Sind Tattoos im Islam haram?

5 Antworten

Frage:

Sind Tätowierungen ĥarām (verboten) im Islam? Wenn nicht, welche Symbole sind dann verboten? Ich weiß, dass es im Islam verboten ist, den Körper absichtlich zu verletzen, doch wie ist es, wenn das Tätowieren den Körper nicht verletzt, ist es trotzdem dann immer noch verboten?

 

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah. Und Lob und Heil seien auf seinen Gesandten.

Tätowierung, die die Haut mit einer Nadel sticht und mit in ihr dann einen blauen oder einen anderen Farbstoff injiziert, ist in allen Formen verboten, ob es Schmerzen verursacht oder nicht, denn es verändert die Schaffung von Allah und weil der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, diejenigen verflucht hat, die andere tätowieren oder sich selbst tätowieren lassen.

In Buchārī und Muşlim ist verzeichnet, dass ‘Abdullah Ibn Maş’ūd, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte: „Allah verflucht die Frauen, die andere Frauen tätowieren oder sich selbst tätowieren lassen, anderen die Augenbrauen entfernen oder ihre eigenen entfernen, anderen die Zähne abfeilen oder ihre eigene abfeilen (um die Zwischenräume kosmetisch zu vergrößern) und somit die Schaffung Allahs verändern!“ [al-Buchārī in „al-Libāş“, 5587; Muşlim in „al-Libāş“, 5538].

Al-Qurtubī, möge Allah mit ihm gnädig sein, hat gesagt: „All die Aĥādīthe, die bezüglich dieser Thematik überliefet wurden, sind ein Zeugnis dafür, dass derjenige, der dies tut (also andere tätowiert oder sich selbst tätowieren lässt), verflucht ist und dass diese Tat zu den großen Sünden gehört. Die Gelehrten sind sich jedoch uneins bezüglich dem Grund, warum es verboten ist. Es wurde gesagt, dass es verboten ist, weil es eine Form der Täuschung ist, und andere sagten wiederum, dass es verboten ist, weil es eine Art der Veränderung der Schöpfung Allahs darstellt, so wie es Ibn Maş‘ūd gesagt hat - dies ist die richtigere Ansicht und umfasst zugleich auch die erste Bedeutung.

Es wurde außerdem gesagt, dass lediglich das verboten ist, was dauerhaft bleibt, denn dies stellt eine Veränderung der Schaffung Allahs dar. Alles andere, was nicht dauerhaft bleibt, wie Kohle (bzw. Tusche), mit dem sich die Frauen schön machen, haben die Gelehrten als erlaubt erklärt. [Taffşīr al-Qurtubī, 5/393].

Scheich Ibn ‘Uthaimīn, möge Allah mit ihm gnädig sein, wurde einmal gefragt: „Was ist das Urteil über die so genannte befristeten Tätowierungen? Dies ist ein Art Bild, das auf ein Teil des Körpers geklebt wird und nach ein paar Tagen wieder verschwindet?

Er, möge Allah mit ihm gnädig sein, antwortete darauf: „Wenn es ein Bild eines Tieres (oder eines Menschen) ist, dann ist es verboten und ist somit nicht gestattet. Wenn es jedoch ein Bild von Bäumen oder ähnliches ist, dann ist es OK. Doch aus meiner Sicht ist es besser, es trotzdem nicht zu tun, da es eine zusätzliche Belastung für die Frauen darstellt, die ihre Zeit damit vergeuden werden, diese Muster anzubringen. Es ist also besser, dies nicht zu tun.“

[Aus den Fatāwāş von Scheich Ibn ‘Uthaimīn für die Zeitschrift „ad-Da’wah“, Heft: 1741, 7.2.1421 n.H. (11.05.2000 n.Ch.) S. 36].

Und Allah weiß es am besten!

