Überfordert...Soll ich mein Pferd verkaufen oder den Stall wechseln?

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13 Antworten

Zunächst möchte ich auf deine Anmerkung, du hättest in den vergangenen Jahren nur kleine Fortschritte gemacht was sagen - in Anbetracht deiner Angst und der Tatsache, dass du ja einen Teil des Jahres auch nicht wirklich viel mit dem Pferd machen kannst, würde ich persönlich nicht nur von "kleinen Fortschritten" sprechen.

Ich erkenne viel von deiner Situation in meiner eigenen Situation - nur dass sich bei mir die Frage, ob Pferd verkaufen oder nicht, nicht gestellt hat. Ich habe das Glück, mein Pferd in einem guten Stall stehen zu haben, wo mir von meinem Reitlehrer auch viel geholfen wird (incl. langfristigem Training/Beritt meines Pferdes).

Mir stand/steht auch oft meine Angst im Wege, vergangene kritische Situationen mit Pferden lassen mich irgendwie immer erwarten, dass "aktuell" was passieren könnte. "Fremden" Pferden vertraue ich da oftmals sogar mehr. Ich sehe aber das Problem, würde ich mein Pferd gegen ein anderes eintauschen, wäre es ja wieder MEIN Pferd, mit dem was blödes passieren könnte. Also arbeite(te) ich weiter mit meinem bisherigen Pferd. Natürlich immer mit dem Trainer im Hintergrund, den ich in Situationen, in denen ich mich unsicher fühle, sofort hinzuziehen kann. Der kann im Zweifelsfall auch dafür sorgen, dass Pony sich mal wieder auf seine gute Erziehung/Ausbildung besinnt, wenn er sie bei mir zu vergessen droht.

Weggeben, anderes Pferd oder aufhören kommt nicht in Frage. Mir kommen zwar meine Fortschritte auch immer recht winzig vor, aber das ist im Endeffekt auch eine persönliche Sache der "Erwartungshaltung" (lasse mich doch jetzt schon so lange begleiten, irgendwann muss ich es doch auch alleine können). Von außen betrachtet ist es aber doch eigentlich ganz viel, was man schon erreicht hat.

Wie gesagt, mir hat die Auswahl des Stalls geholfen. Ich wüsste, mit einem anderen Pferd und OHNE die Begleitung hätte ich ziemlich sicher auch Probleme. Vielleicht andere - aber eben trotzdem welche.

Es ist doch dein Hobby , oder?

So scheint es dir ja nicht wirklich Spaß zu machen. Und dem Pferd vermutlich auch nicht. Und wenn Du ihn jeztz guten Gewissens ins gute Hände abgeben kannst, würde ich an deiner Stelle das machen.

Damit wäre doch wirklich allem geholfen - Dir, dem Pferd, und den Leuten , die dann echt Freude an ihm hätten.

Ich habe schon sooo viele Menschen erlebt, die ihr Pferd, vor dem sie eigentlich Angst haben, behalten und nie wirklich glücklich damit wurden. 

Du hast Deine Angst immerhin ein gutes Stück weit überwunden, das wäre doch ein guter Start für einen Neuanfang mit einem passendenderen Pferd, dem Du vertraust.

Ich kenne jemand, die hat es verpasst, ihr Pferd in ähnlichem Fall an den Interessenten abzugeben,  und sehnt nun seit Jahren nur noch dennTag herbei, wo sie das Pferd auf einer Rentnerkoppel abstellen kann.

Die Entscheidung was du tun oder auch nicht tun solltest, kann dir niemand abnehmen (Da hier niemand die Situation zwischen dir und deinem Pferd einschätzen kann).

Ich kann dir nur den Rat geben auf dein Gefühl/ dein Herz zu hören.

Geh doch mal ganz tief in dich und überlege was für dich persönlich der sinnvollste/ logischste/ angenhemste Weg wäre.

Natürlich liebt man seine Tiere und ein eigenes Pferd ist etwas ganz besonderes. Allerdings sollte man immer logisch, weitsichtig, wirtschaftlich und sinnvoll handeln und denken, wenn etwas nicht passt. (Du musst für dich wissen, wie tief deine Angst sitzt, ob du diese jemals vollständig überwinden kannst und wie sinnvoll es für dich ist das Pferd weiter zu halten. Packst du es alleine mit dem Tier um zu gehen, oder wirst du immer wieder Unterstützung durch Beritt in Anspruch nehmen müssen?!.....)
Würde sich an der Situation durch einen Stallwechsel etwas verändern oder würden die Probleme weiter bestehen.

