Sturmgefährdete Tanne fällen?

2 Antworten

Ich habe das gleiche Problem mit einer 50jährigen Fichte.
Sie ist ein Zwiesel, d. h. sie hat zwei Stämme. Und der Schwachpunkt dieses Baumes ist der Spalt zwischen den Stämmen.
Es hilft alles nichts. Der Baum muß weg. Je höher der wächst, um so mehr verlagert sich der Schwerpunkt nach oben. Und Zwiesel können auseinanderbrechen.

Eine normale Gebäudeversicherung bezahlt so einen Schaden nicht, wenn der Baum auf´s Haus fällt. Und an eventuellen Personenschaden mag man erst gar nicht denken.

Manche Gemeinden haben Baumschutzsatzungen. Da sollte man sich vor der Fällung erst einmal im Rathaus über die Rechtmäßigkeit einer Fällung erkundigen.

Etwas anderes, als daß ich eine Fällung selbst bezahlen muß, kann ich mir nicht vorstellen.

Bei solchen Bäumen gibt es manchmal die Möglichkeit, sie nur von oben herab einzukürzen. So bleibt der Baum erhalten, hat aber wieder die nötige Stabilität. Das sollte aber auf jeden Fall ein fachkundiger Profi machen und auch vorher beurteilen, ob der Baum auch wirklich noch gesund und standfest ist. Manche Baumspezialisten brauchen dazu auch keinen Hubwagen, sondern klettern direkt am Baum nach oben und kürzen ihn ein.

Und falls er doch ganz gefällt werden muss, kann das vielleicht sogar die örtliche Feuerwehr im Rahmen einer Übung machen. Das gab es hier schon, die waren dankbar für ein Übungsobjekt und der Besitzer war dankbar für die Fällung.

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