Stromschlag unterbrechen

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9 Antworten

Wenn der Körper mit Strom in Berührung kommt, dann ziehen sich die Muskeln zusammen, da sie nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren. Das heisst, packst du an eine Leitung mit hoher Spannung oder Stromstärke, ziehen sich die Fingermuskeln zusammen, der Rest des Körpers verkrampft sich und du kommst nicht mehr weg wenn du Pech hast. Wenn du jetzt jemanden helfen willst der da iwo hängt, dann hast du einfach das Problem dass in dem Moment wo du ihn berührst der Strom nicht nur durch ihn sondern auch durch dich hindurchfließt und je nachdem wie lange du ihn berührst du halt entweder einen Schlag bekommst oder auch verkrampfst. Ihn einfach umzurempeln mit Wucht könnte klappen, aber die Chancen stehen schlecht, denn ist die Stromstärke so hoch das er verkrampft, dann wird er sich mit der Hand nun mal festhalten "wie ein Bär" und außer das du einen Schlag bekommst wird sich leider nicht viel ändern...

Dankeschön okay. Sehr interessant. dacht nur wenn ich ihn weghauen könnte wäre es schneller und einfacher, als zum Stromkasten zu rennen. Gut zu wissen, dann mach ich den Fehler nämlich sicher nicht :-D

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@Ichverbessert

Es gibt noch große Unterschiede zwischen Wechsel- und Gleichspannung. Gleichspannung ist in der Hinsicht gefährlicher da sich am Strom nichts ändert und man komplett verkrampft.

Bei Wechselspannung hingegen kommt man in der Regel los da sich die muskeln abwechselnd Verkrampfen / Entkrampfen. Das passiert zwar rasend schnell aber wenn du gegenspringt oder ihm mit irgendwas nicht leitenden auf die Hände schlägst kommt er frei.

Ich hab schon viele Stromschläge bekommen (Elektriker) und es hat bisher immer der Schock gereicht um frei zu kommen. Man sollte aber auch niemals leitende Teile mit der Innenseite der Hand berühren. Immer mit der Aussenseite anditschen bevor man dran geht. So schließt sich die Hand zwar aber man packt nicht zu. Hrt sich schon ein bisschen nach Kamikaze Pilot an allerdings macht man vorher nachtürlich sämtliche Spannungsprüfungen und Sicherheitsvorkehrungen (freischalten). Ich persönlich vertraue allerdings auf keine Messgeräte zu 100% und bin immer vorsichtig.

Generell gilt auch dass es bei Wechsespannungen zu Herzrythmusstörungen kommen kann. Deshalb sollte man nach jedem Schlag vorsichtshalber zum Arzt.

Sollte man längere zeit unter Strom stehen wandelt sich das Wasser im Körper langsam zu Wasserstoff um (Elektrolyse). Sobald man ein Ziehen Spannen der Haut verspürt nach nem langen Stromschlag muss man damit rechnen diese Körperteile amputiert zu bekommen. Das lernt man übrigens unter anderem in der Ausbildung zum Elektriker.

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@Bujin

gerade als elektriker solltest wissen das nach freischalten,prüfen und erden dazugehört und nicht mit der hand testen

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@wollyuno

Ich glaube nicht, dass er meinte, dass er jedesmal anstatt den Meßfühler zu nehmen erst mal mit der Hand testet ob denn Saft drauf ist... ^^ Und was den "Schock" anbelangt hat Bujin natürlich recht, oft genug reicht es um sich "vor Schreck" zu lösen, aber der Fragesteller bezog sich ja auf den extremfall, bei dem eine Person schon "kurz davor ist gegrillt zu werden", da sollte man wirklich sehr vorsichtig sein mit ihm in Kontakt zu kommen. Die Idee mit einem nicht leitenden Gegenstand auf die Hand zu schlagen kenn ich auch, ich muss allerdings ganz ehrlich gestehen, dass ich nicht weiss ob man das in der Realität tatsächlich tut, bzw. sich in dem Moment traut ihm die Hnd zu "zerschlagen"...?

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@Bujin

@Bujin - Irgend wie dürfte dir da etwas gröber durcheinander gekommen sein, denn Gleichspannung ist hinsichtlich Muskelverkrampfung wesentlich unkritischer im Vergleich zum technischen Wechselstrom.

