Trotz Pfändungsrücknahme in der Insolvenz, Konto gesperrt?

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4 Antworten

Der Gläubiger hat nichts zurückzuziehen, die Pfändung ist schlicht kraft Gesetzes unwirksam, da es im Insolvenzverfahren ein Vollstreckungsverbot für Insolvenzgläubiger gibt. Das ändert aber nichts daran, dass das pfändbare Guthaben auf deinem Konto zur Insolvenzmasse gehört. Die Bank ist jedoch trotzdem nicht im Recht, denn die Überweisung soll an den Insolvenzverwalter erfolgen, der auch "Gläubiger" der "Kontopfändung" ist. Daher kannst du in diesem Rahmen über Guthaben verfügen.

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Kommentar von Marzi1991
24.03.2016, 08:32

D.h. die Bank darf mein Guthaben nicht einbehalten? das Problem ist dass ja garkeine Pfändung mehr vorliegt und das Guthaben trotzdem nicht freigegeben wurde. selbst nach Abzug des pfändbaren Betrages das jeden Monat von meinem Arbeitgeber direkt an den Insolvenzverwalter überwiesen wird liege ich noch über der Freibetragsgrenze von 1073,00€.. Muss ich mich jetzt jeden Monat um mein Geld streiten obeohl ich meinen Pflichten nachkomme? :(

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Kommentar von Ronox
24.03.2016, 10:51

Also über den Freibetrag kannst du ohnehin verfügen, da gibt es auch nichts zu sperren von der Bank bzw. dies ist rechtlich nicht haltbar. Ein Dauerzustand sollte das natürlich nicht sein. Normalerweise reicht ein erläuterndes Schreiben des Verwalters in so einem Fall aus.

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Ja, das stimmt so. Aber den meisten Banken reicht eine Freigabe über den Mehrbetrag nicht aus. Sie wollen eine vollständige Freigabe. Und das wird der InsVerw nicht machen.

Oder Du stellst beim ImsG einfach einen Antrag auf Freigabe Deines Arbeitseinkommens mit der Begründung, dass der InsVerw bereits Deinen pfändbaren Betrag einzieht und es sich beim Restbetrag um Deinen unpfändbaren Einkommen handelt. 

Sonst hast Du das Problem jeden Monat.

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Kommentar von Marzi1991
24.03.2016, 08:25

Aber warum sollte ich jeden Monat Dad Problem haben wenn keine Pfändung vorliegt? mit welchem Recht wird das Guthaben einbehalten wenn die Pfändung bereits zurück gezogen wurde und der Insolvenzverwalter die Bank kontaktiert hat und die Bank über die Insolvenz Bescheid weiß? wäre ich eine privat Person ohne Insolvenzverfahren bei der auf dem P-Konto eine Pfändung eingeht und dann zurück gezogen wird, müsste keiner das Guthaben freigeben. Die Pfändungsrückziehung wäre einer Freigabe gleich. Deshalb verstehe ich das nicht. Das Geld steht mir ja zu.

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Kommentar von Marzi1991
24.03.2016, 09:52

okay danke jetzt verstehe ich was du meinst :)

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Kommentar von Marzi1991
24.03.2016, 11:14

wird der Antrag in freiform gestellt oder gibt es dafür ein Formular? weißt du das vielleicht? :)

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Kommentar von Marzi1991
24.03.2016, 15:01

nur das die Insolvenz erst seit einem Monat eröffnet ist. :/ trotzdem die letzten drei anfügen? ich danke Dir wirklich sehr!

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Du kannst damit die Rate nicht bezahlen - das Geld für die Rate ist damit verloren es sei denn der Insolvenzverwalter übernimmt das.  Also hat die Bank recht ... du bist außen vor.

Der Grund: es könnte ja sein, dass es mehrere Gläubiger gibt und der Insolvenzverwalter entscheiden muss wer in welcher Höhe bezahlt wird.  Wenn du jetzt einfach alles an den einen Gläubiger gibst, werden evtl. anderen benachteiligt.  Deswegen gibts ja einen Insolvenzverwalter.

Die Pfändung aufheben war nötig, damit du über den unter der Freigrenze liegenden Betrag verfügen kannst. Mit dem Betrag über der Freigrenze hat das nichts zu tun --- der Insolvenzverwalter muss also nochmal einen Auftrag an die Bank geben.

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Kommentar von Marzi1991
23.03.2016, 16:53

Hallo ThomasAral, Danke für deine Antwort. Aber den pfändbaren Betrag muss ich ja an den Insolvenzverwalter bezahlen weil mein Arbeitgeber nicht so schnell reagiert hat und mein Gehalt mir vollständig ausgezahlt wurde. Der Gläubiger hat die Pfändung zurück gezogen und seine Forderung angemeldet beim AG und laut Pfändungstabelle darf ich von meinem Gehalt das ca. 1410€ beträgt, 1296,00€ behalten und muss 214,00€ abführen an den Insolvenzverwalter. bzw. ab nächsten Monat macht das mein Arbeitgeber direkt. Auf meinem Konto ist KEINE Pfändung mehr und trotzdem behält die Bank mein Guthaben ein. Somit habe ich anstatt 1296,00€ nach Abzug der monatlichen Rate an den Insolvenzverwalter, nur 1073,00€ zur Verfügung. Ich verstehe einfach nicht mit welchem Recht die Bank das Guthaben einbehält. Denn wäre ich eine privat Person mit P-Konto ohne Insolvenzverfahren und die Pfändung wäre vom Gläubiger zurück gezogen werden wäre mein Konto bzw mein Guthaben über der Freibetragsgrenze auch wieder frei und die Bank würde es nicht einbehalten.

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Ist die Bank über die Inso informiert? Wenn ja ist es Aufgabe des Insolvenzerwalters das Konto wieder frei zu geben, denn nur er kann über Deinen Besitz verfügen. Die Bank selbst darf nicht einen Cent rausrücken.

Sollte die Bank nicht über die Inso informiert sein, schnellstens mit dem Eröffnungsbeschluß dort auflaufen.

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Kommentar von Marzi1991
24.03.2016, 08:28

So ganz damit einverstanden bin ich nicht. Denn dadurch dass ich meine Zahlungen leiste steht mir der Rest meines Gehalts zu und der Insolvenzverwalter darf nicht drüber verfügen. Ja, die Bank ist über die Insolvenz informiert. Die Pfändung wurde ja zurück gezogen und vom Insolvenzverwalter freigegeben.nur das Guthaben wird trotzdem von der Bank einbehalten. :(

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