Titulierungsankündigung vom Inkasso, was tun?

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6 Antworten

Ich denke es wäre in der Tat am sinnvollsten beim Inkassobüro anzurufen, solange in der Zahlungsaufforderung nicht genau aufgeschlüsselt ist, wofür Du denen angeblich noch was schuldest.

Bei dem Betrag gehe ich nämlich stark davon aus, dass die gerne noch Inkassokosten von Dir hätten. Diese können von Großunternehmen wie Amazon grundsätzlich nicht mit Erfolg eingeklagt werden. Sollte das Inkassobüro Dir nicht aufschlüsseln wollen, wie sich die angeblich noch offene Forderung zusammensetzt, dann würde ich erst einmal nichts zahlen.

Sofern tatsächlich Post vom Gericht kommt ist es natürlich wichtig unmittelbar Widerspruch gegen einen Mahnbescheid einzulegen.

Abgesehen davon fordern Inkassobüros regelmäßig zu viel Gebühren ein. Im Regelfall schreiben sie nur ein einfaches Mahnschreiben, wofür eine Gebühr von ca. 21 € mit Steuern und Auslagen gesetzlich vorgesehen ist. Also selbst wenn ein Anspruch auf die Kosten bestünde, dann jedenfalls nicht in der geltend gemachten Höhe.

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Ein Titulierungsankuendigungs Schreiben ist Standart im inkassogeschaeft. 

Man möchte ja die Gebühren haben und hofft auf Zahlung. Ob ernsthaft an eine klage gedacht wird steht natürlich auf einem anderen Blatt :) 

Frage : was war bei den 230 € an Gebühren intus?  RLS Gebühren? 

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Hast du die Aussage von Amazon schriftlich, dass alle Forderungen beglichen sind? Das wäre ziemlich cool!
Ansonsten kannst du auf so eine Ankündigung erstmal entspannt deine Füße hochlegen.
Wenn sie denn wollen, sollen sie den Mahnbescheid beantragen. Erst daraufhin musst du widersprechen.
Da es sich anscheinend nur um nebenforderungen handelt, ist fraglich, ob sie die gerichtliche Klage anstreben. Dort einfach die Info von Amazon angeben u d das alles sollte gegessen sein.
Ich würde nicht direkt mit dem Inkasso sprechen.
Problem könnte allerdings sein, dass du erst auf das inkassoanschreiben hin gezahlt hast. Sprich: deren Arbeit war erfolgreich und die Forderung somit ggf. rechtens.

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Kommentar von franneck1989
09.08.2016, 15:05

Sprich: deren Arbeit war erfolgreich und die Forderung somit ggf. rechtens.

Ein einfacher Brief von amazon wäre genau so erfolgreich gewesen und hätte dazu genau dieselbe rechtliche Relevanz wie das Inkassoschreiben. Hier lag es ja nur am falschen Kommunikationsweg.

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Was hast du denn bereits an Amazon bezahlt?

Was für einen Betrag fordert das Inkasso noch? Aufgrund des Betrages von 70,- gehe ich davon aus, dass es sich lediglich um die Inkassogebühren handelt, richtig?

Wenn die Hauptforderung bei Amazon beglichen wurde, kannst du einem Mahnbescheid gelassen entgehen sehen. Dann brauchst du nur das Kreuzchen an der richtigen Stelle zu setzen und das ganze ans Gericht zurück zu senden.

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Kommentar von marcussummer
09.08.2016, 14:58

Wenn in dem Mahnbescheid nur die Inkassokosten geltend gemacht werden, würde ich mir gut überlegen, ob ich da Widerspruch einlege. Die dürften wegen des Verzugs zumindest dem Grunde nach berechtigt geltend gemacht werden.

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Kommentar von Northweek
09.08.2016, 15:18

Was passiert denn wenn da tatsächlich ein Mahnbescheid kommt, ich kreuze an, dass ich das ganze ablehne!? Jedoch kommt es dann zur Klage? Denn zumindest in einem haben die ja Recht, ich war kurzzeitig im "Verzug" oder nicht?

Wenn dann entschieden wird, dass die 70€ zu zahlen sind, dann kommen noch hunderte Euro Gerichtskosten dazu?

Ich bin da leider echt unbelesen und kenne jetzt auch niemanden, der damit Erfahrung gemacht hat.

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Kommentar von Northweek
10.08.2016, 11:23

Habe den letzten Brief vor der Titulierungsankündigung rausgesucht. Darin sind enthalten:

Hauptforderung: 228€ (auf der Rückseite wieder abgezogen bei den Überweisungsinformationen)

5,00 Prozentpunkte über Basiszins Zinsen.... 0,90€

Vorgerichtliche Mahnauslagen 3€

Inkassovergütung - Verzugsschaden §§ ....(ewiger Paragraf) 58,50€

Post- und Telekomunikationspauschale 11,70€

Dann warte ich mal ab ob ein Mahnbescheid kommt.

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Nein leider habe ich natürlich nichts schriftlich von Amazon. War jeweils per telefon geregelt worden.

Ich habe an Amazon das Geld für die erhaltene Ware bezahlt + ein paar Euro die sie auflisteten für die Mahnungen.

Genau weiß ich es nicht mehr, auch in dem Fall kam die letzte Rechnung per
email, das war aber telefonisch abgesprochen, jedoch ist diese Email
gelöscht.

