Unterschied Gleichstrom und wechselstrom?

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5 Antworten

Du kannst es dir analog zum Wasser vorstellen: Du hast zwei Gefäße, die mit einem Schlauch verbunden sind. Das Wasser fließt vom höheren Gefäß ins niedrigere.

Gleichstrom: Das eine Gefäß ist oben, das andere unten und das bleibt so. Dann fließt das Wasser ständig in eine Richtung.

Wechselstrom: Du hebst mal das eine und mal das andere Gefäß hoch. Dann fließt das Wasser hin und her.

Schöner Vergleich!

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Dann nimmst dir noch 4 Ventile (Dioden) und baust nen Wasserstromgleichrichter... ;)

P.S.: Für den Kondensator fällt mir jetzt allerdings leider kein Hydrotechnisches Bauteil ein...

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Da ich hier nur Blödsinn oder nicht eindeutige Erklärungen sehe schreibe ich dir mal ne Antwort:

Bei Gleichstrom hast du, wie du schon richtig bemerkt hast, einen Strom, der immer in die gleiche Richtung fließt. Und zwar von Minus nach Plus. Wenn du eine Batterie oder einen ähnlichen Energiespeicher hast, befinden sich am Minus-Pol viel zu viele und am Plus-Pol viel zu wenige Elektronen. Verbindet man die beiden Pole gleichen sich die Ladungen aus.

Beim Wechselstrom ist das schon was ganz anderes. Hier wird die Richtung des Stromes in einer bestimmten Frequenz geändert. Mal werden die Elektronen aus dem einen Anschluss raus geschoben und in den anderen rein und dann wieder anders herum.

Bei unserem Stromnetz im Haushalt und in allen Gebäuden ist das aber nochmal ein bisschen anders. Dort haben wir Drehstrom. Also Dreiphasen-Wechselspannung. Das besondere daran ist, dass wir drei Außenleiter mit jeweils verschobenen Phasen haben. Während aus dem ersten Außenleiter der Strom raus geschoben wird, ziehen die beiden anderen ihn wieder rein. und das abwechselnd. Aber wofür ist denn dann der blaue Neutralleiter da? Das ist der sogenannte Sternpunkt. Du hast im Haus in der Steckdose ja immer nur eine der drei Außenleiter und diesen Neutralleiter. Der Neutralleiter ist geerdet. Deshalb gibt es auch keine Spannung zwischen Neutralleiter und der Erde und man kann an ihm keinen Stromschlag bekommen.

Alle drei Außenleiter wurden durch die angeschlossenen Geräte und den Neutralleiter wieder verbunden und der Strom kann fließen. Und weil der Sternpunkt des Hauses und der Sternpunkt des Stromgenerators durch die Erde und den verlegten Neutralleiter in der Zuleitung verbunden sind, Kann auch ein Stromkreis geschlossen werden, wenn du nur eine einzige der drei Außenleiter verwendest. Jedoch sind in einem Haushalt die drei Außenleiter einigermaßen symmetrisch aufgeteilt. Dadurch wird der Neuralleiter weniger belastet. Bei einer absolut exakt symmetrischen Hausinstallation fließt über den Neutralleiter im Hausanschlusskasten kein Strom. Allerdings geht das fast nicht, daher fließt da immer ein wenig drüber.

Wie kommst Du auf "Plus- und Minuspol bei Wechselspannung"? Das ergibt doch keinen Sinn ohne festgelegte Stromrichtung!

Die Unterscheidung von "Phase" und "Null", worauf hier einige User verweisen, hat auch nichts mit der Stromrichtung zu tun, sondern mit der technischen Gestaltung unseres öffentlichen Stromversorgungsnetzes (Da ist ein Leiter geerdet.). Und da arbeitet man mit Wechselstrom.

Im Grunde ist die Bezeichnung "Wechselstrom" etwas irreführend...

Die Elektronen bewegen sich nämlich IMMER vom "-" zum "+"Pol. Wechselstrom entsteht letztlich dadurch, dass die Polarität der Spannung (periodisch) wechselt - die Elektronen sind dadurch quasi ständig hin- und hergerissen...

Bei Gleichstrom gibt + und -

Bei, Wechselstrom phase und erde und Schutz

Bei Kraftstrom 3x Phase = R S T und den Schutz  und Erde.

Wenn bei einem Wechselstrommotor falschherum läuft 2 Phase wechseln.

Mit Gruß

Bley 1914

Wow, professionell und einleuchtend erklärt...

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