Unterschied Motorschloss / Türdrückesteuerung?

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2 Antworten

Ich versuche es kürzer als oben...

Ein Motorschloss hat wie der Name schon sagt einen Motor, der den Riegel auffährt. Also wird bei einem Kontakt (Sprechanlage, Kartenleser, etc.) der Riegel motorisch aufgefahren und die Tür lässt sich öffnen.

Ein drückergesteuertes Schloss hat ebenfalls einen elektrischen Kontakt, jedoch wird die "Arbeit" des Auffahrens des Riegels durch das Herunterdrücken des Drücker (Türklinke) geleistet.

Versicherungstechnisch sind beide Varianten gleichwertig, wenn beim Drückegesteuerten Schloss ein selbstverriegelndes Schloss verwendet wird.

Es ist einfach eine Sache des Einsatzes. Nicht jeder möchte einen Drücker Aussen haben, sondern einen Knopf oder Stossgriff. Hier ist dann nur ein Motorschloss (oder auch ein Mediator oder ein Motorzylinder) möglich.


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Türdrückersteuerung: geht für aufgeschlossene Türen bei denen nur der Schnapper/Schlossfalle durch ein elektrisches Signal (Summen) freigegeben wird. Dabei geht es um die Schrägfalle die automatisch zuschnappt wenn die Haustür zugedrückt wird. Wurde die Tür aber aktiv mit dem Schlüssel zugeschlossen verriegelt (also der viereckige Schieber im Schloss der meist 2-stufig in die Zarge geschoben wird), läßt sich die Tür nicht mit einem "Summer" öffnen, denn dieser kann den Riegel nicht bewegen. Hierfür braucht es ein Motorschloss. Dieses sitzt nicht, wie der Summer in der Zarge sondern logischerweise in der Tür. Es benötigt eine Stromzufuhr und sobald per Funk, Fingerprint oder wie auch immer das Signal kommt, fährt es alle Sperren auf. Das können auch mehrere Riegel in einer Tür sein. Ein Summer ist daher typisch für Haustüren von Mehrfamilienhäusern. Es läßt Unbefugte nicht ins Haus, Einbruchsicher ist es aber nicht. In Mehrfamilienhäusern beginnt der Sicherheitsbereich, also der erhöhte Einbruchsschutz an den Wohnungstüren. Ein Motorschloss macht wenig Sinn, denn die Anonymität in Mehrfamilienhäusern sorgt immer für eine unsichere Gemeinschaftszone. Jeder läßt letztlich Jeden hinein: Briefträger, Posteinwerfer, Freunde etc. Auch der Hinweis, daß ab 22.00 Uhr die Türen verschlossen zu halten sind hilft meist nicht. Irgendwer läßt sie immer auf. Es wäre allerdings leichter sie immer wieder mal eben zu verriegeln. In Einfamilienhäusern macht ein Summer wenig Sinn. Nur wenn man z.B. im Dachboden ist und genau weiß, wer da unten ist. Normalerweise würde man aber immer genau schauen wen man da gerade einläßt. Ein Motorschloß im EFH- Bereich ist durchaus sinnvoll da es von außen betätigt werden kann über Fernbedienung, Chip oder Fingerprint. Versicherungstechnisch sollte es egal sein. Man kann bei beiden kaum ohne Einbruchspuren eindringen. Aber ich würde mein Haus nie unverriegelt alleine lassen.

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Kommentar von AnnaKie70
07.03.2017, 11:04

Sorry, Korrektur. Versichert ist nur eine verriegelte Tür. Also immer abschließen...

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