Frage:

Sind Tätowierungen ĥarām (verboten) im Islam? Wenn nicht, welche Symbole sind dann verboten? Ich weiß, dass es im Islam verboten ist, den Körper absichtlich zu verletzen, doch wie ist es, wenn das Tätowieren den Körper nicht verletzt, ist es trotzdem dann immer noch verboten?

 

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah. Und Lob und Heil seien auf seinen Gesandten.

Tätowierung, die die Haut mit einer Nadel sticht und mit in ihr dann einen blauen oder einen anderen Farbstoff injiziert, ist in allen Formen verboten, ob es Schmerzen verursacht oder nicht, denn es verändert die Schaffung von Allah und weil der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, diejenigen verflucht hat, die andere tätowieren oder sich selbst tätowieren lassen.

In Buchārī und Muşlim ist verzeichnet, dass ‘Abdullah Ibn Maş’ūd, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte: „Allah verflucht die Frauen, die andere Frauen tätowieren oder sich selbst tätowieren lassen, anderen die Augenbrauen entfernen oder ihre eigenen entfernen, anderen die Zähne abfeilen oder ihre eigene abfeilen (um die Zwischenräume kosmetisch zu vergrößern) und somit die Schaffung Allahs verändern!“ [al-Buchārī in „al-Libāş“, 5587; Muşlim in „al-Libāş“, 5538].

Al-Qurtubī, möge Allah mit ihm gnädig sein, hat gesagt: „All die Aĥādīthe, die bezüglich dieser Thematik überliefet wurden, sind ein Zeugnis dafür, dass derjenige, der dies tut (also andere tätowiert oder sich selbst tätowieren lässt), verflucht ist und dass diese Tat zu den großen Sünden gehört. Die Gelehrten sind sich jedoch uneins bezüglich dem Grund, warum es verboten ist. Es wurde gesagt, dass es verboten ist, weil es eine Form der Täuschung ist, und andere sagten wiederum, dass es verboten ist, weil es eine Art der Veränderung der Schöpfung Allahs darstellt, so wie es Ibn Maş‘ūd gesagt hat - dies ist die richtigere Ansicht und umfasst zugleich auch die erste Bedeutung.

Es wurde außerdem gesagt, dass lediglich das verboten ist, was dauerhaft bleibt, denn dies stellt eine Veränderung der Schaffung Allahs dar. Alles andere, was nicht dauerhaft bleibt, wie Kohle (bzw. Tusche), mit dem sich die Frauen schön machen, haben die Gelehrten als erlaubt erklärt. [Taffşīr al-Qurtubī, 5/393].

Scheich Ibn ‘Uthaimīn, möge Allah mit ihm gnädig sein, wurde einmal gefragt: „Was ist das Urteil über die so genannte befristeten Tätowierungen? Dies ist ein Art Bild, das auf ein Teil des Körpers geklebt wird und nach ein paar Tagen wieder verschwindet?

Er, möge Allah mit ihm gnädig sein, antwortete darauf: „Wenn es ein Bild eines Tieres (oder eines Menschen) ist, dann ist es verboten und ist somit nicht gestattet. Wenn es jedoch ein Bild von Bäumen oder ähnliches ist, dann ist es OK. Doch aus meiner Sicht ist es besser, es trotzdem nicht zu tun, da es eine zusätzliche Belastung für die Frauen darstellt, die ihre Zeit damit vergeuden werden, diese Muster anzubringen. Es ist also besser, dies nicht zu tun.“

[Aus den Fatāwāş von Scheich Ibn ‘Uthaimīn für die Zeitschrift „ad-Da’wah“, Heft: 1741, 7.2.1421 n.H. (11.05.2000 n.Ch.) S. 36].

Und Allah weiß es am besten!

