Umtausch nach Internet-Kauf: Zelt erweist sich als nicht geeignet. Was nun?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn das Zelt nicht paßt stellt es tatsächlich einen Mangel dar, den man aber auch ggf. dokumentieren sollte (z.B. durch Fotos, oder zumindest an welcher Wand was und wie von den Maßen abweicht). In diesem Fall kann man Nachbesserung verlangen, was wahrscheinlich dann auf einen Umtausch durch den Händler hinausläuft.

Daher würde ich dazu raten das Vorzelt noch einmal aufzubauen damit der Mangel genau dokumentiert werden kann und damit der Händler sich nicht rausreden kann.

Das 14 tägige Rückgaberecht ist erloschen, daher ist der Händler nicht zur Wandlung verpflichtet.

Allerdings kannst du ggf. nach zwei vergeblichen Nachbesserungen durch den Händler auf Wandlung im Rahmen der Gewährleistung bestehen. Hierbei darf der Händler keine Nutzungs oder Gebrauchsspuren in Rechnung stellen, da der Mangel schon gleich von Anfang an bestand, lediglich wenn ihr das Zelt schon länger (Monate) in Gebrauch gehabt hättet, wäre hier ein Abzug möglich. Auch die Kosten für das Einsenden des Vorzeltes sind vom Händler zu tragen. (Soweit eine berechtigte Reklamation vorliegt).

Also mache dem Händler nicht zu viele Zugeständnisse, das er keine Reklamation in den Verkaufspreis einrechnet ist sein Problem, dann hat er falsch kalkuliert und das ist sein Problem.

Gewährleistung findet ihr im BGB §437-443 z.B. bei dejure.org

Danke für deine überaus hilfreiche Einschätzung. Ich hoffe, dass ich mich durchsetzen kann.

Dass ich in der ersten Rückmeldung des Händlers einfach mal geduzt wurde, zeigt die Unseriösität des Händlers.

Ich werde weiter berichten!

Danke!

0
@lkwpeter

Hallo :)

Wie geht der Bericht weiter?

Eine Reklamation muss der Händler übrigens nicht mal zwingend einrechnen, weil er sich grundsätzlich bei seinem Lieferanten wiederum schadlos halten kann.

1
@Droitteur

Waren vorgestern beim Anwalt. Der hat das hier genannte bestätigt. Es handelt sich um einen Mangel, der im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung nachgebessert werden muss. Da er das selber ausschließt, ist er nun zur Rückabwicklung verpflichtet. Frist läuft noch, ich werde berichten.

0
@lkwpeter

Vielen Dank für die Rückmeldung, das hört sich ja gut an!

Freue mich schon auf den Abschluss :)

0

Wenn der VK Dir nach 6 Wochen (!) kulanterweise noch eine Rückgabe anbietet, obwohl die Widerrufsfrist abgelaufen ist und das Zelt benutzt wurde, solltest Du sehr froh sein und sofort zustimmen - Rückversand auf Deine Kosten.

Einen etwaigen Mangel musst DU beweisen - das kann durchaus streitig sein und zur Einschaltung von teuren Gutachtern führen - Ergebnis offen. Gegen einen bauartbedingten Mangel spricht, wenn der VK viele solcher Zelte ohne bisherige Reklamationen verkauft hat.

Mein RAT:

Nimm die 80 Prozent an und sende das Teil auf Deine Kosten in einer versicherten Sendung zurück.

Sehe da, ehrlich gesagt, einen klaren Mangel, wie oben beschrieben. Da ich eine Rechtsschutz habe (und nie nutze), lasse ich es wohl mal drauf ankommen.

Danke trotzdem für deinen Rat. Ich werde berichten!

0

Als was zählt ein VW-Bus mit Vorzelt, als Zelt oder als Wohnwagen?

Da ich noch nicht viel Erfahrung habe, frage ich jetzt mal hier in die Runde. Mich irritieren die Angaben auf Campingplätzen. Zelt, Mobilheim, Wohnwagen ist mir klar. Aber als was wird ein VW-Bus mit Vorzelt gewertet? Als Zelt oder als Wohnwagen?

Danke.... ;)

...zur Frage

Mdl. Verhandlung gegen die GEZ wegen jahrelanger doppelter Abbuchung OHNE Einzugsermächtigung.Tipps?

Hallo zusammen. Am kommenden Mittwoch, 23.05.2012, kommt es vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg zu einer mündlichen Verhandlung gegen die GEZ wegen jahrzehntelanger doppelter Abbuchung OHNE Einzugsermächtigung. Meine Eltern klagen. Ich werde als Beistand auftreten. Es gilt keine Anwaltspflicht. Streitwert: Mehrere tausend Euro.

Sachverhalt: Meine Großeltern sind 1981 bzw. 1986 gestorben. 1986 standen noch etwa 43 DM an Gebühren aus, welche meine Eltern durch einmalige Lastschrift über genau den ausstehenden Betrag einziehen ließen. Dieses Formular liegt vor und ist völlig unstrittig keine Einzugsermächtigung über den angegebenen Betrag hinaus. Die GEZ hat daraufhin seit 1986 die Beiträge für meine toten Großeltern vom Konto meiner Eltern abgebucht. Dieses ist nicht aufgefallen, da die Abbuchung ohne Angabe des Namens des Rundfunkteilnehmers stattfand. Außerdem wurde wurde immer im 6-wöchigen Wechsel mit der rechtmäßigen Abbuchung für meine Eltern abgebucht. Erst als 2010 mit Namen des Rundfunkteilnehmers abgebucht wurde fiel das ganze auf. Die GEZ beruft sich auf Verjährungsfrist für zuviel abgebuchte Beträge und hat die Beträge ab 2007 zurückerstattet. Diese Frist spielt aber unseres Erachtens keine Rolle, da nachweislich nie eine Einzugsermächtigung vorlag. Die Rückerstattung kommt nach unserer Auffassung einem Schuldeingeständnis gleich. Die GEZ hat einen Vergleich über etwa 1000€ angeboten, den meine Eltern nach Rücksprache mit einem Juristen abgelehnt haben. Habt ihr ähnliche Erfahrungen und Tipps für mich? Womit müssen wir von Seiten der GEZ am Mittwoch rechnen? PS: Ich bin 30, also kein kleiner Junge mehr und habe ein gesundes Rechtsverständnis :-) .

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?