Unfall auf dem Schulhof?

9 Antworten

Wieso willst Du auf ein kleines Kind losgehen und nicht auf seine Eltern?

Dein Kind geht noch nicht mal ein Jahr zur Schule. Das andere Kind ebenfalls. 

Weißt Du, wie seine Eltern es bis dahin erzogen haben? Kannst Du sehr wahrscheinlich nicht wissen. 

Hattet Ihr schon Elternabend? Waren da seine Eltern anwesend? 

Was die aufsichtführende Lehrkraft angeht: 

Tatsächlich schmerzt oft ein Armbruch weniger als eine Stauchung / Prellung oder der Schreck. Und Röntgenaugen haben Lehrkräfte noch nicht. 

So eine aufsichtführende Lehrkraft hat massenweise tobende Kinder zu beaufsichtigen und braucht selbst gerade mal eine Pause. Hast Du an diese Tatsache mal gedacht?

Ja. Du bist verärgert und zwar zu Recht. Das ist unbestritten und kann ich sehr gut nachvollziehen. 

ABER

Dein Kind wird wahrscheinlich noch 10 Jahre zur Schule gehen. Wie soll die Schule aussehen, in welche Dein Kind weiter gehen soll?

Es mag Dich verwundern, dass ich diese Frage hier stelle. Tatsächlich aber sind heute an sehr vielen Schulen die Lehrkräfte überlastet. 

Sie sollen den Kindern jene Erziehung vermitteln, die die Mehrheit der Eltern heute verweigert. 

Sie sollen also den Kindern ein Minimum an Aufmerksamkeit vermitteln, damit den Kindern der vorgegebene Lehrstoff vermittelt werden kann. Bestenfalls so, dass die Kinder gerne zur Schule gehen. 

Oft sind sie dann noch mit Elternhäusern konfrontiert, wo die Kinder ab dem ersten Schultag zuhause kein Essen mehr erhalten. Ja. Gar kein Essen mehr. 

Und dann treffen schon lange viele verschiedene Kulturen mit vielen verschiedenen Ansprüchen in Schule zusammen. 

Vielleicht magst Du erst mal das Wochenende nutzen und Dich ausführlich mit dem Thema "Schulpreis" online beschäftigen. Da gibt es zahlreiche Projekte, die auch an der Schule Deiner Tochter durchführbar sind Und die eben solche Vorkommnisse erst gar nicht vorkommen lassen. 

Allerdings finde ich es ein wenig bemerkenswert, dass sie den Arm gebrochen hat. Denn in der Regel ist ein so junger Knochen noch sehr geschmeidig und biegsam. Ein Armbruch in dem Alter gehört also eher zu den Ausnahmen als zu den denkbaren Regeln. 

Fühle Dich bitte eingeladen, gemeinsam mit dem Lehrkörper nach einer Lösung zu suchen. 

Und akzeptiere bitte, dass ein Kind in dem Alter noch ncit schuldfähig sein kann. Dazu hat es noch nicht ausreichend Reife. 

Das hast du wirklich ganz falsch vertanden.. Ich gehe auf GARKEINE FALL auf ein Kind los. Das Kind ist in der 3. Klasse und hat meine Tochter böswillig runtergeschubst. Ich will ihn nur finden und mich kurz mit ihm GANZ RUHIG unterhalten und ihm klar machen, dass sowas echt schmerzen kann. Ich denke die Eltern lasse ich auch erstmal aus dem Spiel da die Eltern dem Kind nur noch mehr Angst machen würden. Ich habe über die unteren Kommentare sehr viel nachgedacht und möchte mit dem Kind nur reden, denn ein kleines ,,Entschuldigung" hat meine Tochter auf jedenfall zu hören. Mehr will ich auch nicht. Wenn ich das Kind selber auf dem Schulhof sehe dann werde ich nichtmals die schulleitung mit einmischen. Nur wenn ich das Kind nicht finde werde ich nach ihm fragen.. Vorallem meinte eine ältere Freundin meiner Tochter die würde den jungen vom Aussehen her kennen und er wäre ein absolutes Problemkind der schule, welches einfach jedes Kind aus Laune schubst und tritt.. sowas ist ja auch nicht angemessen. Also ein kleines Gespräch finde ich wirklich ist nötig aber ins große ziehen werde ich den Fall nicht ziehen. Ist ja auch nur ein Kind höchstens 10 Jahre alt aber Kindern muss man halt bisschen über sowas aufklären und beibringen, dass man sowas nicht machen soll..

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@anonymouus1

Jo. Dann habe ich es falsch verstanden. 

