Stute mit 3 Jahren decken?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Bedeckungsalter sehe ich nicht als Problem, wohl aber den Wissenstand der Möchtegern-Züchterin. Zur Zucht braucht es mehr als Stute, Rosse und Samen. Es braucht das Wissen um sinnvolle Verpaarungen, mögliche Erkrankungen, Haltung in der Trächtigkeit, Aufzucht und all das, was Stute und Fohlen benötigen. 

Das Pferd ist ungestüm? Ich gehe mal davon aus, dass auch die Reiterin noch nicht all zu erfahren ist, was das Einreiten und Ausbilden dieses Pferdes angeht. Vielleicht hat sie sogar Angst bekommen. Die Stute decken zu lassen, erscheint da vielen unbedarften Menschen als Mittel, eine Stute gelassener zu bekommen. Klappt tatsächlich hier und da - aber sehr oft eben auch nicht. So manches Stute ist nach dem Fohlen noch exakt so wild wie vorher. Und dann hat man zusätzlich zu den alten Problemen, die man mit Hilfe des Fohlens aufschieben wollte, auch noch ein neues dazu: die Aufzucht des Fohlens, seine Ausbildung, die Kosten...... 

 Ich gehe mal davon aus, dass auch die Reiterin noch nicht all zu erfahren ist, was das Einreiten und Ausbilden dieses Pferdes angeht. 

Nein, eben nicht. Sie reitet erst etwa 2-3 Jahren, und hat von meinem Onkel, also ihrem Vater, zum 18. Geburtstag das Pferd bekommen. Die Stute steht in einem Trainingsstall, zwei Reitlehrer kümmern sich um beide, aber die sind ja auch nicht immer da. Und gezüchtet wird auf dem Hof gar nicht.

1
@Erdentochter

Oh je, dann tippe ich tatsächlich darauf, dass sie Angst bekommen hat und die Trächtigkeit als Rettungsanker sieht, dem Reiten mit einem guten Argument zu entkommen....

1

wenn die stute im hauptbuch des verbandes eingetragen ist, kann man das machen.

vier jahre ist eigentlich optimal für eine bedeckung. dann wäre die stute fünf, wenn das fohlen geboren wird.

allerdings - wenn  man so keine ahnung von nix hat, sollte man sich unbedingt vom verband beraten lassen, welcher hengst der passende ist. denn züchten ist mehr, als den nachbarshengst auf einer stute rumrutschen zu lassen und dann zu hoffen, dass was nettes dabei rauskommt.

der hengst sollte zur stute passen - und von jeglichen inzuchtexperimenten (verwandte pedigrees) würde ich einem zuchtanfänger IMMER ABRATEN.

die stute sollte als zuchtstute aber auch nicht auf einem reiterhof stehen, sondern möglichst auf einem gestüt eingestellt werden. züchten ist ja ein nettes hobby, bei dem man viel geld lassen kann. von daher sollte es gut überlegt sein, wie man das organisiert. das fohlen muss ja dann mit der stute zur bewertung zur fohlenschau, muss bewertet, gebrannt werden etc. 

das jetzt 3jährig angerittene pferd dann mit knapp 6 (sobald das fohlen abgesetzt ist) professionell ausbilden zu lassen, ist dann absolut sinnvoll. und vor allem kann die freundin bis dahin so viel reitunterricht nehmen, dass sie unter anleitung das eigene pferd mit selbst ausbilden kann. dafür empfiehlt es sich dann, das tier in einen ausbildungsstall umzustellen.

generell sollte sich ein anfänger nicht mit einem nicht ausgebildeten pferd rumschlagen. dabei kommt selten etwas gutes heraus. zumindest nix gutes fürs pferd.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

In der Natur würde die 2 jährige Maidenstute gedeckt werden - sie wäre also nicht zu jung.

Vor allem wäre sie nicht zu jung, das sie (wenn sie schon geritten wird) ihren dritten Geburtstag ja schon hinter sich hat.

Im Frühjahr 2017 wäre die Stute dann vermutlich 4 Jahre alt - und bei Geburt des Fohlens wäre sie 5 Jahre alt - was durchaus das ganz normale Erstbedeckungsalter bei jedem Züchter wäre.

Also vom Alter der Stute her und vom Ausbildungsstand würde absolut nichts dagegen sprechen. Viele decken gerade ihre sehr ungestümen Jungstuten, weil viele durch die Mutterschaft ruhiger werden (also eigendlich durchaus ein guter Grund zur Bedeckung).

Eher wäre von Seiten der Besitzerin die große Problematik zu erwarten - eine unerfahrene Besitzerin (in Sachen Zucht) und eine Maidenstute passen i.d.R. nicht gut zusammen.

Eine unerfahrene Besitzerin, die eine langjährige Zuchtstute decken lässt ist nicht ganz so Risikoreich. Ohne Erfahrung auf beiden Seiten, kann das aber auch sehr dramatisch ausgehen.

Man kann tragende Stuten bis kurz vor der Geburt reiten und auch schon relativ kurz nach der Geburt wieder leicht reiten. Insofern ist es kein Problem. Problematisch ist für mich eher, dass sie keine Erfahrung im Umgang mit trächtigen Stuten und mit Fohlen hat.

Die Mutter von meinem Sven wurde übrigens schon mit 2 gedeckt (Sven war das erste Fohlen), das finde ich zu früh.

Man kann tragende Stuten bis kurz vor der Geburt reiten und auch schon relativ kurz nach der Geburt wieder leicht reiten

Ich weiß, meine Stute hatte auch schon ein Fohlen.

Problematisch ist für mich eher, dass sie keine Erfahrung im Umgang mit trächtigen Stuten und mit Fohlen hat.

Eben :/

0

Das Meiste steht hier ja schon - biologisch nicht zu jung, gutes Alter für erstes Fohlen usw. Ergänzend möchte ich noch darauf hinweisen, dass "ich wollte schon immer ein eigenes Fohlen ziehen" gerade in der heutigen Zeit das schlechteste aller Argumente ist - da sie wohl nur ein Pferd reiten kann und mit der selbst noch jungen Stute offensichtlich noch alle Hände voll zu tun hat, man zudem auch die wirtschaftliche Machbarkeit bedenken sollte (ist für die nächsten 25 Jahre genug Geld und Zeit für zwei Pferde da), würde ich in diesem Fall eher davon abraten, die Stute jetzt schon zu decken - das geht auch in 5, 8 oder 10 Jahren noch, dann hat man (hoffentlich) ein solides und zuverlässiges Reitpferd unterm Sattel, von dem das Fohlen dann auch profitiert, das man als Handpferd mit ins Gelände nehmen kann usw, und sich so ein Nachwuchspferd heranziehen.

Was möchtest Du wissen?