Stangenarbeit an der longe mit oder ohne ausbinder?

6 Antworten

Weg damit, braucht kein Pferd. 

Achte auf korrekte Longenarbeit und vor allem, dass dein Pferd lernt, sich selbst richtig an die Longe zu stellen. Das geht nicht mit Gewalt, sondern mit Einfühlung.

Longen- und Stangenarbeit ist okay, bedenke aber, dass dein Pferd sich gerade bei der Trab-Stangenarbeit in der Balance halten muss, nur geht das schlecht wenn alles verschnallt ist.

Sinnvolles Longieren am Kappzaum ist effektiver, als mit Dreieckszügeln, da das Pferd Kopf und Körper einsetzen muss, was den positiven Nebeneffekt hat, dass es körperlich und geistig ausgelastet wird, nicht einfach in eine Position gequetscht wird, in der es u.U. sogar Schmerzen hat.

Ein guter Reitlehrer oder Bereiter kann dir helfen, wenn du noch nicht ganz so versiert bist. Oder zum stöbern und neues Erfahren zb. hier:

http://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/


Woher ich das weiß:Beruf – Dressur bis Klasse S*, über 30 Jahre Erfahrung

Grundsätzlich ohne Ausbinder, denn so kann das Pferd nie lernen, ordentlich zu laufen. 

Die ziehen mit Gewalt den Kopf des Pferdes runter, das hat auch nichts mit Rücken aufwölben oder dehnen zu tun, Letzteres geht nämlich gar nicht.  

http://www.abload.de/img/ausbinder687h.jpg

Folglich wird ein Pferd sich entweder auf das Gebiss legen oder hinter dem Gebiss verkriechen, denn sonst wird es ständig einen Ruck ins Maul bekommen.  

Versuch mal, den Kopf auf die Brust zu legen und gleichzeitig ein Hohlkreuz zu machen - das geht, tut aber weh. Viele Pferde drücken aber den Rücken mit Ausbindern durch, was zu einer extrem schmerzhaften Übersäuerung der Muskeln und einer Überdehnung der Oberlinie führt.  

Außerdem geben Ausbinder nicht nach, wie es eine gute Reiterhand kann. Das Pferd wird fixiert. Versuch du mal, ohne den Kopf zu bewegen, ein paar Runden zu laufen. 

Stolpert ein Pferd mal über eine Stange, kann es sich unter Umständen überhaupt nicht mehr ausbalancieren, was zu schlimmen Stürzen führen kann. 

Die richtige Lösung ist ein Kappzaum zum Longieren. 

Grundsätzlich weglassen und mit Kappzaum nach Babette Teschen longieren. Dreieckszügel bringen nur den Kopf in die vermeintlich richtige Position und verhindern dabei, dass das Pferd korrekt von hinten über den Rücken an das Gebiss heran treten kann.

Beim Longieren nach FN Richtlinien werden Lauferzügel empfohlen, ersatzweise einfache Ausbinder.

Und ja, die läßt man dann auch dran, wenn man das Pferd über Stangen oder Cavaletti treten läßt. Allerdings sollte man sie dann etwas länger schnallen, damit das Pferd schauen und sich anders ausbalancieren kann. Aber vorsicht, nicht zu lang - damit das Pferd noch die gewünschte seitliche Begrenzung hat und rein treten kann oder ähnliches.

Beim reiten kannst du mit Dreieckern ganz normal drüber traben. 

Du solltest grundsätzlich Hilfszügel benutzen, wenn du dein Pferd an der Longe arbeitest (zumindest, wenn du mit Trense / Gurt / Sattel arbeitest) - auch beim Longieren über Stangen oder Bodenricks. Ich würde allerdings aus Sicherheitsgründen dann eher zu Ausbindern tendieren als zu Dreieckszügeln. Gehen tut beides - aber die Gefahr, dass die Pferde in die Dreieckszügel treten, ist höher als die Gefahr, dass sie in die Ausbinder treten.

Nein durch Hilfszügel erreicht man garnichts. Das Pferd wird sich Falsch einrollen da Ausbinder immer einen Ruck im Maul geben werden, von diesem möchte das Pferd wegkommen, ist ja auch verständlich. Damit kann man keine Muskeln aufbauen und macht das ganze nur noch schlimmer.

Wenn man Muskeln aufbauen möchte sollte man mit einem gut passendem Kappzaum Longieren, nur mit diesem kann sich das Pferd richtig ausbalancieren und Muskeln aufbauen.

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