Soll ich mit dem Rollstuhl raus?

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11 Antworten

@Mabuer,

warum ist Dir das nach Draußen gehen so peinlich, daß Du es mit wild fremdem Menschen in einem öffentlichen Forum besprechen mußt? Was ist schlimm daran vorübergehend ein Handicap zu haben, daß einen Rollstuhlpflicht mit sich zieht? Schämst Du dich etwa nicht behindert genug zu sein um mit einem Rollstuhl gesehen zu werden? Ich hoffe nicht! Wenn ich so empfinden würde wie Du, müßte ich ein Leben auf 60m² führen, könnte nicht arbeiten gehen, weder Sport machen, noch einkaufen gehen, denn ich benötige auch einen Rollstuhl. Ich denke nicht darüber nach ob mich irgend jemand angucken würde oder blöde Fragen stellen würde und gehe einfach raus. Schließlich ist es keine Schande ein Handicap zu haben. Man kann ziemlich gut damit leben, wenn man will. Wenn ich das kann, kannst du das auch.

Der Rollstuhl ist ein Hilfsmittel wie jedes andere Hilfsmittel auch. Er ist für Menschen mit Gehbehinderung gemacht, nicht für Menschen ohne funktionierende Beine. Etwa zweidrittel aller Rollstuhlfahrer sind gehfähig. Einige benötigen ihren Rollstuhl nur außerhalb der Wohnung, andere nur ab und zu und wieder andere können vielleicht mal zwei-drei Schritte gehen, mehr nicht. Die Gründe wieso jemand trotz Gehfähigkeit bzw. ohne Lähmung im Rollstuhl sitzt sind vielfältig. Zuhause hocken tut von denen niemand. Also lebe so normal wie möglich und hör auf Dich zu schämen. Das Leben ist viel zu schön um es zu zuhause ab zu sitzen.

Der Rollitrekker

P.S.: Mit Sicherheit werden es etwas mehr als zwei Monate im Rollstuhl sein. Du mußt das Laufen ja erst wieder lernen. Am besten holst Du Dir ein neues Rezept auf dem Aktivrollstuhl steht. Dann bekommst Du vorübergehend einen gebrauchten Rollstuhl, mit dem Du Dich sehr gerne draußen bewegen wirst.

WAS zum Teufel ist denn daran "peinlich" im Rolli zu sitzen? Wenn DAS allgemeine Ansicht wäre, müßten sich jährlich einige hundert Menschen aus dem Leben verabschieden! PEINLICH ist doch wohl eher, sich für etwas zu schämen, für das man wie  z.B. für alberne Frisuren, die man SELBST zu verantworten hat. Körperliche Gebrechen für die es Hilfsmittel gibt: Seh-oder Hörschwäche lassen sich durch Brille oder Hörgerät ausgleichen. Wer auf solche Möglichkeiten verzichtet, der hat vielleicht echte mentale Probleme.


Kommt darauf an. Ich sitze im Rollstuhl, hatte aber auch Mobilitätstraining und fahre einen Aktivrollstuhl. Wenn du total ungeübt bist und einen Standardrolli hast würde ich mir (für den Notfall) eine Begleitperson mitnehmen.

warum solltest du nicht rauskönnen? wovor hast du denn angst? die öffentlichen verkehrsmittel sind auf rollstuhlfahrer überall eingestellt und gegen eine spazierfahrt sozusagen spricht ja auch nichts, oder? frische luft und ablenkung tut dir sicher sehr gut. gute besserung. :-)

Erst einmal wünsche ich dir gute Besserung und hoffe das du nicht länger als nötig auf den Rollstuhl angewiesen bist.

Nun generell ist es vor allem aus psychischer Sicht empfehlenswert, dass du versuchst aktiv zu bleiben. Wie schon andere gesagt haben ist die Tatsache auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein nicht so Lebensqualität einschränkend wie viele Leute zunächst denken. Allerdings würde ich dir empfehlen in den ersten Tagen dir eine Begleitung zu suchen bis du dich bereit fühlst deine Situation selbständig bewältigen zu können.

Es muss dir nicht peinlich sein im Rollstuhl zu sitzen. Rede dir nicht ein dass du dir durch eine blöde Verletzung dein Leben diktieren lassen musst. Geh positiv damit um wenn du das Gefühl hast dass Leute dich anstarren begegne ihnen mit Humor. Mach vielleicht einen lustigen Spruch über deine Situation oder bitte sie einen deiner Gipse zu unterschreiben.

Wie gesagt lass dich nicht nieder machen dadurch und weiterhin gute Besserung

Wie meinst du das?

Wenn es sich vermeiden lässt, würde ich auf jeden Fall drinnen bleiben.

Aber wenn du Wege zu erledigen hast, die wichtig sind, z.B. mit der Straßenbahn, hab keine Angst. An die Blicke wirst du dich gewöhnen. Die Leute starrn dich (wenn überhaupt) nicht an, weil du hässlich bist, sondern weil sie nicht alle Tage Leute im Rollstuhl und im Winter sehen.

Bitte Passanten öfters um Hilfe - steigert das Selbstbewusstsein und du kommst besser in der Stadt usw klar.

PS: Ich dachte schon ich hätte Pech, aber beide Beine gebrochen hab ich mir auch noch nicht.. :D

Allein würde ich dir das nicht empfehlen, du bist auf Hilfe angewiesen, die du ja nicht hast. Aber peinlich muss dir das nicht sein, es ist ja abzusehen, wann du den Rollstuhl nicht mehr benötigst.

