Taufe (serb. orthodox und röm.katholisch).

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

In der Orthodoxie sind Taufe, Firmung und Ersteucharistie (Erstkommunion) miteinander zu einer einheitlichen Feier der Eingliederung in Christus und die Kirche verbunden. Beim Vollzug der Taufe wird der Täufling vollständig untergetaucht (Immersionstaufe), um das „Sterben und Auferstehen in Christus“ zu symbolisieren. Auch Kleinkinder empfangen nach ihrer Taufe sogleich Myronsalbung (entspricht der Firmung) und Kommunion (in der Orthodoxen Kirche immer als Kelchkommunion). Ebenso handeln die katholisch-unierten Kirchen des Ostens und die Altorientalischen Kirchen wie etwa die Koptische Kirche.

Katholische Kirche: Wird die Taufe außerhalb der Heiligen Messe gespendet, so findet sie dennoch als liturgische Feier statt. Nachdem der Täufling mit dem Kreuz bezeichnet worden ist, werden Lesungen vorgetragen, etwa das Evangelium von der Taufe des Herrn. Da der Täufling in die Gemeinschaft der Heiligen aufgenommen wird, werden die Heiligen in der Allerheiligenlitanei um ihre Fürbitte angerufen. Es schließt sich der Taufexorzismus und die Salbung mit Katechumenenöl an. Vor der Taufe erfolgt die Heiligung des Taufwassers durch das Weihegebet („Lob und Anrufung Gottes über dem Wasser“). Dem Bekenntnis des christlichen Glaubens geht die Abrenuntiatio diaboli, die Absage an den Satan und das Böse, voran.

Die Taufe ist ein Ritus, der im Christentum seit der Zeit des Neuen Testaments und in allen christlichen Konfessionen den Eintritt in das Leben als Christ bedeutet.

(Wikipedia)

Je nach Entscheidung der Eltern wir das Kind dann in die entsprechende Kirche aufgenommen. Aber in Deutschland kann ein Kind ab 14 Jahren (Religionsmündigkeit) selbst die Kirche wechseln, die Taufe gilt dabei für alle christlichen Religionen als gültig und wird nicht wiederholt – auch bei einem „Übertritt“. Bei Katholen ist die Taufe ein Sakrament und kann natürlich nie rückgängig gemacht werden (schon im Alten Testament wurde zum Beispiel ein König gesalbt und auch wenn er später unwürdig war blieb die Weihe – ein Priester wird ebenfalls geweiht, auch wenn er exkommuniziert würde, bliebe die Weihe: er würde sich nur durch die Ausübung des Amtes trotz Verbot weiter in die „Sünde“ = Gottesferne treiben).

Nein, ein Christ kann grundsätzlich nur einmal getauft werden. Diese Taufe gilt lebenslang. Ihr müsst euch also entscheiden, in welcher Kirche und von welchem Priester ihr euren Sohn taufen lassen wollt.

Allerdings kann er sich ab dem Alter von 14 Jahren, wenn er religionsmündig ist, frei entscheiden, welcher Konfession er angehören möchte. Man legt sich mit der Taufe auch nicht auf die Konfession, sondern nur auf den christlichen Glauben fest.

katzevic 25.02.2012, 22:29

Das ist im Orthodoxen nicht so. Wenn man getauft ist, dann legt man den Glauben fest. Bei uns gibts keine Kommunionm , oder so. Man bekennt sich nicht nochmal zur Koinfession.

0
Paguangare 25.02.2012, 23:31
@katzevic

Es kann schon so sein, dass die orthodoxen Christen es so sehen, dass ein orthodox getauftes Kind dann auch dem orthodoxen Christentum angehört.

Trotzdem ist es in Deutschland möglich, dass ein Christ seine Konfession wechselt. Es kommt z.B. vor, dass Protestanten zum Katholizismus wechseln oder umgekehrt. Eine erneute Taufe findet in einem solchen Fall nicht statt.

0
katzevic 26.02.2012, 09:54
@Paguangare

Das weiss ich, aber bei den orthodoxen findet eine Taufe statt, wenn man zur Orthodoxie wechselt. Auch in Deutschland.

0
Parsifal271 27.02.2012, 00:54
@katzevic

Wie jetzt, ich dachte, die Orthodoxen erkennen die Taufe anderer Kirchen an? Ist ja umgekehrt auch so...

0

Ist es möglich einmal Serb. Orthodox und einmal röm. katholisch taufen zu lassen?

