Stromanbieter akzeptiert keine Ratenzahlung und setzt einen Anwalt darauf an (Zusatzgebühren) - dürfen die das?

14 Antworten

Ihr habt euren Verbrauch falsch eingeschätzt und daraus hat sich die hohe Nachzahlung ergeben. In eurem Vertrag steht mit Sicherheit auch drin, dass einmal jährlich abgerechnet wird und eine Nachzahlung innerhalb von X Tagen zu leisten ist. Wenn ihr nicht zahlt, dann kann der Versorger selbstverständlich einen Anwalt beauftragen und diese Kosten gehen zu euren Lasten. Versucht das Geld aufzubringen, denn sonst wird über kurz oder lang womöglich noch ein Mahnbescheid samt folgendem Vollstreckungsbescheid folgen - und es wird immer teurer für euch.

Mein Rat für die Zukunft: Kontrolliert regelmäßig im Jahr euren Verbrauch, indem ihr z.B. 1x im Monat die Zählerstände notiert. Und sobald ihr eine Abweichung des geschätzten Verbrauchs nach oben feststellt, ruft ihr beim Versorger an und lasst den monatlichen Abschlag erhöhen. Dann treffen euch die Kosten nicht per Nachzahlung auf einen Schlag.

Der Stromanbieter kann Ratenzahlungen akzeptieren, aber niemand ist dazu verpflichtet, das zu tun. Die haben aber ihre Leistung erbracht und die haben daher das Recht auf sofortige begleichung der offenen Beträge. Ob ihr das nun zahlen könnt oder nicht, darauf müssen die keine Rücksicht nehmen. Man darf halt nichts kaufen und keine Verträge schliessen, wenn man weiss, dass man es nicht zahlen kann. Bei den monatlichen Raten sollte man das berücksichtigen und diese lieber etwas höher ansetzen, wenn man sich die Nachzahlung nicht leisten kann.

Die dadurch extra entstehenden Gebühren sind halt dann zu zahlen.Und ja, die dürfen das, das Geld ist jetzt fällig, keiner muss Raten akzeptieren.

Also mal vorweg, vertraglich festgelegte Prämien / Zahlungen können natürlich eingeklagt / mit einem Gerichtsvollzug eingefordert werden. 

Was sind denn nun die 645 EUR? Ist das die Stromrechnung von 517 EUR + x oder etwas anderes?

Ratenzahlungen müssen nicht angeboten werden, ein Check der Verbraucherinfos vorab ist da natürlich hilfreich. Zwecks Eures geringen Budgets würd ich trotzdem versuchen, mit denen in Verhandlung zu treten.

In Anlehnung an diesen Artikel:

http://www.123recht.net/Stromnachzahlung-Ratenzahlung-verweigert-__f485788.html

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