Ich brauch den Rollstuhl noch für 2 Monate und dann 2 Monate Krücken und dann 2 Monate eine Schiene

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So ein Quatsch!!! Mabauer ist doch nicht hilfsbedürfitg. Ob jemand trotz dieses sehr guten Hilfsmittels auf Hilfe angewiesen ist liegt nicht daran das man im Rollstuhl sitzt, sondern daran welche Behinderung man hat und danran, ob die Menschen um einen herum einem die Chance geben seine eigene Selbständigkeit aus zu leben.

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@Rollitrekking

Das einfach als Quatsch abzutun, finde ich nicht korrekt. MBauer1 hat ja selbst geschrieben er wäre unsicher und würde sich das nicht zu trauen alleine in die Stadt zu fahren. Er ist es ja nicht gewohnt im Rollstuhl zu sitzen.

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@saharastrom

Es gehört sich nicht einem jungen Menschen der vorübergehend einen Rollstuhl benötigt zu sagen: " Allein würde ich dir das nicht empfehlen, du bist auf Hilfe angewiesen, die du ja nicht hast." oder "Aber wenn du ungeübt bist und nur einen Krankenhausrollstuhl hast, solltest du jemanden dabei haben, der dir im Notfall auch helfen kann.", denn es verstärkt oder verursacht eine Unsicherheit, die den Betroffenen daran hindert an sich zu und seine Fägihkeiten zu glauben. Mabauer (weiblich) ist bis auf ihre gebrochenen Beine gesund. Sie hat keine Lähmungen und kann beim Rollifahren alle ihre Muskeln einsetzten. Das ermöglicht schon sehr früh sehr selbständig zu sein. Sie schreibt ja auch das sie mit ihrem Rollstuhl ganz gut zurecht kommt. Außerdem ist sie alt genug um selber ganz genau zu wissen ob sie draußen eine Begleitperson zum Helfen oder nur zur moralischen Unterstützung benötigt. Ich weiß wie das ist, denn ich war als Rollianfänger auch ein Teenäger.

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@Rollitrekking

Vielen Dank für die Belehrung. Aber etwas Ahnung habe ich schon und was sich gehört weiß ich auch. Übrigens, ich sitze auch im Rollstuhl.

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@saharastrom

Dann solltest Du eigentlich wissen das Rollifahrer nicht beaufsichtigt werden müssen sondern darin bestärkt werden sollten, eine möglichst hohe Selbständigkeit an zu streben.

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@Rollitrekking

Von Beaufsichtigung meinerseits war doch nicht die Rede, es ist richtig, dass eine hohe Selbständigkeit angestrebt werden sollte. Ich betrachte das Thema jetzt als erledigt.

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Wenn du den Rolli nicht gewohnt bist, würd ich es ohne Begleitung eher lassen... aber raus solltest du schon hin und wieder :-)

so viel Pech auf einmal muss man aber auch haben, gute Besserung!

Ich kann mit dem Rolli ganz gut umgehen

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@MaBauer1

@Mabauerm

laß Dich von den Schreibern bitte nicht verunsichern, die meinen Rollifahrer müssen beaufsichtigt werden damit ständig jemand zum Helfen da ist. Obwohl diese Art der Fortbewegung einen Gehbehinderten deutlich mehr einschränkt und das Sturzrisiko sehr viel höher ist als beim Rollifahren, rät man einem Krückengänger ja auch nicht, nicht alleine raus zu gehen weil es sicherer für ihn wäre und jemand da ist wenn man eine dritte Hand benötigt.. Du hast keine Lähmung. Du sitzt stabil in Deinem Rollstuhl und hast keine Probleme damit Deinen Rollstuhl oder Deinen Körper zu kontrollieren.Es ist völlig normal das Rollifahrer ohne Lähmungseinschränkung sehr schnell eine sehr große Alltagsselbständigkeit entwickeln und so ziemlich alles alleine können, sofern man sie denn läßt. Das ist wie beim Inlineskaten lernen. Wer körperlich fit ist ist lernt das an einem Tag, wer nicht so sportlich ist, bracht Monate. Ich konnte schon in meiner ersten Rollifahrerwoche alleine in den Bus hinein rollen, meinen Einkaufswagen selber schieben und bei McDonalds mein Tablet auf dem Schoß ohne fremde Hilfe an meinen Platz bringen.

Der Rollitrekker

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Hallo,

was ist dir denn daran peinlich? Das muss dir nicht peinlich sein! Stell dir vor, jemand, der dauerhaft behindert ist, würde sich für seine Behinderung schämen. Dann könnten wir Behinderten ja gar nicht mehr vor die Tür.

Wieso sollte das peinlich sein? Geh raus, wann du willst. Ich bin 17 und wegen POTS draußen immer im Rollstuhl unterwegs. Aber wenn du ungeübt bist und nur einen Krankenhausrollstuhl hast, solltest du jemanden dabei haben, der dir im Notfall auch helfen kann.

Ich kann nicht verstehen, warum das peinlich sein soll! Querschnittsgelähmte oder anderweitig Behinderte können sich nur noch im Rollstuhl fortbewegen. Findest du das auch peinlich für diejenigen?

Ich bin 13

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@MaBauer1

Hast Du etwa Angst von anderen Kindern ausgelacht zu werden? Da stehst Du doch drüber, oder? Wenn Du Dich entschließt raus zu gehen und Deinen Alltag so normal wie möglich weiter zu leben, weden Deine Freunde eher stolz auf Dich sein, als Dich aus zu lachen. Du solltest überall mit hin gehen. Überall dabei sein, wo Du früher aktiv mitten drin warst. Egal ob als Zuschauer oder in anderer Funktion, je normaler Du versuchst weiter zu leben, desto weniger fühlst Du Dich behindert und desto mehr mögen Dich die anderen Kids.

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