undercover Agent

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4 Antworten

Wenn er einen Mord ausübt, hat er einen Mord begangen. Ein Gericht wird dann entscheiden ob es Notwehr war.

Wenn er nachweisen kann, dass er den Mord nur begangen hat, weil er sonst selbst getötet worden würde, dann kann er unter Umständen freigesprochen werden.

War es aber nur ein Aufnahmeritual und wäre er sonst lediglich abgelehnt worden, gibt es keine Rechtfertigung für den Mord.

naja, so ungefähr hab ich mir das auch gedacht.

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Zum einen ist das nur in Filmen so, zum anderen darf im Gegensatz zu den U.S.A. in Deutschland ein verdeckter Ermittler ( V-Person ) keine Straftaten begehen. Ein Polizeibeamter ist genauso an das Recht gebunden wie jeder anderen Mensch auch.
Wenn es besonders langwierige Ermittlungen sind, sind Delikte wie Sachbeschädigung oder kleinere Diebstähle, die dann vom Staat gedeckt werden (also die Kosten übernommen werden), nach Absprache mit der Verbindungsperson unter bestimmten Vorraussetzungen gerechtfertigt.
Ein Mord wird aber durch keine Ermittlung und sei sie noch so kompliziert gerechtfertigt. Bevor es dazu kommen sollte würde die Überwachung / Einschleusung abgebrochen werden (als letzte Möglichkeit) wenn es keinen Ausweg gäbe. Ein verdeckter Ermittler würde demnach genauso wegen Mordes belangt werden wie jeder andere Mörder auch.

V-Person ist kein verdeckter Ermittler, so wie ich das weiss, Die Situation,die ich meine, ist folgende: der Agent hat keine Ausweichmöglichkeit, es muss sofort eine Entscheidung treffen: entweder er begeht den Mord oder er fliegt auf, womit er aber sein Leben riskiert.

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@Alexej

Doch, doch. V-Personen sind "verdeckte" Personen, die unerkannt in sensiblen Bereichen ermitteln, so z.B. im Bereich organisierte Kriminalität, Rockermilieu, rechtsradikale Gruppen, u.v.m.

Wenn es zu so einer Situation kommen sollte, wird der Ermittler alles erdenkliche tun um die Situation ohne Verluste abzuwenden. Mir ist kein Fall bekannt in denen eine Überwachung dermaßen in die Hosen ging, dass ein Mord begangen wurde.

Was deinen Beispielfall angeht so würde es da noch einen Mittelweg geben. Nur weil jemand sich weigert einen Menschen zu töten bedeutet dies nicht gleich die Enttarnung. Es würde zwar die Rolle der Person erschweren, aber nicht gänzlich zur Aufdeckung führen.
In dem Fall könnte der "Agent" sich herausreden und dann entweder abhauen oder versuchen sich anderweitig das Vertrauen der Zielpersonen zu erschleichen.

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@memphys91

V-Männer sind Personen die bereits in der Szene aktiv sind und (meist gegen Geld) Infos an den Staat liefern. Das wird gerade bei den NSU Prozessen aufgerollt und diese Praxis wird stark kritisiert.

Die Behörden halten dagegen, dass es einfacher und risikoärmer ist, als wenn Polizisten "undercover" eingeschleust werden.

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@memphys91

du verstehst anscheinend nicht, worauf ich hinauf will.

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@Alexej

Du willst wissen ob der "Geheimagent" der in einer Situation aufgefordert wird oder gezwungen werden soll einen Mord zu begehen dies auch tun darf (vom rechtlichen Blick gesehen).

Er darf es nicht. Dazu gäbe es keinerlei Rechtfertigungsgrund. (Notwehr oder Nothilfe ziehen nur wenn ein Angriff auf die Person oder eine andere vorhanden sind, bei einem Mord ist dies nicht der Fall).

Übt also ein Undercover-Agent einen Mord aus wird er dafür auch belangt werden.

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Ich sage dir das soetwas in der Realität nicht passiert. Ich komme aus Frankfurt und man sieht hier öfter mal relativ offensichtliche Kripo V Leute die sich als Junkys verkleidet Drogen kaufen um die Dealer auszuhebeln. Das stellt ja auch eine Straftat dar, allerdings gibt es hier kein Opfer. Das einzige Opfer wäre der Staat, da das Drogengeld nicht versteuert wurde. Jedoch hat der Staat ja den V Mann beauftragt und von daher ist die Sache gegessen. Umbringen werden die aber keinen, das kann ich dir versichern.

Übt der undercover-Agent einen Mord aus, wie wird es dann juristisch gehandhabt?

Er bekommt wahrscheinlich lebenslang...

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