Vielleicht magst Du auf jeden Fall über meinen Vorschlag nachdenken und Dich näher mit dem Thema "Schulpreis" beschäftigen. Denn heute gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Schule massiv positiv zu verändern in Zusammenarbeit zwischen Lehrkörper, Elternbeirat und, wenn schon vorhanden, Schüler-Mitverwaltung. Die Möglichkeiten brauchen nur genutzt werden. Schon können wirklich alle Beteiligten davon profitieren. 

Und ja: Ein freundliches aber ernsthaftes Gespräch wird dem Jungen sicher nicht schaden. Eher im Gegenteil in solchem Fall. 

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Davon ist ja nicht nur meine Tochter betroffen sondern auch noch paar andere aus der schule die im Laufe der Schulbahn von ihm verletzt wurden. Wenn jede Mutter jetzt schweigen würde und weder mit dem Kind noch mit jemand anderem nicht reden würde.. Dann ist ja eig relativ klar, dass das Kind so weiter macht. Davon sind dann doch noch mehr Kinder betroffen am Ende? Also lieber einmal reden und erklären, dass sich sowas nicht gehört als das Kind so zu ignorieren. Dann denkt es ja immer, dass sowas nicht schlimm ist undso..

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>Sie sollen den Kindern jene Erziehung vermitteln, die die Mehrheit der Eltern heute verweigert. <

 

wenn dem so ist -und da stimme ich dir zu- so ist es hoch an der zeit dass sich die SCHULE den wünschen und vorstellungen der ELTERN anpasst und nicht andersrum!!!

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@kleinkirmit

Dann verlassen noch bedeutend mehr Analphabeten und Ausbildungsunreife die Schule. Dessen sei versichert. Denn dass diese Annahme berechtigt ist weisen zahlreiche Fakten nach. 

Zudem:

Wenn Eltern die Situation an den Schulen nicht passt, dann ist doch wohl der erste Ansprechpartner das verantwortliche Gremium. Und das ist nun mal Politik. Und nicht Schule. Schule ist nur ausführend. 

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@teafferman

die fakten weisen nach dass -abgesehen von der grundschule wo schreiben und rechnen gelehrt wird- die 'ausbildung' für A&F ist!

 

wie erklärst du sonst dass der deutschen wirtschaft jährlich 12 milliarden € verloren gehen durch aufträge die nicht angenommen warden können da 11.000 stellen mangels qualifizierter kräfte nicht besetzt werden können?

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Das denke ich auch. Es wird dem Jungen auf garkeinen Fall schaden. Über das Thema "Schulpreis" werde ich mich aufjedenfall informieren. Danke für deine Antwort :)

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@anonymouus1

Ach komme, anonymouus, 

Die deutsche Wirtschaft mahnt seit über 30 Jahren deutsche Eltern öffentlich ab, ihren grundgesetzlichen Pflichten ihren freiwillig gezeugten Kindern gegenüber nachzukommen und wird diesbezüglich nicht gehört. 

Die deutsche Wirtschaft verweigert über den gleichen Zeitraum für angemessen viel Nachwuchs zu sorgen. Hier kann der Nachweis erbracht werden, dass sie sich auch bei guter sozialer Kompetenz und hoher Ausbildungsreife - beides ihre Haupt-Anklagepunkte - weigert, auszubilden. 

Im vorliegenden Fall ist es ja wohl offensichtlich, dass bei dem Jungen massives Elternversagen zugrunde liegen muss. Denn wenn er schon für sein Verhalten bekannt ist, dann hat Schule sicherlich schon versucht die Eltern an ihre Pflichten zu erinnern. Und zwar vergeblich. 

Auch keine Neuigkeit in diesem Staat. 

In solchen Fällen greifen dann die von mir vorgeschlagenen Schulprojekte. 

Und davon ab:

Ich kenne noch viel mehr Verantwortungsverweigerungsausreden, als Du hier abgebildet hast. Verantwortungsverweigerung gegenüber den Interessen des eigenen Staates als tatsächlicher Souverän dieses Staates. 

Lass es einfach. Es geht hier nicht darum, Verantwortung auf irgendwelche daher gelaufenen Titelträgerchen abzuschieben. 

Es geht hier um einen miserabel erzogenen Jungen, der einer Erstklässlerin körperlichen Schaden dank Elternverweigerung zugefügt hat und um eine mögliche Lösung. 

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Das ist blöd gelaufen. Die Lehrerin konnte nicht wissen, wie schwer deine Tochter sich verletzt hat. Sie können niemals den ganzen Pausenhof überblicken, das ist unmöglich.