Kurz und knapp: Nein.

Grund: Die Taufe ist in beiden Kirchen ein Sakrament, das nur ein einziges Mal empfangen werden kann. Wurde das Kind einmal sebisch-orthodox getauft (und gefirmt! = Heilige Salbung), wird es in der Kirche des lateinischen Ritus (= landläufig das, was wir hier Römisch-Katholische Kirche nennen) nicht nocheinmal getauft und gefirmt, wenn es später zur römisch-kath. Kirche übertreten würde.

Früher haben beide die gleiche glaubensrichtung haben müssen, selbst beim heiraten. So weit ich weis ist das mitlerweile nicht mehr nötig weil beides christlich ist, und es heist jetzt KRST NA KRST NEIDE, also kann jeder bei seiner Richtung bleiben. Wie das allerdings mit den Kindern ist weis ich leider nicht genau. Mein Onkel ist Orthodox, Tante Katholisch, Tochter auch Katholisch, Sohn wieder Orthodox und ich Atheist. So ein Durcheinander.

Wie schon gesagt wurde: Nein. Zum Glück, wie ich persönlich sagen muß, sind schließlich unterschiedliche Konfessionen, aber nur ein Christus und ein Glaube an Ihn...

Ihr werdet euch wohl einigen müssen. Bei meiner Frau (kath.) und mir (ev.) war das nicht so schwierig, weil ich sowieso mehr zur katholischen Kirche tendiere. Habt ihr da nie vorher drüber gesprochen?

VIIMMXII 27.02.2012, 13:07

Zu der Frage ob wir vorher darüber gesprochen haben, lautet nein, uns war es wichtig das der kleine lebt und gesund ist. alles andere ist zweitrangig.

Ob wir unser Sohn röm.katholisch oder orthodox taufen sollte zu keinem Streitfall in der Familie kommen. Aber ich hoffe wir werden eine Lösung finden und uns irgendwie einigen.

0

Nein, das geht nicht, er kann ja nicht beides sein. Ich bin auch orthodox und wir mussten uns entscheiden, was wir mit unseren Kindern machen. Wie habt ihr geheiratet?

katzevic 25.02.2012, 22:32

Lebensgefährtin? Nicht verheiratet? Dann geht es orthodox gar nicht, vor allem nicht, weil die Mutter keine orthodoxe ist.

0
VIIMMXII 25.02.2012, 22:43
@katzevic

.. und wenn die Mutter z.b. nicht am leben wäre?
wie müsste man das Kind dann taufen?

0
katzevic 26.02.2012, 09:51
@VIIMMXII

Du keine Ahnung. Ich weiss nur, dass wir nur standesamtlich geheiratet haben und dass unsere Tochter nur getauft wurde, weil ich als Mutter orthodox bin. Aber nun mal mal den Teufel nicht an die Wand, deine Lebensgefährtin lebt ja , oder? Solche Gedanken sollte man nicht haben.

0
VIIMMXII 27.02.2012, 13:02
@katzevic

Ja meine Lebensgefährtin lebt, Gott sei dank :)

Das war nur ein Beispiel, weil es muss ja auch für Ausnahmen irgendwelche Regeln geben.

Ich selbst bin serb.orthodox und halte nicht viel von Religionen ob Orthodox, Islam, Katholisch etc. für mich zählt nur der Glaube an Gott!

unser Problem ist dass meine Familie in Serbien ist, und Ihre hier in Österreich. Wir möchten alle Familienmitglieder einbeziehn, damit sich keiner benachteiligt fühlt.

0
katzevic 27.02.2012, 16:03
@VIIMMXII

Ich kenn das. Ist aber sehr schwierig. Ich erzähl mal von uns. Mein mann deutscher, ich griechin. Wir haben standesamtlich geheiratet. In Deustchland wurden unsere Kinder getauft, trotz dass wir nicht krichlich geheiratet haben. Und nur, weil ich ( als Mutter orthodox bin, mein Mann war ungetauft) . In Griechenland wären unsere Kinder gar nciht geatuft worden, da wir nciht kirchlich geheiratet haben. Da ist es so, wenn man nichtr kirchlich heiratet, werden die kids auch ncith getauft. Musst dich mal in Serbien erkundigen, vielleicht ist es dort auch so. Ich gehe mal davon aus, dass die Taufe dann dort stattfinden soll. Vielleicht kann da ein Verwander nachfragen.

0

Was möchtest Du wissen?