Barak Allahu feek. , Ich bins akhee,wurde gebannt schick mir mal FS inshallah :)

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Ich zitiere hierfür mal die Seite Islam.de:

7. Sind Tätowierungen erlaubt?

Heutzutage werden verschiedene Tätowierungsformen angeboten. Tätowierung gehört im Islam zu den Übertreibungen bei der "Verschönerung", die zur dauerhaften Veränderung der körperlichen Erscheinung führt, wie Allah sie geschaffen hat. Somit ist das Tätowieren haram. Allahs Gesandter (s) verfluchte den, der tätowiert, und den, der tätowiert wird. Durch das Tätowieren wird der Körperteil dauerhaft durch Farbe entstellt. In islamischen Ländern wird daher z.B. (kurzlebiges) Henna als Hautbemalung verwendet.

Meine persönliche Meinung, ungeachtet dessen dass ich irgendwo zwischen Agnostiker und Atheist bin, ist dass man die Sharia usw im historischen Kontext betrachten sollte und sie im Kontext zur modernen Welt interpretieren und wenn es denn sein muss unter berücksichtigung der geltenden Gesetze des Landes (Iran und Co ausgenommen) anwendet.

Außerdem sind Tätowierungen keines Falls zwingend Dauerhaft. Je nach komplexität des Tattoos kann man heut zu Tage viele Tattoos komplett entfernen. Und in Zukunft wird sich das noch deutlich vereinfachen. Zudem wären z.b. auch Ohrringe haram (da sie Löcher für immer bleiben), wenn man dieser Logik folgt.

Du scheinst nicht unbedingt viel über deine Religion oder die Religion in der du erzogen wurdest zu wissen. Sofern dem so ist, würde ich dir raten dir intensiv darüber Gedanken zu machen, woran du glaubst. Man darf z.b. nicht agnostisch und den Glauben an Allah verwechseln. Und es werden leider viele Dinge (bewusst) falsch Erzählt. Es ist z.b. nicht Pflicht als Muslim beschnitten zu sein, es ist nur eine Empfehlung da daruch angeblich die Reinlichkeit erleichtert wird, was vor 500Jahren auch eine gewisse Richtigkeit hatte, heute aber nicht mehr. Wer also sein Kind verstümmeln lässt, müsste sich dann auch konsequent jeden Tag die Scham- ,Achsel- und ggf Barthaare entfernen.

Falsch es ist nähmlich Pflicht eines Jeden Muslim sich beschneiden zu lassen,und es dient keinesfalls als Verstümmlung,sondern eher als hygienemaßnahme,um sich vor Krankheiten zu schützen.

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@nargila

Nachdem  aber der größte Teil  der männlichen Weltbevölkerung  unbeschnitten ist und keineswegs  vermehrt an Peniskrebs o.Ä. erkrankt,  ist diese Begründung  in den Bereich "Märchen und Sagen" zu verweisen.....

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Nicht Nur Muslims lassen sich beschneiden,sehr viele Ärzte empfehlen sich aus Hygienemaßnahmen sich Beschneiden zu lassen

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@nargila

Da die ausführliche Antwort, warum auch immer, weg ist hier die Kurzform: Es gibt keinen Grund sich beschneiden zu lassen. Nur bei 1-2 Diagnosen ist es notwendig. Bei allem anderen gibt es bessere Verfahren. Zudem ist alles durch Studien und Co. belegt, dass es keine Vorteile für die Hygiene, für das Sexualleben, oder für den Schutz vor Krankheiten hat. Im Gegenteil. Die Reinlichkeit wird verringert und beschnittene Männer erkranken häufiger an entsprechenden Geschlechtskrankheiten.
Und hier noch die wirkliche Meinung des Islams zur Beschneidung:

Ein Zitat von Islam.de aus dem FAQ: Die Beschneidung von Jungen ist eine Handlung, die der Gesandte Allahs sehr empfohlen hat. Sie erleichtert die Einhaltung der Reinheitsgebote, bestimmt aber nicht über die Zugehörigkeit zum islamischen Glauben. [...]Die Beschneidung findet im Koran keine direkte oder indirekte Erwähnung. [...] Nach Imam Abu Hanifah und Imam Malik ist die Beschneidung empfohlen (sunnah mu'akkadah).

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