Sie können einfach nur auf Vorfälle reagieren und alles was sie gemacht hat, war in Ordnung. Sie hat Erste Hilfe geleistet und gekühlt und schließlich dich auch angerufen. Das ist alles korrekt.

Blöd gelaufen ist nur, dass sie deine Tochter mit gebrochenem Arm zu dem Jungen geschickt ha, dass sie ihm sagen soll, dass er das sicht mehr tun soll. Aber ankreiden kann man ihr das nicht, weil sie zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, dass dein Kind sich schwerer verletzt hatte.

Natürlich würde ich an deiner Stelle auch zum Schulleiter gehen und mich beschweren. Schon allein, um den Namen des Jungen herauszufinden und damit er ein Gespräch von Seite des Lehrers bekommt und um mich mit dessen Eltern in Verbindung zu setzen.

Ne, ne.. Die Aufsicht hat keine Hilfe geleistet.. Sie hat meine Tochter weggeschickt und sie hat die ganze Pause durchgeweint.. Erst als sie in die Klassen mussten hat die Klassenlehrerin bemerkt dass sie schmerzen hat gekühlt und mich danach angerufen. Also die Aufsicht hat sozusagen nur gesagt geh zu dem Jungen und sag, dass er das nicht machen soll. Mehr nicht. naja gut sie konnte es ja nicht wissen aber trotzdem kühlen? Also kühlen hätte sie auch machen können. Meine Tochter hat ja sozusagen 20min darauf gewartet einem anderen Lehrer zu begegnen um die Schmerzen zu kühlen..

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@anonymouus1

Okay, das habe ich falsch verstanden. Dann würde ich sofort zum Rektor gehen und mich beschweren, dass von der Pausenaufsicht keine Erste Hilfe geleistet wurde (kannst du sogar bei der Polizei anzeigen), dass deine Tochter viel zu lange ihre Schmerzen aushalten musste, dass sie überhaupt nicht Ernst genommen wurde....

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Ok danke für die Antwort

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Ich sag jetzt mal das was wir (leider erst ein Jahr danach durch Zufall) erfuhren:

Kümmer dich darum das ein entsprechender Unfallbericht von der Schule erstellt wurde. Das es eben in den Akten dort vermerkt wurde was passierte, wie, wann, warum und das Ergebnis.

Gut, zwei ausgeschlagene Milchzähne kann man nicht mit einem gebrochenen Arm vergleichen. Aber sicher ist sicher.

Denn, falls später was gemacht werden muss bleibt man nicht auf den kompletten Behandlungskosten alleine sitzen

Das habe ich nicht verstanden.. Was soll ihr denn passieren. Sie hat nur den arm gebrochen bzw. wenn man genauer drauf eingeht 2 Knöchel im Handgelenk gebrochen. MUSS es unbedingt zum Schulleiter. Ich denke nicht, oder? Naja die Zähne sind ja jetzt nicht so vergleichbar..

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@anonymouus1

Der Kinderzahnarzt hat uns erklärt: Wenn sich im Nachhinein Komplikationen ergeben, irgendwann später mal, und das gerichtet werden muss, dann sollte der Unfall der Schule bereits bekannt sein, in den Akten stehen. Das ist eine reine Formalität für den Versicherungsschutz. Das ist das Gleiche wie wenn man als Arbeitnehmer einen Unfall auf der Arbeit hatte (auf der Treppe ausgerutscht, Finger verstaucht, am Herd verbrannt, etc). Egal wie banal eine Verletzung auch erscheinen mag.

Stimmt, vergleichen kann man es nicht. Mir wär ein gebrochener Arm oder Finger lieber gewesen.

Ich wünsche euch jedenfalls alles Gute :)

Und noch etwas: Wen zieht man da zur Verantwortung? Gute Frage... Selbst wenn 20 Leute gleichzeitig Schulhofaufsicht gehabt hätten und 4 davon um die Schaukel herum gestanden hätten - es besteht dennoch immer ein Restrisiko das man nicht einkalkulieren und dem man nicht vorbeugen kann.

Das mit der Fehldiagnose a la "einfach nur kühlen" seitens der Aufsicht war zwar so eine Sache für sich... aber er/sie ist kein Arzt und muss nicht zwangsläufig die Symptome für einen Bruch erkennen. Allerdings finde ich die anschließende Aktionskette echt mies. Auch ich hätte darauf gehofft umgehend telefonisch informiert zu werden, so das man als Elternteil das Kind umgehend abholen kann... oder das Kind nötigenfalls mit Taxi heimgebracht wird.

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Achso... Danke für die Antwort :)

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