Stimmt es, dass meine 2,5 Urlaubstage, die mir nach Paragraf 17 BEEG zustehen, nicht nach Paragraf 5 BUrlG aufgerundet werden können?

3 Antworten

Nach meiner Rechtsauffassung sind beide Gesetze nachrangig (im Sinne von nacheinander) zu beachten:

Anspruch nach BEEG, danach Aufrundung gemäß BUrlG.

Aber im Streitfall hätte ein Arbeitsrichter das letzte Wort - wenn Du soweit gehen möchtest.

Dabei weise ich ausdrücklich darauf hin, dass dann (obwohl Du wahrscheinlich Recht bekommen würdest) das Vertrauensverhältnis erheblich leiden würde (Arbeitgeber verlieren ungerne Prozesse), und dass dann die Möglichkeit besteht, dass man Dich irgendwann wegen anderer Gründe ´rauskickt.

Ich wünsche Dir eine weise Entscheidung!

Gruß @Nightstick

2

Das wäre eigentlich auch meine Rechtsauffassung. Aber wie du siehst, musste ich ja schon um die 2,5 Tage kämpfen...:-( Das Vertrauensverhältnis hat also schon einen Knacks bekommen. Danke für deine Antwort.

0
42

Dem stimme ich ebenfalls zu - mit der Begründung in meinem Kommentar zur gegenteiligen Antwort von Anna1230.

0

Das sind zwei unterschiedliche Gesetze und in deinem Fall wird auch eher das BEEG gelten da es sich hier um eine besondere Situation handelt.Und dort gibt es keine Regelung zum aufrunden halber Urlaubstage. Es muss auch nach BUrlG nicht IMMER aufgerundet werden.
In deinem Fall gehe ich aber davon aus das eher das BEEG greift und somit bekommst du auch "nur" die 2,5 Tage. Der halbe Tag muss dann in Stunden umgerechnet werden und als Art Zeitausgleich frei gegeben werden.

42

Es ist allerdings nicht nachzuvollziehen, warum bei der Rundungsfrage im Falle von Urlaubsansprüchen nach dem BEEG - was den eigentlichen Anspruch von Teilurlaub betrifft - anders verfahren werden sollte als nach den Bestimmungen des BUrlG im Falle von Teilurlaub.

Zu Urlaubsfragen ist im BEEG ja auch so manches Anderes nicht geregelt, was trotzdem nach dem BUrlG gilt.

2
34
@Familiengerd

Weil es hier um eine Ausnahmeregelung geht. Und wenn man sich das BUrlG mal richtig durchliest stellt man fest das nicht immer grundsätzlich aufgerundet wird. Auch da gibt es Ausnahmen.

0
42
@Anna1230

das nicht immer grundsätzlich aufgerundet wird. Auch da gibt es Ausnahmen.

Es ist die Frage, worauf sich das "immer" und die "Ausnahme" bezieht!

Nach BUrlG ist aufzurunden, wenn der Bruchteil mindestens 0,5 Urlaubstage beträgt.

Es steht aber nirgendwo, dass es Einschränkungen bezüglich des Anlasses gibt - also aus welchem Grund, ob nach BEEG oder aus anderem.

Das hießt also, dass sich die Ausnahme auf die Berechnung bezieht, nicht auf den Anlass!

Weil es hier um eine Ausnahmeregelung geht.

Es ist nicht zu erkennen, dass es sich bei dem Urlaubsanspruch nach BEEG um eine - was die Aufrundungsregelung betrifft - Ausnahmeregelung von der Bestimmung des BUrlG handelt!

0

Die Frage wurde schon richtig beantwortet. Ein Hinweis noch: Die Gesetze kennen keine Urlaubsstunden, sondern nur volle Urlaubstage. Ab 0,5 ist also in jedem Fall aufzurunden.

Urlaubsanspruch bei Eintritt mitten im Monat

Hallöchen,

ich arbeite seit dem 20. Februar in einer Gemeinde. Der Urlaubsanspruch richtet sich nach TvöD-VKA § 26 Abs. 2 (b), Beginnt oder endet das Arbeitsverhältnis im Laufe eines Jahres, erhält die/der Beschäftigte als Erholungsurlaub für jeden vollen Monat des Arbeitsverhältnisses ein Zwölftel des Urlaubsanspruchs nach Absatz 1;** § 5 BUrlG bleibt unberührt.**

Da der Anspruch für das Kalenderjahr auf 30 Tage angehoben worden ist, bekomme ich für den Zeitraum 25 Urlaubstage (20.02.-31.12.2012). ABER nach BUrlG § 5 Abs. 2 würde ich für den selben Zeitraum 26 Tage erhalten, weil: Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf volle Urlaubstage aufzurunden.

Das verwirrt mich ein bisschen...kann mir jemand das verständlich erklären und was der Satz: "§ 5 BUrlG bleibt unberührt" genau bedeutet...ich habe von der Personalstelle tatsächlich nur die 25 Tage für die Monate März-Dezember erhalten.

