Steißbeinfistel-OP wer hat da erfahrungen?

6 Antworten

Hallo zusammen

ich wurde vor ca. 5 Wochen an einer Steissbeinfistel operiert.

da ich am Anfang einer blutvergiftung war kam ich sofort in den Op - zu lange gezögert und mit zwei kleinen Kindern mehr zu tun als mich auf mein eigenes Wehwehchen zu konzentrieren. Naja so würde ich gezwungen mal an mich zu denken.

die Op verlief gut ... die Schmerzen danach fast nur mit Schmerzmitteln zu ertragen. Wunde war bis runter aufs Steißbein. 8cm lang und 3 cm breit und der Arzt im KH meinte ich soll mir diesen sommer nichts mehr vornehmen.

zuhause konnte ich die Erste Woche fast nur liegen ... ständig ausduschen ... aber alles in allem hab ich es wohl richtig gemacht ... denn 5 Wochen später isr es fast verheilt ... tut auch kaum noch weh ... gute wundbehandlung und Ausdauer ist wohl echt wichtig ...

ich schreibe das hier damit nicht nur Horror Geschichten im Internet stehen - denn mir haben die Beiträge nicht gut getan ... deshalb ... Lasst euch nicht unterkriegen ... Ausdauer hilft das es schnell heilt

 

Hallo liebe Leidensgenossen,

ich litt seit ca. 10 Jahren an einer Fistel am Steißbein. Lange Zeit wusste ich überhaupt nicht, dass es sich um besagtes Leiden handelt, sondern vielmehr um den banalen "Pickel" am Hintern.

In den letzten 2 bis 3 Jahre wurden die Beschwerden jedoch immer stärker und ich machte mich mittels Internet auf die Ursache des Leidens.

Schnell stieß ich auf die Steißbeinfistel (auch Sakraldermoid oder Sinus pilonidalis genannt).

Die Berichte und Bilder von den Bahandlungsmethoden, welche ich hierbei im Internet entdeckte, waren die reinsten Horrorgeschichten. Folglich zögerte ich die Behandlung meines Problems weiter hinaus.

Irgendwann stellte ich mir aber die Grundsatzfrage, ob es nicht lebenswerter ist, wenn ich die ganze Sache angehe und die Fistel entfernen lasse, da ich ja bei den 'normalsten' Dingen wie z.B. dem Autofahren schon Schmerzen hatte und ich mit meinen 37 Jahren doch noch hoffentlich viele Jahre vor mir habe. Frei nach dem Motto "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende"

 

Ich machte mich also im Internet auf die Suche nach einer geeigneten Klinik und bin, und da danke ich Gott, auf die "Wallenstein Klinik" in Nürnberg gestoßen.

Ich fragte telefonisch nach einen Termin, welchen ich auch gleich 2 Tage später (29.03.11) bekam.

Die Voruntersuchung bestätigte natürlich nur meine Vermutung, dass ich an einer Steißbeinfistel litt, welche schnellstens behandelt werden müsste.

Ich ließ mir vom Chirurgen Dr. Felix Koc die Vorgehensweise bei dieser OP-Technik erklären, welche sich sehr beruhigend und schmerzarm für mich anhörte. Anbei muss ich erwähnen, dass Herr Dr. Koc die Person verkörpert, welche den Begriff 'Arzt aus Leidenschaft' voll trifft!

Folglich vereinbarte ich für den 04.04.11 meinen OP-Termin.

Für die OP bekam ich lediglich eine Schlafnarkose mit dem Narkosemittel 'Propofol', was den positiven Effekt hat, dass man nach dem Aufwachen keinerlei Übelkeit oder sonstige Beschwerden verspürt. Man bekommt beispielsweise schon eine Stunde nach der OP Essen gereicht, welches sehr lecker war.

 

Ich erwachte wie gesagt aus der Narkose und hatte wie erhofft keine bis minimale Schmerzen. Eine Stunden später kam der operierende Arzt Herr Dr. Koc zu mir ins Zimmer und erkundigte sich nach meinem Befinden. Zeitgleich erläuterte er mir den Eingriff, welcher bei mir durchgeführt wurde. Ich hatte einen 15cm langen Fistelgang, welcher in einem doch etwas umfangreicheren Hohlraum endete (40ml groß, d.h. die Füllung von 2 Schnapsgläsern).

Der Fistelgang und die 'Höhle' wurden mit dem Laser behandelt, was zu einem absterben sämtlicher, für die Entzündung verantwortlicher, Erreger führt.

Ich verbrachte die anschließende Nacht noch zur Beobachtung in der Klinik und verließ diese am darauffolgendem Tag. Bereits drei Tage später war ich wieder auf Arbeit, von welcher ich gerade diesen Erfahrungsbericht schreibe.

Im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig darüber, dass ich so lange mit der Behandlung gezögert habe, andererseits gibt es diese OP-Methode erst 2-3 Jahre, sodass sich das Warten doch gelohnt hat.

 

Ich hoffe, ich konnte vielen die Angst vor einer bevorstehenden OP nehmen, denn es gibt zu den herkömmlichen, u.a. sehr rustikalen Behandlungsmethoden auch noch absolut empfehlenswerte Alternativen.

Wer Fragen hierzu hat, kann sich gerne an mich wenden. Ich helfe gerne weiter.

