Übespannungsschaden abgelehnt

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11 Antworten

Das ist so eine Sache mit dem Überspannungsschaden. Wie immer gilt: Bedingungen genau durchlesen oder einen unabhängigen Berater (Makler oder Honorarberater) zu Rate ziehen. Es gibt nach wie vor viele Tarife, bei denen ein Überspannungsschäden nur dann gilt, wenn ein Blitz DIREKT in das Gebäude eingeschlagen ist. Das Nachbarhaus zählt dann schon nicht mehr als Ursache. Auf jeden Fall solltest Du Deinen Versicherungsschutz in dem Bereich genau prüfen lassen und nach Abwicklung des Schadens (ob beglichne oder nicht) handeln.

Macht der unabhängige Berater das umsonst? Also den Schaden abwickeln. Der Honorarberater wohl nicht. Bezahlt den die Versicherung dann auch? Bei 280 EUR Schadensumme ist das ja so ne Sache

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Vorab: wenn Du wirklich sicher bist, dass ein Überspannungsschaden vorliegt, solltest Du dran bleiben. Ohne Dir persönlich was zu unterstellen, muss man natürlich auch eine Prüfung der Versicherung verstehen. Die Mehrzahl der Schäden ist nun mal ganz oder teilweise vorgetäuscht, dazu gibt es sichere Erkenntnisse. Und bei Elektronik wird teilweise auch bewusst auf das nächste Gewitter gewartet, um dann einen "natürlichen" Schaden als Überspannung zu deklarieren. Der Händler spielt in Umsatzerwartung meistens mit. Auch wenn sowas nichzt gerne gehört wird. Daher zur Info die Procedere der Versicherung bei Überspannungen ( werden aus Kostengründen natürlich nicht immer genutzt ): 1. Die Versicherungen haben in Deutschland eine Firma ( die m.E. für alle großen Versicherungen tätig ist ), die spezialisiert auf Elektronikschaäden ist. Sie laasen sich die Teile einschickenund ermitteln sicher, ob Überspanungen, Wasserschäden usw. vorliegen. Bei EWasserschäden können die sogar das Wasser analysieren und ermiiteln, ob es wirklich von dem See kommt, in welches das Handy, Fotoapparat usw. fiel, oder ob es regionales Leitungswasser war. Dazu lasssen sie Dich die Teile einschicken. 2. Es gibt in Deutschland eine Firma, die registriert alle, wirklich alle Blitze - ist technisch möglich. Diese können dann mittels Computer auswerten, ob sie kraft ihrer registrierten Stärke und unter Berücksichtigung der geografischen Gegebenheiten ( im offenen Gelände z.B. breiten sich Blitze weiter aus, als in Städten ) den behaupteten Schaden angerichtet haben können. Eine Wetterstation kann dies nie klären. Natürlich kann der zuständige Schadenbearbeiter auch nur schnell eine starke Behauptung aufgestellt haben, um abzuwimmeln. Wollte Dir nur die technischen Möglichkeiten aufzeigen, wenn Du es darauf ankommen lässt. Berte Dich nochmals mit dem Händler, wie sicher er sich ist, dass eine Überspannung vorliegt - oder ob er eine solche lediglich nicht ausschließen kann und entscheide dann.

Ich denke schon das viele leute versuchen schäden abzuwickeln die eigentlich nicht durch Überspannung entstanden sind. Aber ich war zuhause und hab es live mitbekommen. Der hauptrechner hing zum glück an einer guten schutzleiste. Das währe richtig teuer geworden besonders die Sachen die ich gerade für die arbeit erledigt hatte. War zum glück nur der private server. Die Versicherung hat sich gerade gemeldet und sie wollen das auf kulanz regeln (lange Kundenbindung...) allerdings nur 250 anstelle von 285. Sonst müssten die teile eingeschickt werden. . . Werde wohl die 250 nehmen. Nicht weil es kein Ü-Schaden ist, sondern weil sich sonst die auszahlung noch wochen hinziehen würde. Und der kostenvoranschlag würde ja auch bei der rep verrechnet. So bleibt mir nur ein minus von 10€. Damit kann ich leben! Trotzdem danke an alle die geschrieben haben!!!!