Die Infoscore will nur noch, wie auf dem letzten
Schreiben schon, irgendwelche Verwaltungs und Mahngebühren, Post,
Telefon... usw. genau 71.64€.

Auf der aktuellen Titulierungsankündigung steht nur "71,64€ aus Rechnung(en)"

Im letzten Schreiben war es genauer aufgelistet, müsste es nochmal raussuchen wenn das nötig ist.

Ich hab keinerlei Erfahrung mit sowas, einen Mahnbescheid habe ich auch
noch nie bekommen, und wenn man damit nicht umzugehen weiß dann wirds
einem doch schon komisch.

Falls ich wirklich in einen Rechtsstreit geraten sollte, steht mir dann das Inkassobüro oder die Amazon gegenüber, von der die Sache ja angeblich ausgeht?

Was mich halt fuchst ist, das ich das mit Amazon sofort geklärt hatte. Mit nur einem kurzen Telefonat, und nun muss ich an eine andere Firma (sofern es soweit kommt) 70€ bezahlen für 3 Briefe.

Ich glaubte auch anfangs ich könnte es mit Amazon regeln und die melden dann dem Inkasso, das alles erledigt ist, aber irgendwie stehen hier Gläubiger und Inkasso kaum in Verbindung?!

lg

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Von der Zahlungsweise im Rewe oder dm habe ich noch nichts gehört, aber da bin ich nicht so firm...

Was die Kosten angeht, liegst du aber etwas schief: Wenn du die Rechnung von Amazon trotz Mahnung nicht ausgeglichen hast, bist du im "Zahlungsverzug" und musst die für die weitere Beitreibung anfallenden (angemessenen) Kosten erstatten. Da können Kosten für ein Inkassobüro dazu gehören, wobei die einzelnen Positionen der Auflistung separat auf ihre Berechtigung zu prüfen sind. Der Kostenerstattungsanspruch von Amazon für die Inkassokosten erlischt NICHT, bloß weil du die Hauptforderung ausgleichst. 

Aus meiner Sicht besteht in dem Fall zumindest dem Grunde nach ein Zahlungsanspruch des Inkassobüros (welches wohl in Vertretung von Amazon handelt), die konkrete Höhe wäre noch zu prüfen. Wobei jede Prüfung durch einen Rechtsanwalt wahrscheinlich mehr kostet, als der eventuell unberechtigte Teil ausmachen würde.

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Kommentar von franneck1989
09.08.2016, 15:04

Da können Kosten für ein Inkassobüro dazu gehören, wobei die einzelnen
Positionen der Auflistung separat auf ihre Berechtigung zu prüfen sind. 

Theoretisch hast du Recht, in der ständigen Rechtsprechung werden aber Inkassogebühren ggü. Verbrauchern regelmäßig gestrichen, wenn es sich um ein geschäftserfahrenes Unternehmen handelt. Grund: Amazon hat genug Möglichkeiten, selbst zu mahnen. Das Einschalten eines Inkassos ist daher nichts weiter als Kostentreiberei (siehe §254 BGB)

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Kommentar von franneck1989
09.08.2016, 15:08

Darüber hinaus entsteht im Massengeschäft für den Gläubiger kein Schaden, da IBs wie infoscore auf Flatrate oder Erfolgsbasis arbeiten. Wo kein Schaden, da kein Schadensersatz

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Kommentar von franneck1989
09.08.2016, 20:52

Eine Sammlung von Urteilen findest du hier: https://inkassokosten.wordpress.com Das RDG definiert eben nur eine Obergrenze. Für diese Obergrenze muss aber eben auch die entsprechende Gegenleistung erbracht werden. Eine individuelle Rechtsberatung findet im Massengeschäft ja überhaupt nicht statt. Die 1,3 Gebühr ist daher schon mal völlig unangemessen. Das, was das Inkasso an Leistung erbringt, ist bestenfalls ein Schreiben einfacher Art (0,3 Gebühr). Zudem heißt Höchstgrenze ja nicht, dass automatisch auch ein Erstattungsanspruch besteht. Dieser muss gesondert geprüft werden und da spielt insbesondere der §254 BGB eine Rolle. Gerade Amazon als Großunternehmen ist nicht auf die Hilfe eines Inkasso angewiesen. Das ist absurd. Mahnbriefen können die selbst schreiben. Zudem setzt eine Erstattung voraus, das überhaupt ein konkreter und bezifferbarer Schaden entstanden ist. Üblicherweise schreiben Inkassos aber in diesem Geschäft keine Rechnung, also entsteht auch kein Schaden.

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Kommentar von mepeisen
10.08.2016, 07:28

Wenn du die Rechnung von Amazon trotz Mahnung nicht ausgeglichen hast, bist du im "Zahlungsverzug"

Nö. So einfach und automatisch, wie du das hier schiloderst, funktioniert das bei Verbrauchern gar nicht. Selbst wenn auf der Rechnung ein Termin steht, der ist egal.

musst die für die weitere Beitreibung anfallenden (angemessenen) Kosten erstatten

Infoscore arbeitet kostenlos für Amazon. Da entstehen gar keine Kosten.

Zudem erbringt das Inkasso hier nichts, was auch nur annähernd einer Rechtsdienstleistung gleich kommt.

Ich würde von infoscore zur Prüfung eine Vertragskopie des Gesamtvertrages zwischen Arvato und Amazon anfordern und einen Zahlungsbeleg, dass Amazon die Inkassokosten bezahlt hat.

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