Strafbefehl wegen Kindergeldkasse?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung aufgrund zu Unrecht bezogenem Kíndergeld bedeutet, dass der Beschuldigte im entsprechenden Zeitraum entgegen seiner eigenen Aussagen respektive infolge Unterlassung Kindergeld bezogen hat, obwohl die rechtlichen Grundlagen hierfür nicht vorlagen. Dies stellt gem. § 370 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 AO eine Steuerstraftat dar.

Was erwartet mich?

Wenn du den Strafbefehl nicht akzeptierst und die Strafe bezahlst, eine Verhandlung und ein Urteil. Das Urteil ist dann sofort vollstreckbar.

Kann keinen Anwalt bezahlen , wobei auf dem Schreiben steht dass ich mit einem Anwalt erscheinen sollte.

Da es sich hier um ein Verfahren nach StPO handelt, wird dir ggfs. ein Pflichtverteidiger gestellt.

Es dürfte ratsam sein, hier eher direkt mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Kontakt aufzunehmen und eine vernünftige Ratenzahlung zu vereinbaren. Denn wenn bereits ein Strafbefehl ergangen ist, liegen wohl eindeutige Beweise vor, die du kaum wirst entkräftigen können (üblicherweise im Kontext vermutlich duch Durchsuchungen oder Prozesse gegen Dritte, bei denen entsprechende Unterlagen gefunden wurden, die dich direkt belasten).

vielen dank , ich werde versuchen den kontakt herzustellen 

0

Wenn Du einen Strafbefahl bekommst, kannst Du entweder bezahlen oder Einspruch dagegen einlegen

hast Du Ekichtinspruch eingelegt, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung vor dem Amtsrichter (Strafrichter)

dazu brauchst Du eigentlich keinen Anwalt - wenn Dir das Gericht schreibt, dass Du einen brauchst, Du kannst aber keinen bezahlen, dann kann für Dich ein Pflichtverteidiger bestellt werden. Du Solltest also mit dem Gericht Kontakt aufnehmen.

Was für eine Strafe könnte mich erwarten ?

Ich will nicht in den Knast 

0
@Nathan1993

Geldstrafe - das was auf dem Strafbefehl steht oder auch mehr ...

Tagessätze heißt aber auch, dass die Geldtrafe "abgesessen" werden kann - für jeden Tagessatz ein Tag

1
@Nathan1993

so ist es .. wobei sich die Tagessatzhöhe nach Deinen persönlichen Verhältnissen richtet ...

1
@frodobeutlin100

eine chance mit monatlich 100€ zu bezahlen würde nicht gehen?

dies wäre eigentlich einer super lösung für mich. jeden tag beispielsweise 50€ könnte ich nicht auftreiben.

0
@Nathan1993

es wird ein Betrag für jeden Tag angesetzt - das Ganze wird mit der Anzal der Tagessätze multipliziert - das ergibt die Geldstrafe

also z.B. Tagessatz 10,00 Euro - multipliziert mit 30 (Anzahl der Tagessätze) = Geldstrafe 300 Euro

kannst oder willst Du die Geldstrafe nicht zahlen, tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen

Du kannst aber auch signalieren, dass Du Strafe akzeptierst und eine Ratenzahlung (für die angenommenen 300 Euro) vereinbaren - z.B. 100 Euro monatlich

1
@frodobeutlin100

Okay dankeschön dass sie sich die Zeit genommen haben mir zu helfen. Weiß das zu schätzen. Kann nun ungefair abschätzen was mich erwartet. Vielen dank

0

Wenn du dir keinen Anwalt leisten kannst, kannst du Prozesskostenhilfe beantragen, das heißt, die Statskasse bezahlt den Anwalt

Okay danke , aber was genau hat mich zu erwarten vor Gericht?

0

Was möchtest Du wissen?