Erstelle dir doch einfach mal eine Pro und Contra - Liste und gucke was überwiegt. (Gebe einzelnen Punkten eine Gewichtung,  dann hast du doch schon mal eine ungefähre Tendenz in welche Richtung der Weg weiter geht.)

Wenn es (gefühlsmäßig) *dein* Pferd ist, behalte ihn und wechsle den Stall. 

Stell das Tier in einen Offen- oder Aktivstall, damit er sich bewegen kann, wann immer er möchte und es braucht. 

Und zusätzlich würde ich dir einen Trainer für Bodenarbeit empfehlen und gar nicht reiten, bis du am Boden absolut sicher mit ihm umgehen kannst. 

Du brauchst wieder eine Basis, von der aus du arbeiten kannst. 

Das ist auch gar nicht schlimm, ich hab das auch alles durch gemacht. Also mach dir keine Gedanken, das ist zu schaffen! 

Die Frage ist, ob du das willst. Möchtest du Zeit, Geld und Nerven investieren? Ist dein Pferd dir das wert? 

Wenn ja - such einen neuen Stall, such dir einen Bodenarbeitstrainer und lass dir helfen. Aus welcher Ecke bist du denn, vielleicht kenne ich jemanden? 

helphelp123 07.04.2016, 13:55

Ja, es ist eben wirklich ein "Kampf" weil ich oft meine Angst überwinden muss und das nicht so einfach ist, bzw. es kostet viel Kraft. Ich komme aus der Nähe von Hamburg. Anfangs hatte ich einen super Trainer für Bodenarbeit. Bei dem hätte ich auch gerne den Beritt gemacht. Nach ein paar Wochen fing er an grundsätzlich jede 2. Woche abzusagen weil er anscheinend so überbucht war. Sehr schade.

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LyciaKarma 07.04.2016, 14:00
@helphelp123

Oh, leider die ganz andere Ecke, aber es gibt hier auch mindestens eine, die aus der Hamburger Ecke ist und Ahnung hat. Sie wird bestimmt auch noch antworten. 

Vielleicht kannst du den Trainer ja nochmal kontaktieren, ob er sich nicht Zeit nehmen kann. Weis nochmal darauf hin, dass es dir sehr wichtig ist und am Herzen liegt, dass jemand regelmäßig dabei ist. 

Eventuell geht es ja doch. 

Alternativ hör dich um, wer jemanden empfehlen kann. 

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Irgendwie hatte ich das Gefühl als würdest du gerade meine Geschichte erzählen. Ich habe genau die gleichen Probleme wie du. Ich habe auch ein sehr dominates Pferd was sich ungern zügeln lässt usw. Und keine Halle sondern nur einen Platz deshalb kenne ich das zu gut. Ich habe das mit meinem so gemacht, dass ich wenn der Platz nicht gut ist bin ich irgendwo anders hin gegangen. Es ist egal wohin ob mitten auf dem Hof im Gelände oder sonst wo. Dann habe ich da einfach Bodenarbeit gemacht und so. Zudem kannst du mit deinem Pferd Führtraining machen. Zum Beispiel im Gelände oder so. Das hat mir einen großen Teil meiner Angst genommen und mein Pferd und ich habem dabei gut zueinander gefunden. Nach viel Training überall und nirgendwo ist er super lieb geworden und ich habe keine Angst mehr. Ich hoffe ich konnte dir ein kleines bisschen helfen. LG Tinker2000

Hm schwierig....

Anscheinend braucht dein Pferd einfach eine starke Hand um zu wissen wo es lang geht. Natürlich bist du durch diesen Unfall ängstlich geworden aber wie ist es wenn du ihn jetzt reitest? Hast du ständig den Gedanken er könnte jetzt irgendetwas unüberlegtes tun? Oder bist du immer sehr konzentriert?  

Auch wenn du etwas nicht perfekt kannst oder ihr nur kleine Fortschritte macht musst du dir einfach überlegen wie wichtig er dir ist? Klar wenn du überfordert und er unterfordert dann hat das wahrscheinlich keine Zukunft mehr.. Aber im Endeffekt musst du es selbst wissen. Für uns ist das schwer zu beurteilen. 

