Unerfahrener Physiotherapeut, wechseln oder eine Chance geben?

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6 Antworten

Zunächst mal finde ich es völlig in Ordnung, dass er dich nochmal aufklärt darüber, wie wichtig ein konsequentes Übungsprogramm ist, denn viele Patienten ordnen einem konsequenten HÜP einen falschen bzw. untergeordneten Stellenwert zu, vernachlässigen das HÜP und wundern sich dann, warum keine Besserung erreicht werden kann.

Zum Alter des Therapeuten:

Man sollte durchaus jungen Kollegen die Chance geben, sich zu beweisen, denn sie geben sich in aller Regel sehr viel mehr Mühe als manch erfahrener Kollege. Zudem sind sie in ihrem Behandlungsmuster weniger festgefahren.

Sollte trotz allem nach 2-3 Behandlungen keine Tendenz zur Heilung erkennbar sein, ist es völlig in Ordnung, den Therapeuten zu wechseln sofern der Terminplan freie Kapazitäten zulässt. Bitte sag dies aber auch dem Kollegen direkt, dass du gern mal jemanden anderen ausprobieren würdest. Ehrlichkeit bewährt sich immer und er wird deswegen nicht sauer sein.

Wichtig ist aber auch, dass man sich auf die Therapie einlässt und dazu bedarf es des nötigen Vertrauens. Sollte dies von Anfang an nicht gegeben sein, macht in vielen Fällen die Therapie auch wenig Sinn.

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Kommentar von Anni478
20.07.2016, 22:59

Mir fällt gerade noch was ein.

Was man niemals sagen sollte, wenn man danach nicht gefragt wird ist:

"Ihr Kollege hat das aber so und so gemacht....."

Die Physiotherapie bietet eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten und jeder Therapeut arbeitet nach seinem ganz eigenen Konzept, d.h. man wird kaum zwei Therapeuten finden, deren Behandlungen identisch sind.

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Kommentar von frechi
02.08.2016, 22:47

Ich hab ihn nun doch mal machen lassen und muss sagen so langsam trau ich ihm doch ein bisschen was zu ;-). Das mit dem HÜP nervt mich persönlich einfach da ich das nach knapp 4 jahren Dauerbehandlung selber weiss und ich manchmal das Gefühl habe das es halt auch gerne mal vorgeschoben werden würde um nen op-vermeidungsstrohhalm zu haben. Tendenz zur Heilung erwartet da keiner mehr es geht eher darum den Zustand zu halten und ganz vielleicht minimal zu verbessern. Den Papierkrieg bewältigt er nun auch etwas routinierter. Was mich aber doch sehr verwunderte: Das er bei einer übung erschrak weil ich den einen Fuß einfach nicht richtig heben kann (hatte ich gesagt und steht auch auf dem Rezept). einlassen tu ich mich inzwschen auf alles und Lust irgendwem zu sagen wie er seinen Job zu machen hat habe ich sowieso nicht, er kam nur so dermaßen Hilflos und eher Planlos rüber und irgendwann bin ich es leid zum 1000x Mal als "Versuchskaninchen" herzuhalten. Aber Massieren kann er wirklich. Dabei könnte ich fast einschlafen da er es so sanft macht das es kaum weh tut. Ne wirkliche Lösung ist das aber auch nicht und ich denke das weiß er im Prinzip mindestens genauso gut wie ich... 

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Also bitte was ist daran verkehrt ,wenn dir der Therapeut sagt du sollst deine Übungen machen?! Kann er hellsehen und wissen,dass du es eh schon tust ?! ..Es ist nun mal so,dass Patienten,die fleißig sind und ihre Übungen  machen bessere Erfolge erzielen. Da hat er mit seiner Aufklärung alles richtig gemacht. Nur weil du vorher schlechte Erfahrungen gemacht hast,brauchst du nicht mit Vorurteilen an seine Therapie herangehen. Ich rate dir den Therapeuten gleich zu wechseln,denn er tut mir nämlich Leid sich mit so einer Patientin wie dir rumplagen zu müssen. Wenn du ihm nicht vertraust such dir einen "erfahrenen" Therapeuten!

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Hallo Frechi, natürlich müssen junge Physios erst Erfahrungen sammeln. Aber die Ausbildung ist recht anspruchsvoll und umfassend. Es kann aber immer mal passieren, dass das Patienten-Therapeuten-Verhältnis nicht passt und kein Vertrauen aufgebaut werden kann. Dann ist es doch nur fair, logisch und legitim zu wechseln. Wir lernen mit sowas umzugehen, da braucht sich kein Patient zu rechtfertigen. Mindestens 30 Prozent desHeilungserfolges bewirkt das Vertrauen des Patienten in den Therapeuten. Also wechseln. Alles Gute!

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Gib ihm ne Chance. Physios die gerade aus der Ausbildung kommen haben vielleicht noch nicht die große Erfahrung aber sie sind auch noch nicht festgefahren auf immer die gleiche Behandlung, wie es häufiger bei erfahrenen Therapeuten ist. Wenn es nicht funktioniert, einfach mit ihm sprechen und gemeinsam an dem Problem arbeiten. So sollte es sowieso sein. Bin selbst schon länger Physiotherapeut und meine jungen Kollegen/innen haben meist recht gute Ideen und Behandlungsmöglichkeiten. Gute Besserung

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Heute scheint es als cool zu gelten Menschen die für ihren Job studiert haben die Qualifikation abzuerkennen. Meist von Menschen die über diese Fachgebiete absolut kein Wissensgerüst verfügen.

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Kommentar von frechi
20.07.2016, 20:01

danke das du meine Frage so kompetent beantwortet hast. Es stimmt das ich in dem Bereich nicht so bewandert bin, wie ein Therapeut der eine wirklich anspruchsvolle Ausbildung gemacht hat, aber man macht nunmal seine erfahrungen wenn man schon mehrere Jahre mit einem Problem zu tun hat.Auch durch meinen Sport sind Anatomie und das ausgleichen körperlicher Defizite so wie Muskeltraining allgegenwärtig.

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Kommentar von frechi
20.07.2016, 22:04

jap aber es ist nicht psychisch bedingt sondern eine Unfallfolge die man klar auf ein Ereignis zurückführen kann und seit dort Probleme macht ;-).

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Na klar, geb den unerfahrenen bloß keine Chance! Die haben keine Ahnung, was die da machen!

Wenn du willst, dass die erfahrenen irgendwann nicht mehr da sind und es keinen wirklichen Nachschub mehr gibt, dann solltest du wechseln. Jetzt. Sofort. Keine Zeit zu verlieren!

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Kommentar von extrapilot351
20.07.2016, 20:06

Wer entscheidet denn ob er Unerfahren ist oder nicht? Bestimmt niemand hier bei gf. Denn hier sind die wohl einfachsten "Lebensberater".

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