 

Bei der Klinik handelt es sich um eine Privatklinik. Nachdem aber die OP und auch die Nachbehandlung (keine offene Wunde, etc.) absolut überschaubar ist, denke ich, dass die gesetzlichen Krankenkassen nichts einzuwenden haben, wenn sie durch diese Behandlungsmethode Geld sparen können. Bei Bedarf einfach bei der KK nachfragen.

 

Noch ein Wort für die Kritiker, die ich jetzt vielleicht auf den Plan rufe. Nein, ich bin kein Angestellter dieser Klinik und auch nicht mit dem Arzt verwandt oder verschwägert!

Ich möchte nur meine persönliche Erfahrung weitergeben und den Leidgeplagten eine Alternative aufzeigen, sich viel Schmerz und Leid zu ersparen.

 

Anbei noch der Link für die Klinik bzw. ein Beweis für die hervorragende Arbeit, die dort abgeleistet wird:
http://www.wallensteinklinik.de/files/210_Nos_6_Bg.pdf

also ich habe bis jetzt total beschisene erfahrung gemacht. habe vorher immer gelesen und auch von vielen gehört nach ein paar tagen sind die schmerzen vorbei. hahaha am 13 ok. wurde meine erste fistel operativ entfernt. vollnarkose und amselben tag nach hause. alles gut an dem tag.mittwoch höllische schmerzen, nur paracetamol vom arzt bekommen. donnerstag zum chirugen gegangen. wollte keine tamponaden mehr machen, habe gel verschrieben bekommen u einen pflegedienst. er meinte alles wird ganz schnell besser. freude! freitag, schmerzen wuren mehr. zu den 8 paracetamol am tag noch 4 ibu 600 genommen. half nix. samstag kam die hölle wollte ins kh, aber pflegekraft meint wunde sieht gut aus. ok bleiben wir zu hause.sonntag konnte ich vor lauter schmerzen nicht mehr aufstehen. habe geschrien und geheult.montag wieder zum arzt. super nacricht alles hat sich entzündet und die flüssigkeit kommt nicht raus. nächsten dienstag wird das ganze nochmal operiert. was soll ich dazu noch sagen? bin total fertig mit nerven. lese überall wie schön es verheilt und bei mir is so ne scheiße. hallo ich bin noch nicht mal mehr in der lage mich um meine beiden kinder zu kümmern. was für ein grausames gefühl wenn dein 7 monate alter sohn vor dir liegt und heult und du nix machen kannst. ihn noch nicht mak mehr auf den arm nehmen kann, weil ich mich ja nicht bücken kann. ich bin am ende. langsam werde ich depri. aber meine 2 jahre alte tochter i ein goldtück. sie macht es gut mit. donnertag erneut vom pflegedienst zum arzt geschickt, weil der knochen offen liegt-möglicherweise sofort ins krankenhaus. ih dreh durch!!!ich will nicht mehr!!also zum arzt.entwarnung, der knochen ligt offen ist richtig aber angeblich auch gut so.somit wurde wenigstens alles entfernt. wunde sieht gut aus. mit viel glück muss es auch am dienstag nicht mehr operiert werden. hoffnung. heute ist samstag. die schmerzen haben immer noch nicht nachgelassen. nehme immer noch 12 tabletten am tag. kann immer noch nix alleine und jetzt kommen die schmerzen von den nerven noch dazu, das heist entweder durchzieht es meinen ganzen körper wie ein stromschlag oder ich kann mich ne zeit gar nicht mehr bewegen. nun sind 12 tage um und ich frage mich wirklich wann endlich besserung eintritt. das macht einen ja fertig. ich will doch gar nicht viel. nur ein bischen weniger schmerzen! wer hat noch so schlechte erfahrungen gemacht?kann doch nicht bei jedem gut und schnell gehen und bei mir nicht!

Sinus Pilonidalis (Steißbeinfistel) - Wundheilung - erbitte um Rat?

Hallo, habe eine Frage zur Wundheilung, Nachbehandlung. Bitte nur hilfreiche Antworten, aber zunächst mal die Vorgeschichte:

ich wurde vor 12 Tagen operiert. Diagnose: Sinus Pilonidalis, auch allgemein als Steißbeinfistel oder Soldatenschreck bekannt.

Ich hatte in den Wochen vor der OP (habe es relativ früh diagnostiziert) nie Schmerzen, aber jeder Chirurg erzählte mir die Notwendigkeit der OP. Nun ja, so ließ ich es über mich ergehen. Weis nicht genau wie groß die Wunde war, aber ich gehöre wohl zur glücklichen Prozentzahl, sprich kein kraterförmiges Loch das bis auf das Steisbein geht. Es ist ca. 5 bis 6 cm lang, 2 cm breit und nicht allzu tief, wodurch auch die Wunde geschlossen wurde (primäre Deckung). 3 Tage nach der OP wurde die Wunde geöffnet, da es stark genässt hat. Anschließend (bis zum heutigen Tag) wurde die Wunde, die sehr sauber ist, also keine Infektionsherde oder Eiter mit einer Gaze- Tamponade, Kompresse und einem Verband gedeckt (täglicher Wechsel beim Arzt). Allerdings hab ich 12 Tage nach der OP nur geringe Granulation, sagte mir der Arzt.

Wie sind eure Erfahrungen (qualifizierte Beiträge)? Evtl. die eines Arztes oder Krankenschwester die mit der Nachbehandlung beschäftigt waren.

Wie erziele ich eine schnellere Wundheilung? Sollte ich mit ausduschen bzw. Sitzbädern beginnen. Ab wann ist eine Laserepilation nach dem Zuwachsen möglich?

LG Michael, vielen Dank für Antworten

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