Wenn du ihn nicht aufgeben willst dann ist es vielleicht sinnvoll in einen anderen Stall zu gehen. Mit einer Halle. Oder vielleicht gibst du ihn im Winter einfach kein Hafer. Wenn er sich nicht viel bewegt reicht doch Heu und ab und zu Hafer. Vielleicht wäre auch ein Offenstall was? Damit er sich einfach immer bewegen kann. 

Natürlich kannst du dir auch ein älteres Pferd kaufen um langsam wieder sicherer werden. Vielleicht kannst du ihn dabei behalten. Falls das finaziell und zeitlich möglich ist. Aber diese entscheidung kann ich dir leider nicht abnehmen.

Viel Glück noch :)

Lg sophie

Du musst für dich selbst entscheiden und fühlen ob du es abgeben willst...

Wenn nicht dann versuch es mal mit bodenarbeit. Das kann dir und deinem Pferd helfen ein besseres Team zu werden und größere Fortschritte zu machen.

Wenn du es abgeben willst und dir ein neues Pferd kaufen willst ist es sinnvoll nach ein ruhigen, erfahrenem und älterem Pferd zu suchen. Achte dabei darauf, dass es vom ersten Moment an harmoniert.

Der Beritt, der Reitunterricht, das Wetter und die Umstände haben dazu geführt, dass es zu nichts geführt hat. Ich denke, dass Du zunächst daran etwas ändern solltest bevor Du einen Pferdetausch vornimmst, denn die Gefahr, dass ein anderes Pferd nachher nicht viel besser ist, ist sehr groß. Die Angst bleibt.

Bist Du wegen der tollen Stallgemeinschaft dort oder weil Du reiten möchtest? Das kannst Du nur herausfinden, indem Du das Pferd einpackst und irgendwo in die Fremde fährst wo es einen Stall, einen Platz, einen auf Dich fixierten Trainer und einen Plan dazu gibt.

Das wirst Du sonst nicht schaffen, denn du verlässt Dich auf deine RL und die anderen im Stall und ich glaube persönlich, dass da wenig Kompetenz vorhanden ist.

Du benötigst einen Coach. Dein Pferd auch.

Also klar das der Sturz für dich ein Schock war und du jz angst hast. Aber genau das nutzt dein pferd jz aus und DU LÄSST ES DAS MACHEN!!! Das ist das schlimmste. Ich reite ein kaltblut das ist auch ne Hausnummer und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen das wenn du auf deine KörperSprache etc. Achtest und dem Pferd klarmachst  das es dir nur nah kommen darf wenn du es willst bekommst du ihn unter Kontrolle. Das ist das selbe Prinzip wie in einer Herde der ranghöhere hat das sagen.

Ich würde dir auch empfehlen viel Bodenarbeit zu machen und spazieren zu gehen da das das Vertrauen stärkt und außerdem hast du von intern mehr Kontrolle als von oben. 

Achso und jz nochmal zum Thema mit wenn dan hol dir ein altes Pferd. Das ist totaler Schwachsinn das kann genauso oder nich schlimmer reagieren es kommt auf den Charakter und das Temperament an!!! 

Ich würde dir aber empfehlen dich wirklich nach einem Stall umzusehen und ihn nicht so oft und lange unter beritt zu stellen da er dan nicht wirklich eine Bindung zu DIR herstellt.

Viel Glück und lass dir  niemals die angst anmerken das spürt er. 

