Tochter wohnt mietfrei in einer Wohnung im Haus der Mutter. Mutter kommt ins Pflegeheim. Könnte Finanzamt hier etwas dagegen haben?

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7 Antworten

.... nein, im Gegenteil, sie freuen sich. Keine Einkünfte, keine Abschreibung.

Und Zustimmen müssen die auch nicht für so einen Umzug.

Das Finanzamt interessiert sich nur für steuerpflichtige Einnahmen.

Hier gibt es keine Einnahmen.

Das Finanzamt weniger, aber wenn die Einkünfte der Mutter für die Unterbringung im Pflegeheim nicht ausreichen wird sich das Sozialamt melden.

Wenn die Einnahmen der Mutter nicht zur Deckung der Heimkosten ausreichen, kommt möglicherweise das Sozialamt auf die Tochter zu. 

Giwalato 

Glaube nicht dass das FA die Tochter rausschmeißt oder hat die Mutter das ganze Haus dem FA geschenkt.

Ja! Es wird dann die ortsübliche Miete angesetzt.

Oh je, ist das sicher?

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@quinann

Das passiert oft, sicher ist aber überhaupt nichts. Bei uns in der Stadt wurde die Heranziehung z.B. komplett abgeschafft- soll heißen, dass Sozialamt meldet sich hier in keinem einzigen Fall. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Sozialamt meldet ist aber dennoch recht groß- insofern die Kosten nicht gedeckt sind.

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Bei mir war das so. Es wurde eine fiktive Miete angesetzt.

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@Paulina42

Meine Mutter ist 2015 verstorben, das Pflegeheim konnte vollständig von ihrer Rente und einer weiteren vermieteten Wohnung gedeckt worden.

Ich habe nur Angst, dass das Finanzamt bei der Steuererklärung für meine mietfrete Wohnung noch Steuer ansetzt.

Bevor meine Mutter ins Pflegeheim kam, habe ich sie 5 Jahre mit meinem Mann zusammen gepflegt und aus Dankbarkeit mussten wir keine Miete bezahlen.

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@quinann

Es wird dann die ortsübliche Miete angesetzt.

Wenn die Miete weniger als 66  % der ortsüblichen Miete beträgt, wird die Nutzungsüberlassung in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufgeteilt. Die Werbungskosten werden dann entsprechend gekürzt, es wird aber vom Finanzamt keine fiktive Miete angesetzt.

https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__21.html

Bei mir war das so. Es wurde eine fiktive Miete angesetzt.

Den Steuerbscheid würde ich gern mal sehen.

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@PatrickLassan

Hallo PattrickLassan, danke für deine Antwort.

Ich musste keine Miete bezahlen und es ist auch keine geflossen. Dann kann das Finanzamt doch nicht einfach eine ortsübliche Miete ansetzen für meine Wohnung, verstehe ich das richtig?

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@PatrickLassan

d.h. das Finanzamt würde entgeltlich und unentgeltlich rechnen, also müsste versteuert werden ...

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@quinann

Nein, da muss gar nichts versteuert werden.

Es wird keine fiktive Miete angesetzt. Es können aber auch keine Werbungskosten für eine unentgeltlich überlassene  Wohnung geltend gemacht werden.

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@PatrickLassan

Hallo PatrickLassan,

ich danke dir sehr für deine Antworten, vielen lieben Dank. Das mit keine Werbungskosten absetzen ist mir klar.

Momentan "bin ich sehr durch den Wind" und bin so froh, wenn alles vollends abgewickelt ist. In den ersten Monaten kommt man überhaupt nicht zum nachdenken.

Meine Mutter hat ein stolzes Alter erreicht  (fast 90) und es ging ihr im Pflegeheim wirklich sehr gut. Es war nur eine Woche bevor sie starb sehr schwer. Aber irgendwie kommt jetzt erst alles raus bei mir. Obwohl ich wirklich dankbar bin, dass sie am Ende keine lange Leidenszeit hatte, fehlt sie mir sehr. Ich sitze da und fange plötzlich das Heulen an, so ist das gerade.

Das gehörte jetzt zwar nicht zum Thema selbst, aber vielleicht geht es dem/der einen oder anderen auch so.

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@PatrickLassan

"Es wird keine fiktive Miete angesetzt"

auch nicht, wenn ich die Heizkosten fürs Haus bezahlt habe?

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Wogegen soll das Finanzamt etwas haben?! Und warum? Bitte etwas verständlicher formulieren.

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