Tabletten gegen Lactoseintoleranz - schädlich?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es wurde ja schon sehr viel über die LI debattiert und im Großen und Ganzen fast alles erwähnt.

Zu den Laktase-Tabletten: Ja, die helfen und sind meiner Meinung nach nicht schädlich, zumindest habe ich noch nichts nachteiliges darüber gelesen,

aber

du musst schon ein bischen ausprobieren, wieviel Laktase du so im Einzelfall nehmen musst. Es gibt Tabletten bei uns im dm mit 1000 FCC- Einheiten, die enthalten praktischerweise auch etwas Traubenzucker. (Dazu musst du aber weiter unten lesen zur Fruktoseintoleranz.) Davon soll man bis zu 5 auf einmal nehmen können. Dann gibt es Kapseln (ohne andere Zucker) oder auch Tabletten mit 3000 FCC-Einheiten, oder aber 5000, ja sogar mit 10. 000 Einheiten. Es steht nie auf der Verpackung, was passiert, wenn man zuviel nimmt oder wenn dann doch kein Milchzucker im Kantinenessen ist, aber ich habe festgestellt, dass einem dann sehr übel wird, wenn man viel zuviel hatte.

Da du weiter unten erwähntest, dass du Angst vor einer F-intoleranz hast, gebe ich dir hier ein paar Tipps:

Es kann ganz gut sein, dass du auch eine fructoseintolerant bist (eigentlich nennt sich das eine Frustosemalabsorbtion, aber das ist auch egal). So war es nämlich bei mir auch. Mein jüngster Sohn ist erst 16 und reagiert ebenfalls auf beides, Milch- und Fruchtzucker.

Die Fructoseunverträglichkeit ist meistens erworben, das meinte zumindest meine Hausärztin, denn durch die Strapazen, die der Darm durch die lange Ungewissheit, was man denn nun nicht verträgt, ist die Verdauung komplett im ,Eimer'.

Es ist nicht sehr einfach, herauszufinden, auf was man reagiert, denn oft wird auch z.B. einfach dem Brot Milchzucker beigemengt, weil das so schön füllt.

In fertig gewürztem Fleisch ist er auch meistens enthalten. Ich habe festgestellt, dass der Milchzucker** **nicht immer exakt deklariert wird****.

Es kann sein, dass er sich unter der Bezeichnung Gewürze versteckt, jedenfalls ist das mein Verdacht.

Neulich habe ich auf der Verpackung von Brötchen gelesen, dass neben Weizenmehl, Wasser, Hefe und Salz auch** **** Verdickungsmittel wie Carrageen und Guakernmehl****** zugefügt wurden, was vielen Menschen sowieso Bauchweh verursacht, also wie soll man da noch genau wissen, wo jetzt wieder einmal Milchzucker drin enthalten war???

Also mein Sohn und ich, wir rätseln täglich, was bei wem welche Beschwerden ausgelöst hat, wobei er mittlerweile empfindlicher als ich regiert. Zum Beispiel gibt es einen laktosefreien von einer speziellen Firma, der enthält diese Verdicker, also bleibt nur selberkochen mit laktosefreier Milch. Die speziellen Joghurts, die diese Firmen anbieten habe fast immer Süßstoffe, die auch viele Leute nicht vertragen, also kann man die auch vergessen. Es gibt schon sehr viele Produkte (zumindest mehr als noch vor zwei Jahren), aber wenn man sehr empfindlich ist, kann man die dann oft doch nicht essen.

Ich lese immer wieder, dass Leute, die Laktoseintolerant sind, auch auf Fruktose reagieren.

Wenn dem so ist (ich habe einen Atem-Test gemacht), dann musst du im Prinzip jedes Obst und Gemüse austesten, wobei ich nur noch die Lebensmittel zu mir nehme, die relativ wenig Fructose enthalten und verkneife mir jegliches Sorbit (was auch in manchen Lebensmitteln, z.B. Pfirsichen und Birnen natürlich vorkommt), weil das den Fructosegehalt quasi vervielfacht. Bauchschmerzen sind dann so gut wie vorprogrammiert. Am besten machst du wegen der Fructose einen Test und liest dich dann bei Google schlau, was mit den einzelnen Zuckern ist, und wie sie sich zusammensetzen.

Bei mir funktioniert auch in Maßen ein kleiner Trick: Wenn ich z.B. eine Apfelsine essen möchte, dann nehme ich zeitgleich ein kleines Bröckchen Traubenzucker zu mir, weil der die Fruktose quasi abschwächt im Bezug auf die negativen Auswirkungen im Verdauungstrakt, so wie der Zucker Sorbit noch nach Tagen negative Reaktionen hervorrufen soll.

