Stehmähne hilft gegen Scheuerproblem?

...komplette Frage anzeigen Mähne im Sommer - (Pferde, reiten)

4 Antworten

Kenne ich so eigendlich nicht. Verlasse dich mal nicht aufs Blut - auch wenn schon große Mängel an Zink und Vitamin D und Calzium vorliegen, stimmt im Blut die Menge dieser Stoffe immer noch.

Meist zeigt sich  ein Selenmangel, der aber paradoxerweise durch Zink viel einfacher auszugleichen ist als durch Zufütterung von Selen. Weil eigendlich das Zink am Boden ist und nicht das Selen. Zu jeder Selenzufütterung bräuchtest du auch noch Vit E, ohne wird das nicht gescheit verstoffwechselt.

Allerdings würde ich jetzt schon bei einem Isi anfangen Zink zuzufüttern und Lebertran zum Futter dazu.

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Kommentar von Isildur
29.01.2016, 15:27

Wenn sie denn Lebertran frisst^^  Wie schaut es bei zink mit einer möglichen ÜBerversorgung aus?

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Hmmm....merkwürdiges Problem.

Ich kenne ausgeprägtes Mähnescheuern nur von Exemern, Pferden mit extremer Schuppenbildung, oder verursacht durch Schädlinge.

Aber vielleicht ist das ja ein nervliches Problem. Vielleicht ist dein Pferd extrem empfimdlich auf leichte Berührungen am Hals, kann ja durchauss sein dass bestimmte Nerven durch die Bewegungen einer längeren Mähne immer wieder angesprochen werden und das Pferd versucht diesen Impuls durch Schubbern (und vielleicht auch Schütteln) zu unterbinden. (Ist die Mähne weg, ist der Reiz ausgeschaltet.) - [Also vielleicht ähnlich wie bei einem Headshaker, bei dem durch bestimmte Auslöser Nervenimpulse angestoßen werden - wodurch das Pferd mit dem Kopfschlagen beginnt.]

Was anderes fällt mir dazu aktuell leider nicht ein.

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Kommentar von Isildur
29.01.2016, 13:36

Mmmh, aber dann würde sie es ja nicht nur im Sommer machen, oder? Ich bin da auch etwas ratlos und baue noch auf das BLutergebnis

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Erstmal finde ich es sehr gut, dass du die Scheuerei auf Mängel abchecken möchtest. Achte dabei auch auf die Leber-Werte, denn Leber äußert sich sehr gerne über die Haut. 

Behalte unbedingt den Euter und die Bauchnaht im Auge - auf kleine Punkte achten, wo Kriebelmücken oder auch andere Insekten reingestochen haben. SOFORT behandeln. Ebenso Mähnenkamm und Schweifrübe immer wieder fein untersuchen

Eine Stehmähne würde ich unter allen Umständen unterlassen! Das Scheuern kommt entweder von schlechter Haut, die dadurch leichter angreifbar wird, als auch von Kriebelmücken, die immer günstige Stellen zum Stechen suchen: Mölichst blanke Haut, wie z.B. Wirbel, Bauchnaht, usw. 

Entsprechend ist klar, dass eine Stehmähne da wesentlich mehr Angriffsfläche bietet als eine lange Mähne - deshalb ist es noch viel wichtiger, die Mähne lang zu lassen, damit sie den Mähnenkamm auch verdeckt und nicht offen legt. Durch die Stehmähne brauchen die Viecher nämlich nur im Sturzflug dran - auch eine Doppelmähne ist da schwierig, da sie einen Scheitel offenlegt. Durch die freie Angriffsfläche dreht man sich in einem Teufelskreis, denn dann ist die Haut angegriffen, juckt noch mehr, Pferd scheuert sich weiter. (In dem Fall völlig egal, ob Mineralmangel oder Insekten)

Zöpfe flechten ist prima im Winter, um wieder ein wenig Mähne zu züchten. Im Sommer halte ich das bei Scheuer-Kandidaten eher unpraktisch - wenn sie sich nämlich dann doch mal Scheuern, ist zumindest die ganze Strähne ab, wenn nicht sogar der ganze Zopf. 

Ich habe bei meinem Ekzemer verschiedene Mittelchen - am effektivsten war bisher jedoch unsere Fliegendecke mit Bauchlatz (!) und Halsteil, sowie unser Fliegenspray, ein verdammt gutes Mähnenspray um die Mähne und den Schweif schön weich und fluffig zu halten (damit es Viecher auch gut verscheuchen kann!) und das oft verwendete Equimyl. Habe noch ein paar weitere Cremes und Öle (Aldi-Lotion, Cutalind, PC30V, Zinksalbe, ...), aber das Equimyl ist prima gegen bereits stark betroffene Stellen, die auch blutig sind, es fördert wirklich toll den Heilungsprozess - und kostet gar nicht mal so viel. Es hat sich da so einiges in den letzten 6 Jahren angesammelt - und seit letztem Jahr erst wirklich im Griff. 

Ich hoffe für dich, dass es einfach nur ein Mineralmangel oder Leber oder so ist - auch, wenn Isländer gerne zum Ekzem neigen. Passe auch die Fütterung an: So wenig Zucker wie möglich ins Pferd - am besten gar keinen, d.h. keine Müslis, Äpfel, Bananen, Leckerchen, ... 

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Kommentar von Isildur
30.01.2016, 10:29

Es wirkt halt nicht wie das klassische Ekzem. Wir haben noch einen Ekzemer bei dem die ursachen aber bekannt sind - sich aber leider nicht mehr vollständig reparieren lassen. Der hat "richtiges" Ekzem. Bei ihr wird es ja eben besser, sobald "Luft" ran kommt. Bauchnaht, Schweif, o.ö. sind nicht betroffen, ...

Müsli o.ä. bekommt sie eh nicht. Dieses Jahr wird auch wieder auf eine sportliche Figur geachtet^^

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Vielleicht wird ihr unter der dichten Mähne einfach zu warm :D

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