Die äußere Bedingungen für die Art der Auswirkung des elektrischen Stroms auf den Menschen sind allgemein wie folgt zu sehen:

hoher Strom, wie vom Blitzschlag oder Hochspannung; Auswirkung: Thermische Wirkung

Gleichstrom, lange Einwirkdauer; Auswirkung: Chemische Wirkung

Wechselstrom, Stromimpulse die Muskeln anregen oder lähmen; Auswirkung: Muskelreizende Wirkung

Muskelreizende Wirkung:

Fast alle menschlichen Organe funktionieren aufgrund elektrischer Impulse, die vom Gehirn ausgehen. So steuern schwache Impulse von etwa 50mV die Bewegung der Muskeln in unserem Körper. Die Impulse werden dabei vom Gehirn durch Nerven an die Muskeln geführt. Ist ein Nerv unterbrochen, arbeitet der Muskel nicht mehr richtig. Bei genügend großem Stromfluss verkrampft ein Muskel. Handelt es sich dabei um die Muskeln in einer Hand, so kann man einen erfassten Gegenstand nicht mehr loslassen. Ist der Brustkorb betroffen, so tritt Atemstillstand ein. Es kann Herzstillstand ausgelöst werden oder der geregelte Ablauf der einzelnen Herzmuskelbewegungen wird durcheinander gebracht, sodass eine ungeordnete Bewegung ohne Pumpwirkung entsteht - das Herzkammerflimmern.

Eine Gleichspannung hat keine Impulsflanken (außer bei der erstmaligen Aufschaltung) und löst daher auch keine Muskelkrämpfe in dem Maß aus wie bei Wechselspannung gegeben.

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die Stromstärke in der Leitung ist völlig egal, maßgeblich ist einzig die Spannung. Die Leitungen einer tausende Ampere führenden Elektroschmelze kann man problemlos berühren wenn die Spannung nur wenige Volt beträgt.

Kriterium ist der Körperwiderstand (Übergangswiderstände und Innenwiderstand) und die angelegte Spannung. Entsteht dabei ein Strom der größer als 10mA ist, dann kann es bereits zu Muskelverkrampfungen kommen.

Sehr oft kommt es zu Muskelverkrampfungen, wenn der Betroffene über Hand zu Hand Verbindung (z.B. Außenleiter und Gehäuse und unbeabsichtigt) einen direkten Stromkreis über den Körper herstellt. Hier reicht es oft, wenn eine der beiden Verbindung z.B. die mit dem Gehäuse gelöst wird. Dadurch wird entweder der Stromfluss unterbrochen, oder so geschwächt, dass sich die Verkrampfung löst. Aussichtslos ist es die Verbindung lösen zu wiollen bei der die Verkrampfung auftritt. Eine mögliche (und auch gängige) Methode ist es, den Betroffenen an der Kleidung zu fassen und mit einem kräftigen Ruck weg zu reißen. Für eine ungeschulte Person ist es allerdings nicht ganz einfach die Lage und damit die richtige Handlungsweise tauglich einzuschätzen.

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Nunja ob ihrs glaubt oder nicht. O.O grade eben ist mir genau das mit dem Freund passiert. Gottseidank stand ich direkt neben dem Sicherungskasten. Bin jetzt im Krankenhaus mit ihm, dass war nicht toll anzusehen. Wird mich jetzt ne Weile verfolgen. ALso danke für den Tipp. Puuuuuuuuuuuuuuh -.-"

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ja das stimmt,ab so 15mA körperdurchströmung hast die loslassgrenze überschritten,da hift nur wenn du dazu kommst,kabel herausreißen,hauptschalter aus oder mit tritt den betroffenen aus dem bereich stossen.sicher kann es sein das du kurzfristig was spürst,wenn er dann weg ist sofort den notarzt verständigen und falls nötig wiederbeleben,erst dann dafür sorgen das die gefahrenquelle beseitigt wird,bei notarzteinsatz kommt bei solchen unfällen automatisch die polizei dazu und ermittelt

Durch einen Stromschlag können Muskeln verkrampfen. Berührt man einen Draht, so bekommt man einen Stromschlag, fällt im schlimmsten Fall um und kommt los sofern man nicht auf stromführenden teilen landet.

Umfasst man aber ein unter Strom stehendes Rohr oder Kabel mit Schadhafter Isolation, verkrampfen sich die Muskeln und man kann die Hand nicht mehr öffnen.

Fasst man jemanden an der unter Strom steht, bildet sich ein sogenannter "Spannungsteiler", man bekommt also einen teil der Spannung ab. Nicht die volle Spannung aber je nachdem wo man anfasst immer noch "mehr als genug"!

Hat jemand ein Stromdurchflossenes Teil (Kabel, Rohr, etc) umfasst und kommt nicht mehr los, reicht kein Schubsen oder anspringen mehr. Denn eine fest zupackende Faust kann mehr als das doppelte an Körpergewicht tragen. Da reicht kein Schubser und auch kein einfaches ziehen! Also bringt ein dagegenspringen nichts.