Um zu wissen wieviel Fruktose ein Lebensmittel hat, druckst du dir am besten eine Liste aus. Alles oberhalb von 2500mg Fruchtzucker/100g Lebensmittel kannst du dann meistens vergessen.

Entweder hast du deinen Hautausschlag von der LI (bei mir kam neben Durchfall, Bauchschmerzen, Sodbrennen auch Augenjucken von der L-Intoleranz),

oder von einer Fructoseintoleranz,

oder von der Schilddrüse (du erwähntest so etwas ähnliches),

oder du hast zusätzlich noch eine Psoriasis, (die habe ich im Übrigen auch),

oder du bist Neurodermitiker.

Oder reagierst noch auf etwas in der Kleidung. Vielleicht kann dir ein Dermatologe da weiterhelfen.

Laktoseintoleranz ist keine Krankheit, aber für deinen Hautausschlag wünsche ich dir gute Besserung.

Wooow, danke! Ich werd jetzt mal alles testen lassen! :-)

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@heartbeat17

Vielen Dank für das Sternchen.

Übrigens mit dem Austesten der Lebensmittel meinte ich, dass du das selber ausprobierst. Ich denke nicht, dass Ärzte das so ohne weiteres machen werden. Du kannst mit einem Atemtest testen lassen, welche Zucker dir nicht bekommen und du erfährst dann auch, wie stark du darauf reagierst, aber die einzelnen Lebensmittel (insbesondere die mit mehr oder weniger Fruchtzucker) wirst du wohl oder übel selber austesten müssen. Ich habe jetzt eine lange Zeit auf stark Fruchtzuckerhaltiges verzichtet (das wurde mir so empfohlen) und es hat sich ein bischen gebessert (funktioniert aber soweit ich weiß nicht bei Laktose), zumindest unter Zuhilfenahme von ein kleinwenig Glukose/Dextrose beim Verzehr von Obst. Weiterhin alles Gute.

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Die Tabletten enthalten Laktase und das ist das Enzym welches in deinem Körper fehlt um Milchzucker zu verdauen. Der Milchzucker beginnt dann in deinem Darm zu gären und das verursacht die Schmerzen. Wenn du also Laktasetabletten nimmst, so ist das nichts anderes als der Stoff, der zur Milchzuckerverdauung bei "Gesunden" so wie so vorhanden ist. Deine anderen Beschwerden, Hautausschlag o.ä. haben wahrscheinlich nichts mit den Tabletten zu tun. Theoretisch könnte es sein, dass du auf einen der Zusatzstoffe die in den Tabletten sind, reagierst. Aber das glaube ich nicht, wenn du sicher gehen willst, hilft nur ausprobieren, d.h. über einen längeren Zeitraum die Tabletten weglassen und auf Minus-L Produkte ausweichen.

Eigentlich entzieht der Milchzucker dem Darm Wasser und dies verursacht Schmerzen und Durchfall. Laktoseintoleranz hat nichts mit gesund oder nicht gesund zu tun. 80% der Weltbevölkerung sind laktoseintolerant.

LA Produkte helfen nur wenn der Körper etwas mehr aushält und deshalb nicht so empfindlich reagiert.

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@Putztuch

Deshalb habe ich "Gesunden" in Anführungsstriche gestellt. Sicher hat Laktoseintoleranz nichts mit Krankheit zu tun. Sorry wenn das so rüber kam.

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@Aliha

Kein Problem, aber viele glauben ja auch es wäre ne Allergie was ja auch falsch ist.

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Den Ausschlag habe ich (fast) immer. Auch, wenn ich die Minus-L-Produkte nehme und die Tabletten weg lasse. Langsam vermute ich, dass der Ausschlag vielleicht durch eine andere Unverträglichkeit entsteht.

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Klingt doch eher nach Allergie als nach Unverträglichkeit.

Lass doch einfach einen Allergietest aus dem Blut machen. Einen sogenannten "Rist-Test" auf einen erhöhten IgE Wert als allgemeines Indiz auf Allergien und falls der positiv ist, einen eingehenderen Test auf spezifische Allergene (RAST-Test).

Wirkmechanismen von Unverträglichkeiten und Allergien sind komplett unterschiedlich und haben keine gemeinsame Basis. Man kann natürlich auf ein bestimmtes Nahrungsmittel sowohl unverträglich als auch allergisch reagieren, dann sind aber immer unterschiedliche Inhaltsstoffe im Spiel.

Kennt ihr euch mit den Laktase Einheiten aus?

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