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Es ist die Viktoria. Hatte sonst nie probleme mit ihnen (Autoversicherung hab ich auch dort und mußte sie vor jahren auch mal in anspruch nehmen). Und zu der aussage des deutschen wetterdienstes wurde mir nur gesagt ja sehen sie das gewitter war nicht bei ihnen sondern im ort nebenan. Mit nochmaligen hinweis darauf das hier keine station ist und ich dadurch auch in zukunft niemals einen überspannungsschaden geltend machen könnte, wurde mir gesagt das sie nochmal mit der schadensregulierung sprechen würden. Jetzt warte ich auf einen rückruf. Wenn der schaden abgelehnt wird wird muß ich mir wohl eine neue versicherung suchen.

Du kannst auf

http://www.gewitter-check.de

im Archiv auf einer Blitzkarte nachsehen, ob es in Deinem Ort an dem Tag tatsächlich gewittert hat, also ein Blitz eingeschlagen hat. Die Karte kann man zoomen und dann kann man oft bis auf wenige Hundert Meter genau feststellen, was passiert ist. Vermutlich nutzt auch Deine Versicherung einen solchen Gewitter-Check. Es kann auf jeden Fall nichts schaden, wenn Du Dich auf dieser Blitzkarte mal die Sache ansiehst. Wenn Du auf einen Blitz klickst, erhältst Du auch Auskunft, von wievielen Stationen aus der Blitz gemessen wurde, und wie groß der Messfehler ist. (Je mehr Stationen den Blitz registriert haben, desto genauer kann der Ort angepeilt werden, es müssen aber mindestens 3 sein, sonst geht es überhaupt nicht.)

Beispiel Blitzkarte, Ausschnitt für einen Blitz in Braunschweig am 6. Juli 2011 - (Versicherung, Schaden)

Der Kunde ist nachweispflichtig, dass es sich um einen Überspannungsschaden handelt. Frage in der Nachbarschaft einmal nach, ob dort auch Geräte defekt gegangen sind, wenn ja, wird die Versicherung auch Deinen Schaden anerkennen. Ein Wechsel der Versicherung nützt nichts, auch andere Versicherungen kämpfen täglich mit dem Beschiss.

Die Wohngebäudeversicherung HUK Coburg zahlt meinen Überspannungsschaden an meinem Solarregler auch nicht (ca. 680 Euro). 1. Obwohl Blitzüberspannung versichert ist, 2. der Blitzschlag durch Wetterdaten belegt ist, 3. der Hersteller des Solarreglers einen Überspannungsschaden am Gerät festgestellt hat, 4. Auch ein Router betroffen war ( wurde allerdings auf Kulanz ohne Anerkenntnis eines Überspanungsschaden von der HUK Hausratversicherung bezahlt) Die Telekom hat einen Überspannungsschaden bestätigt 5. Der Netzbetreiber , Westnetz (RWE) bestätigt zu diesem Zeitpunkt eine Überspannung im Netz durch Blitzschlag! Der Sachverständige der Versicherung hat sich beide Geräte angesehen, aber nichts "riechen, schmecken sehen oder messen "können! Jetzt geht es in Kürze vor Gericht, das Gericht zieht einen IHK-Gutachter zu Rate. VG Heinrich Hatz P.S. Ich und meine Ehefrau sind mit 6 Versicherungsarten seit teilw. mehr als 40 Jahren bei der HUK-Coburg versichert!

Einen Wechsel zu einer besseren Hausrat würde ich auch nach einer eventuellen Regulierung in jedem Falle erwägen. Das ist reine Schikane und nicht zu tolerieren. Selbst wenn eine Wetterstation 20 Kilometer entfernt ist, darf eine Versicherung nicht ablehnen. Zudem kann die Wetterstation auch Aussagen für die Umgebung machen. Lasse dir am besten vom Wetterdienst konkret schreiben lassen, dass in deinem Ort dieses Gewitter war. Bei mir wurde mal ein Überspannungsschaden anstandslos bezahlt (allerdings nicht ERGO), da war die nächste Wetterstation fast 40 Kilometer entfernt. Gehe schriftlich in Widerspruch und wenn das nichts nützt, hoffe ich, dass du eine RS hast. Auch wenn es "nur" um 280 € geht, das sollte man der Victoria nicht durchgehen lassen. Aber ERGO ist halt ERGO, da ist so etwas nicht unnormal....

Ach ja Überspannung ist mit drin. Vieleicht hat ja jemand nen tip für ne gute neue versicherung.

Lass Dir das vom Dt. Wetterdienst schriftlich bestätigen und reich das mit einem Schreiben mit Nachdruck ein. Um welche Gesellschaft handelt es sich und ist überhaupt Überspannungsschaden mit eingeschlossen ?

Dann mach mal weiter den Leuten Feuer unterm Hintern!

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