Teilungsversteigerung. Muß Meistbietender auch Grunderwerbsteuer zahlen, wenn er Miteigentümer war?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

In der Zwangsversteigerung wird das Objekt jedermann angeboten. Man erwirbt also völlig losgelöst von den früheren Eigentumsverhältnissen. Die Grunderwerbsteuer wird für die Summe des Meistgebotes fällig.

Das kann man aber verhindern und auch gleichzeitig andere Interessenten fernhalten, wenn nach dem sogenannten "kleinen Antragsrecht" nur die Eigentumsanteile selber und nicht die Immobilie als solche versteigert wird. In solchem Falle fällt keine Grunderwerbsteuer an, da man ähnlich wie bei einer Gesellschaft nur Anteile daran erwirbt. Das ist aber etwas für gewiefte Leute und selbst bei den Amtsgerichten den wenigsten bekannt! Guter Anwalt oder pfiffiger Rechtspfleger, die wissen sowas!

aus meiner Sicht fällt Grunderwerbsteuer gar nicht an, da man aus gerader Linie (Ehefrau) erwibt. Denn auch bei einer Zwangsversteigerung ist das Ehepaar / die Ehefrau auf Blatt 1 des Grundbuchs ja als Eigentümer eingetragen.

Hallo Hypothekenteam,

Grunderwerbsteuer fällt in diesem Fall aufgrund von § 3 Ziffer 5 GrEStG nicht an.

Die Antwort zum "kleinen Antragsrecht" ist leider nicht richtig, weil das kleine Antragsrecht nur bei einer Erbengemeinschaft vorkommt, welche hier nicht vorliegt.

Die "gerade Linie" ist es auch nicht, da Ehegatten nicht in gerader Linie verwandt sind.

Und dass Grunderwerbsteuer anfiele, ist leider schon mal ganz falsch.

Näheres siehe unter www.teilungsversteigerung.net

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