Unser Kater wurde überfahren, ich weine schrecklich und vermisse ihn (Islam, Paradies)?

4 Antworten

Hallo FederKnoppi,

mein herzliches Beileid, es tut mir sehr leid um euch beide, den Kater und dich.

Rede gern mit Leuten über deine Trauer. So kannst du den Verlust besser verarbeiten. Man nennt das "sinnvolle Trauerarbeit". Ansonsten kann ich dir zum Trost nur sagen, dass die Trauer mit der Zeit kontinuierlich weniger werden wird. Die Trauerzeit auf Menschen bezogen dauert zwischen einem und zwei Jahren, sagt man.

Als Atheist sage ich leider, dass es das Paradies nicht gibt. Und die "Experten Islam" sagen leider, dass man die Tiere nicht wieder trifft, falls es also ein Paradies gibt. Dies ist also alles wenig tröstlich.

Für dich und den Kater wünsche ich allerdings, dass ihr euch wieder seht. Aber glauben kann ich daran leider nicht, und deshalb kann ich nur auf die Absätze oben verweisen.

Alles Gute! Irgendwann hast du vielleicht doch wieder Lust auf eine neue Katze. Dein Kater wird nichts dagegen haben.

Das tut mir leid. Ich habe selbst schon treue und gute Tiere verloren. Das tut weh und man bleibt zuerst fassungslos, leer und schliesslich unendlich traurig zurück. Ich muss sagen, ich bin kein muslim, aber ich glaube nicht, dass er einfach weg ist, inexistent. Ich habe fest die Hoffnung, dass die bereits vorangegangenen, menschlichen Freunde irgendwo noch sind und sich nun um meine Tiere kümmern, bis ich ihnen eines Tages folge.

Alles Lob gebührt Allâh, dem Herrn aller Welten, und möge Allâh Seinen Gesandten, dessen Familie und Gefährten in Ehren halten und ihnen Wohlergehen schenken.

Und nun zur Frage:

Es ist bekannt, dass Tiere nicht dazu aufgefordert werden, Gebote auszuführen oder Verbote einzuhalten. Vielmehr wurden sie erschaffen, damit der Mensch an ihnen Nutzen hat. Allâh sagt: „Er ist es, Der für euch alles, was auf der Erde ist, erschuf und Sich hierauf dem Himmel zuwandte und ihn dann zu sieben Himmeln formte. Er weiß über alles Bescheid.“ (Sûra 2:29)

Allâh sagt auch: „Sehen sie denn nicht, dass Wir ihnen unter dem, was Unsere Hände gemacht haben, Vieh erschaffen haben, über das sie verfügen? Und Wir haben es ihnen fügsam gemacht, so dass sie davon Reittiere haben und davon essen (können). Und sie haben an ihm (allerlei) Nutzen und (etwas) zu trinken. Wollen sie denn nicht dankbar sein?“ (Sûra 36:71-73)

Da Allâh aber gerecht ist, wird Er es Tieren, die keine Hörner hatten, ermöglichen, sich an anderen Tieren zu rächen, die sich mit Hilfe ihrer Hörner an ihnen vergangen haben. Nachdem die Gerechtigkeit hergestellt ist, wird Allâh zu den Tieren sagen: „Werdet zu Staub.“ Auch der Nicht-Muslim wird dann sagen: „Wehe mir! Wäre ich doch nur Staub!“, so wie dies in authentischen Überlieferungen bestätigt wurde.

Ferner ist das Beten für ein bereits totes Tier eine religiöse Neuerung, da es hierfür weder im Buch Allâhs noch in der Sunna des Propheten möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken einen Beleg gibt. Auch die Gefährten möge Allah mit ihnen zufrieden sein haben so etwas nie getan. Der Prophet möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Wer auch immer etwas in unserer Angelegenheit (d. h. unserer Religion) einführt, was nicht damit übereinstimmt, ist abzulehnen.“ (Al-Buchârî und Muslim)

Wa Allahu alem

https://www.islamweb.net/de/fatwa/123536/Tiere-im-Jenseits

Und Allâh weiß es am besten.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Praktizierender Muslim

Dass Wildtiere in irgendeinem Dschungel dem Menschen zum Nutzen sind, ist mir neu. Der Artenschutz ist ein rein ethisches Projekt. Viele Katzen in kärgeren Gegenden schlagen sich allein durch und sind von keinem Menschen abhängig. Katzen haben übrigens einen eigenen Kopf: Einige wechseln den Besitzer. Der Kater des Fragestellers hatte sich aus eigenen Stücken dafür entschieden dem Fragesteller treu zu bleiben. Es war also so etwas wie Liebe in dem Kater, und er hat diese mit einer eigenen Persönlichkeit gehabt.

Dass vor 1400 Jahren Tiere nur als Sachen zum Nutzen des Menschen gehandelt wurden, war den kargen Verhältnissen in der arabischen Steppe geschuldet. Heute in der ZIVILISATION hat sich das menschliche Denken um eine Ethik erweitert. Der Islam ist allerdings nicht in der Lage, diese anzunehmen, da er sich als unreformierbar erklärt hat.

Das ist schade, und da können wir Allah und den Propheten noch dreimal so hoch loben. Es bleibt schade.

2

Übertreib es halt, es ist ne Katze. Was ist erst los wenn die Oma stirbt?

In 1 - 2 Jahren hast du das eh vergessen.

Zudem ist hier nicht die Seelsorge.

Ich mag Deine empathische Seite.

3
@kaffeemahler

Empathie =/= Mitleid.

Man kann sehr wohl die Trauer des Fragestellers verstehen, hingegen muss man nicht mitfühlen oder gar mitleiden.

1
@PlacidCyanide

Empathie hat mit Mitleid nichts zu tun. Gar nichts. Mit Mitgefühl hingegen schon.

Ja, MAN muss nicht mitfühlen, aber man muss auch nicht grobschlächtig über die Gefühle anderer wegbügeln.

1
@PlacidCyanide

Ja, man kann auch ne Bank ausrauben. Das liegt alles in unserer Entscheidung.

Ich mag Deine empathische Seite.

Diese Entscheidungsfreiheit habe ich nichtmal im Ansatz einzuengen versucht. Ich habe lediglich die Entscheidung "pro Empathielosigkeit" thematisiert, noch nichtmal kritisiert. Was also willst Du von mir?

1

Was möchtest Du wissen?