Wenn man den Strom nicht abschalten oder kurzschließen kann (als Laie bitte keinen Kurzschluß versuchen!), dann kann man nur versuchen einen Besenstiel (Holz oder Plastik) oder einen Holz- oder Plastikstuhl ohne Metallteile versuchen als Hebel anzusetzen um das Opfer oder das unter strohm stehende Teil "abzureißen".

Bei Hochspannungsnalagen kann man nur abschalten wenn man den Schalter ereichen kann und den auch sicher betätigen kann oder um Hilfe rufen und abwarten! Ab 500V Aufwärts kommt für das Opfer eigentlich sowiso jede Hilfe zu spät! Zumindest kann keiner schnell genug reagieren um das Opfer noch lebend zu retten!

Also, immer wenn ich Eine mit Netzspannung 230 V gewischt bekam, habe ich reflexartig losgelassen, noch ehe ich was gedacht hatte. Dass man nicht loslassen kann,halte ich für ein Gerücht. Mit Hochspannungsleitungen habe ich aber (zum Glück) noch keine Erfahrungen gemacht.

Naja, 230V sagt recht wenig aus, da nicht die Spannung, sondern die Stromstärke maßgebend ist. Je nachdem, welchen Widerstand du bietest kann das entweder nur ein wenig kribbeln, oder auch tödlich enden. Bei ner höheren Stromstärke ist nichts mehr mit reflexartig loslassen.

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@exorutus

Klar, es kommt immer drauf an wie gut man geerdet ist. Bei guter Erdung durch fehlende Isolierung an den nassen Füßen wird es einen wohl umhauen.

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@syncopcgda,das ist kein gerücht sondern ausschließlich vom stromfluss über den körper abhängig und der wiederum von den umständen.bestes beispiel ist barfus auf nassem boden und dann die 230 volt berühren.bei 15mA körperdurchströmung hast ungefähr die grenze erreicht wo du nicht mehr loslassen kannst und dann droht herzstillstand.bei hochspannung gelten die selben regeln nur mit dem unterschied,wenn du davonkommst hast noch zusätzlich schwerstverbrennungen.hatte in meiner berufslaubahn als sicherheitsbeauftragter in sachen strom mit 6 tödlichen unfällen zu tun

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@wollyuno

Danke, schon wieder was dazugelernt. In früheren Zeiten suchten ja die Elektriker die Phase mit dem Finger, dabei stellten sie sich auf die Tageszeitung.

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@syncopcgda

mit neuen gummistiefeln kann sein das er überhaupt nix spürt,auf zeitung würde ich mich nicht verlassen,außer du möchtest das es drinn steht

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entweder du rennst zur hauptsicherung und haust die raus - oder du nimmst etwas nicht leitfähiges wie zb holz und "schlägst" die person von der stromquelle weg.

fasst du den jenigen selbst an bekommst du ebenfalls einen stromschlag und bist nicht mehr in der lage ihm zu helfen-

das nächste was danach zu tun ist - oder falls mehrer helfer verfügbar sind zeigleich ist die feuerwehr anzurufen um den stromunfall zu melden - damit ein krankenwagen kommt .

da du nun weisst was zu tun ist besteht kein anlass mehr ihn "anzuspringen" also hat sich somit auch die 2. frage erledeigt :)

(solange du keinen direkten kontakt hast bekommste auch keine gewischt )

Ja stimmt.

Am Besten wäre es natürlich, wenn du zunächst den Strom abschalten könntest.

Wenn das nicht möglich ist, mit einem nicht leitenden Gegenstand (Holzplanke, Besenstiel o.ä.) den betroffenen vom Strom "weghauen". Oder mit einer Handtuchschlinge wegziehen.

Als "Notlösung" hilft sonst nur, ihn mit Anlauf heftig wegzustoßen... beim Kontakt wirst du aber kurzfristig auch eine gewischt bekommen, ist also nicht ganz ungefährlich.

Erst mal: Ja, es stimmt dass er (oft) nicht mehr loslassen kann, weil die Muskeln ihm nicht mehr gehorchen.

Dies ist der Fall, weil der Strom wirklich durch ihn hindurch fließt.

Wenn Strom durch einen Menschen fließen kann, geht das auch durch 2 --> Also nicht versuchen ihn wegzuzerren!

Wenn du dich auskennst, ist das sicherste den Strom abzuschalten (Lichtschalter, Sicherungskasten, Haupt- oder Schutzschalter).

Ansonsten bleibt nur die Alternative ihn so wegzubringen, dass du isoliert bist. Mit einem langen Gummistab wäre ideal ; ) Ansonsten zB ein Besen.

Hoff das du nicht in die Situation kommst!

Ja, stimmt. Sobald Du ihn berührst hängst Du mit dran.

dann hängt ihr beide am strom, lol

am besten du nimmst was, was keinen strom leitet und drückst die person vom stromkabel oder wie auch immer weg.

z.B. mit einem besen!

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