Liebe Grüße yonilo 

Wenn das alles wirklich so schlimm ist soltest du tatsächlich darüber nachdenken ihn zu verkaufen. Grade junge pferde brauchen einen Reiter der ihnen sicherheit geben kann und das dürfte bei dir nicht 100% möglich sein da du ja selber angst hast oder unsicher bist. Wenn du einen käufer kennst der ihn nehmen würde und wo du weißt dass es ihm da gut gehen würde und der ihn händeln kann wäre das natürlich eine super Möglichkeit die sich nicht oft bietet. Du köntest natürlich zu einem stall wechseln wo du die Möglichkeit hast mit ihm in der halle zu arbeiten, jedoch solltest du dich dann auch nach einem geeigneten trainer umsehen der dir helfen kann ein gutes vertrauensverhältnis zwischen dir und deinem pferd aufzubauen und der dir Sicherheit geben kann, denn ich bin der Meinung dass es zwar gut ist das pferd ab und zu mal in beritt zu geben aber andauernd ist das auch keine lösung da du dabei nicht selber lernst mit deinem pferd umzugehen und letzten endes vielleicht der bereuter gut mit deinem pferd klar kommt, du selbst aber nicht. Wenn du nach einem sturz so viel angst oder unsicherheit verspürst würde ich dir raten dein pferd an den erfahrenen käufer abzugeben und dir ein älteres/erfahreneres pferd zuzulegen.Denn bei einem jungen pferd, das noch dazu keine vernünftige ausbildung hinter sich hat, wird es sicher nicht bei einem sturz bleiben, denn ich habe mit meinem die Erfahrung gemacht dass er, wenn er lust hat, alle Möglichkeiten nutzt um wie eine raketet hochzugehen wenn ich ihn nicht ordentlich arbeite. Letztendlich liegt die Entscheidung aber immernoch bei dir. Traust du dir zu das Verhältnis zwischen deinem Pferd und dir in den griff zu bekommen? Siehst du die Möglichkeit mit einem guten und erfahrenen Trainer dem du vertrauen kannst an deinen problemen zu arbeiten? Oder hast dudie Hoffnung schon ganz aufgegeben? Diese fragen kannst nur du dir beantworten, deshalb rate ich dir die Entscheidung nicht Mitgliedern einer comunity zu überlassen :) Ich hoffe uch konnte dir irgendwie helfen und der text wurde jetzt nicht zu lang (hab das gefühl einen halben roman geschrieben zu habenxD )

Urlewas 07.04.2016, 14:28

Ich glaub, dass mir das, was hier steht, gefallen würde, wenn es nicht mangels Satzzeichen sehr schwer verständlich wäre...

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lastunicorn007 07.04.2016, 17:44

Auf Satzzeichen habe ich eigentlich versucht zu achten aber ich finde das so nervig bei jedem wort auf groß-&Kleinschreibung zu achten, deshalb sieht es vielleicht auch etwas durcheinander aus :S Aber ich versuche bei meinen nächsten Antworten mehr drauf zu achten :)

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Sehe ich auch so ich bin eine Zeit lang auch ein sehr junges Pferd geritten auch ranghoch.
Als ich dann stürzte mussze ich an der Hüfte operiert werden es fiel mir immer schwer ihn teilweise beim Reiten zu bändigen und vernünftig zu Arbeiten. Dann kaufte ich mir ein älteres. Damit kam ich hundert mal besser klar. Kann ich nur empfehlen mit meiner Angst wollte ich mich auch niht mehr auf den Armen rauf Setzen da es ihn ja auch verunsichert

Ich würde versuchen das Pferd in einem Offen oder Aktivstall zu bekommen. Dann hättest du die Probleme nicht. Das Pferd baut über den Winter einen Wahnsinns Frust auf. Einfach aus dem Grund weil es zu wenig Bewegung bekommt. Wenn du das Pferd in dem Stall lässt, wirst du es warscheinlich jedes Jahr in beritt geben können.

hallo,

ich geb dir jetzt mal nicht so eine wahnsinnig ausführliche antwort, da du ja schon gute antworten bekommen hast.
meine meinung wäre auch, das du in dich gehen musst, und überlegen musst, wo willst du hin und willst du da mit genau dem pferd hin, oder mit irgendeinem?!
da der "unmut" bzw übermut deines pferdes evtl haltungs und fütterungsbedingt ist, kann es dir bei einem anderen pferd genauso passieren. deswegen die frage durchbeissen oder aufgeben?
ich würde glaube ich nochmal an die basis gehen und ganz viel grundlagenarbeit machen.

wo ich dir vielleicht helfen kann: ich komme aus der nähe von HH und kenne evtl 1 oder 2 trainer, die dir helfen könnten.
schick mir gerne eine pn, wenn du interesse hast.

lg vio

helphelp123 07.04.2016, 15:08

Danke für deine Antwort! Könntest du mir schreiben? Ich weiß nicht wie das hier funktioniert. LG

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Viowow 07.04.2016, 15:12

kein problem. mache ich gleich

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