Stimmt das mit der afd?

14 Antworten

Erstens stimmt das so verallgemeinert nicht.

Zweitens ist es auch keine Strafe, seine Kinder selbst zu erziehen, anstatt sie schon im frühesten Alter fremdbetreuen zu lassen. Ebenso kann es sehr erfüllend - und für die Familie von großem Nutzen und großer Freude - sein, wenn der Haushalt von der Frau des Hauses geführt wird und ein wirkliches Heim ist. Das sollte man nicht klein- oder schlechtreden.

In Zeiten hoher Scheidungsraten, hoher Steuern und mangelnder Arbeitskräftezahl treibt man natürlich die Frau aus dem Haus zur Lohnarbeit.

Ich bin dafür, dass Familien so gestellt werden, dass sie frei entscheiden können, ob ein oder beide Elternteile arbeiten und wie sie sich alles einteilen.

Und meisten entscheiden sich eben dazu selbst Geld zu verdienen. Etwas, das Jahrzehnten langen Kampf des Feminismus möglich geworden ist.

Keine mündige Frau wird sich das wieder nehmen lassen.

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@nadciao

Das kommt ja auch immer auf den Beruf an, ob er - auch ideell - lohnender ist, als die eigene Familie und den eigenen Haushalt zu gestalten. Als Hausfrau hat man ja auch viele Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren oder selbständige kleine Projekte durchzuführen, in denen es nicht in erster Linie ums Geldverdienen geht.

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Und wo steht die Frau in der Traditionellen Familie? Richtig vor dem Herd kümmert sich um die Kinder und bleibt zu Hause.

Die "traditionelle" Familie, bedeutet ja auch, dass der Mann als "Ernährer", dass Geld nach Hause bringt und die Frau sich zu Hause um Kinder und Haushalt kümmert. Es ist aber natürlich nicht so, dass die AfD den Frauen jetzt verbieten will zu arbeiten. Aber das ist schon so das Weltbild, dass sie vertreten. Da liegt dann sicherlich nicht der politische Fokus auf Kinderbetreuungsplätzen und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Ein bisschen weniger Frauenrecht kann ja doch nicht schaden.

Jeder weiß, wie diese Nazis ticken

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Deine Geschichtslehrerin hat das falsch verstanden.

Der Afd geht es um die Unterstützung von Frauen die lieber Hausfrau und Mütter sein wollen anstatt Karrierefrau zu werden.

Ich finde das ist ein sehr unterstützenswerter Punkt.

Das eine ist das, was eine Partei direkt und offen in ihr Wahlprogramm schreibt. Das andere, was man meint, was sie damit wirklich meint.

Das Geschriebene klingt eben konservativ und betont eher eine Gleichberechtigung für Frauen, die nicht berufstätig sein wollen. Womit ich z.B. auch kein Problem hätte.

Die Gegner meinen dann, dass sie wüssten, dass die Partei in Wirklichkeit nicht so eine Gleichberechtigung wolle, sondern die Frauen quasi dahin zwingen wolle.

Und wieder andere sind selbst eigentlich genauso diktatorisch und wollen tatsächlich alle Frauen daran hindern, Mutter zu sein und quasi zum Arbeiten zwingen.

Für mich ist das eher ein Sturm im Wasserglas. Denn man muss sich immer fragen: welche Relevanz hat die Meinung einer Partei zu einem Thema? Selbst wenn sie Regierung wäre? In unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem bestimmt nicht die Regierung, ob und welche Frauen arbeiten oder arbeitslos sind, sondern die Wirtschaft. Nämlich indem sie sie anstellt oder nicht.

Die AFD will an der kapitalistischen Marktwirtschaft nur insoweit was ändern, als die Kapitalisten noch mehr Macht und Besitz bekommen sollen. Und der Staat sich nicht in sie einmischen darf. Alle anderen Parteien machen ihrer Meinung nach den Unternehmen schon viel zu viele Vorschriften.

Wie sollten dann also durch eine AfD-Regierung die Unternehmen gehindert sein, Frauen einzustellen statt sie zuhause bei den Kindern sitzen zu lassen?

Und vor dem Hintergrund dieses Wissens über ihre Wirtschaftspolitik kann ich über die Frage dann eben auch nur lachen. Wie das allermeiste von dem ganzen radikalisierten Getöse über die politischen Lager bedeutungslos ist.