Vielen Dank und lieben Gruß :-)

...zur Frage

Arbeitgeber wehrt sich gegen Kündigung, will aber Vertrag ändern, was passiert mit meinem Urlaub,Wie kann ich vorgehen?

Hi Community. Gerade komme ich von einem Gespräch mit meinem Chef. Situation ist nun sehr verfahren. Mir wurde kürzlich nahegelegt zu kündigen, worauf ich sagte dass ich, wenn ich aufgrund vieler Krankheitstage nicht tragbar bin, eine Kündigung von ihnen brauche und akzeptiere, was er ablehnte. Nun kam heute das Gespräch bei dem ich auf eine friedliche Lösung aus war. Nun wurde mir nur klar gemacht dass ich auf keinen Fall eine Kündigung bekomme, ich werde gebraucht und wäre die einzige Zuverlässige Mitarbeiterin u.a. (also positiv sollte man meinen) und zugleich wurde mir vorgeworfen ich wolle ja nur Arbeitslosengeld und hätte ja nur keine Lust mehr zu arbeiten, was nicht wahr ist. Meine Gesundheitliche verfassung ist eifach nicht mehr erträglich momentan. Ich habe mir für Juli 14 Tage Urlaub genommen. Nun wurde mir gesagt ich sei ab nächstem Monat(also Juli!) nicht mehr angemeldet und ich kann ruhig in unbezahlten Urlaub gehen. Das kann doch nicht wahr sein! Mein Versuch eine friedliche gute Lösung zu finden scheiterte, ich sagte auch es bedarf wenn dann auch etwas schriftliches und er dürfe mich nicht einfach wieder abmelden, was er bestritt. Ich wäre nicht einverstanden mit dem Wechsel von Teilzeit auf 400 Basis. Was kann ich nun tun? Auf einen Änderungsvertrag warten und dann? Widersprechen? Habe ich dann die Möglichkeit auf Arbeitslosengeld oder kommt eine Sperre zum Einsatz? Dazu gesagt, ich bin wirklich kein Sozialschmarotzer, ich brauche nur Unterstützung bis ich gesundheitlich wieder über den Berg bin und eine neue Arbeit gefunden habe! Und wie kann ich auf meine Urlaubstage bestehen? Am besten Zur Agentur für Arbeit? Etwas wie ein Anwalt u.ä. ist für mich ausgeschlossen da ich einfach keine finanziellen Mittel dafür habe. Bitte um Rat, sollte jemand wirklich Ahnung haben! Ich stehe nun allein da und bange um die Zukunft..

...zur Frage

Datev Lohn Compakt - Urlaubsanspruch Vorj. / Urlaubs Tage / Resturlaub

hat jemand eine Ahnung wie ich Datev üerreden kann diese o.g. Felder zu füllen?

In den Stammdaten ist der Jahresurlaubsanspruch hinterlegt, er erfasst aber auf den Abrechnungen wird es nicht ausgewiesen.

Die Urlaubstage die im aktuellen Jahr genommen werden und über den Monatskalender eingetragen sind tauchen auch weiter unten als genommener Urlaub auf, aber nicht oben in der ersten Zeile.

Hat jemand eine Idee?

...zur Frage

Wenn jemand nur 3 volle Tage die Woche arbeitet (24std pro Woche), wieviel wochen Urlaub hat er dann bei 30 Urlaubstagen?

Im arbeitsvertrag sind 30 Urlaubstage angegeben. Die Person arbeitet nur 3 Tage in der Woche. ( Mo di und Mi).

...zur Frage

Zu viel genommenen Urlaub vom Gehalt abziehen nach AN Kündigung.

Ich hab zum 30.4. gekündigt und dieses Jahr schon 17 Tage Urlaub genommen. Frage ist, stehen mir für 4 Monate jeweils 2,5Tage zur Verfügung (d.h. Bis Ende April 10 Tage) und Chef kann mir die 7 zu viel genommenen Tage vom Gehalt abziehen.

Oder darf er das nicht laut Paragraph 5 Abs. 3 BUrlG?

Paragraph 5 Abs. 3 BUrlG besagt, dass zu viel genommene Urlaubstage (Urlaubentgelt) nicht erstattet werden müssen.

...zur Frage

Wird mein schon genommener Urlaub aus meinem 450 EUR Job auf meine neue Vollzeitstelle angerechnet?

Hallo zusammen,

ich arbeite aktuell als Student auf 450 EUR für ein Unternehmen. Nun bekomme ich ab dem 01.09 einen Vollzeitvertrag in einer anderen Firma.

Wenn ich nun meinen Urlaub aus dem 450 EUR Job komplett nehme und dann in meine neue Firma Wechsel, werden mir diese Tage dann angerechnet?

Alte Firma: 10 Urlaubstage im Jahr (1 Urlaubstag = 5 Stunden) -> 2 Arbeitstage die Woche

Neue Firma: 25 Urlaubstage im Jahr (1 Urlaubstag = 8 Stunden) -> 5 Arbeitstage die Woche

Vielen Dank für Eure Hilfe!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?