Bedienen von Triebfahrzeugen
  • Durchführen von Fahrten im Regelbetrieb
  • Durchführen von Fahrten beim Abweichen vom Regelbetrieb und bei Störungen

Abschlüsse:

  • HK Zeugnis "Eisenbahner im Betriebsdienst" (Fachrichtung Lokführer/-in und Transport)
  • Europäischer Triebfahrzeugführerschein (Klasse B)
  • Rangierbegleiter
  • Bremsprobenberechtigter
  • Wagenprüfer G

Die Fragen die sich mir ergeben: Lohnen sich die 13 Monate längere Schulungszeit?

Ich möchte nur Zug fahren und das im Güterverkehr und dann vor allem auch ins Ausland, um besonders viel Geld zu verdienen. Gibt es Unterschiede bei der Bezahlung? Lohnt sich also in dem Fall der mehr Aufwand? Den Führerschein habe ich ja in beiden Fällen. Mir fällt die Entscheidung nicht leicht, da ein IHK Abschluss viel Wert hat.

Ich bin 31 Jahre und habe halt vor, 2-3 Jahre hart zu arbeiten und viel Geld zu sparen, zwischen 50K - 70K.

Ein Bekannter hat diese Umschulung gemacht und verdient für normal innerdeutsche Fahrten 2500 EUR und 3100 EUR netto im Monat. Sein Arbeitskollege, der mal 3 Wochen weg ist und dann in die Schweiz fährt, hat dann 5000 - 7000 Euro Netto in dem Monat. Ist das realistisch?

Ist das Gehalt bei beiden Schulungen als Triebfahrzeugführer zwischen 38.000 u. 45.000 EUR?

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Der Unterschied ist, daß mein Arbeitsamt/Jobcenter bei dieser Schnell-Ausbildung zum Triebfahrzeugführer behauptet dies währe kein Ausbildungsberuf, Zitat "Es gibt keinen Ausbildungsberuf, der sich Triebfahrzeugführer nennt. Der Ausbildungsberuf, der den Triebfahrzeugführer beinhaltet heißt „Eisenbahner im Betriebsdienst“ und beinhaltet noch zahlreiche andere Ausbildungsinhalte. Der Triebfahrzeugführer ist demnach keine Umschulung, sondern eine reine berufsbezogene Weiterbildung. D.h. Sie erwerben durch die Qualifizierung keinen neuen Berufsabschluss."

Das alles mit dem Hintergrund, daß das Jobcenter daraufhin die Weiterbildungsprämie verweigert (Zitat: "Grund hierfür ist, dass es sich beim Triebfahrzeugführer nicht um einen Ausbildungsberuf handelt, für den nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften eine Ausbildungsdauer von mindestens 2 Jahren festgelegt ist." ), in Summe wollen sie so die 2500 Euro sparen, obwohl man natürlich den gleichen Prüfungsvorschriften unterliegt und sogar die beim EiB vorgeschriebene Zwischenprüfung absolvieren soll, - das alles natürlich erfährt man nachdem alles unterschrieben ist, ich werde klagen bzw. entsprechend unmotiviert sein, ich fühle mich schon jetzt betrogen und vorgeführt - wie immer vom Jobcenter, warum hab ich nur diesmal etwas anderes erwartet.

Hallo, soviel ich gelesen und gehört habe gibt es bei der DB inzwischen eine 90 Tage Ausbildung zum TF (Triebfahrzeugführer).

Ne, 90 Tage reicht nicht ganz um Lokführer zu werden. Die kürzeste Ausbildung dürften 8 Monate sein und das geht vermutlich auch schon mit Biegen und Brechen zu.

Fahrdienstleiter kann man aber innerhalb von 90 Tagen werden.

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Lokführer ist eine Berufsbezeichnung, Eisenbahner im Betriebsdienst Fachrichtung Lokführer und Transport eine Bezeichnung für einen Ausbildungsberuf.

Ich vermute, dass der "Lokführer und Eisenbahner im Betriebsdienst" bedeutet, dass man im Rangierdienst eingesetzt wird und Züge zusammenstellt. Dann wird der "Lokführer und Transport" bedeutet, dass man als Triebfahrzeugführer im Güterverkehr eingesetzt wird.

Ich vermute mal.

Leider nicht ganz richtig. Eisenbahner im Betriebsdienst ist eine umfangreiche, dreijährige Ausbildung. Man ist hinterher genauso Triebfahrzeugführer wie nach der 8-12 Monate dauernden Funktionsausbildung zum Triebfahrzeugführer.

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@DarkEmoLove

Danke für den Hinweis!

Wo liegt dann der Unterschied? Bei kürzerer Ausbildung wird man wohl kaum das gleiche machen dürfen wie der mit der langen Ausbildung... sonst würde ja jeder die kurzd Variante nehmen...

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@ichbinich2000, UserMod Light

Bei der Funktionsausbildung braucht man eine abgeschlossene Berufsausbildung, die Ausbildung zum EiB ist eine richtige Ausbildung ung beinhaltet einen Handelskammerabschluss. Machen darf man hinterher aber 100%ig das Selbe.

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