Sind sich Eheleute gegenüber verpflichtet ihre Finanzen offen zulegen?

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11 Antworten

Im Gegensatz zur Morlafraktion versuche ich mal die Fragen zu beantworten.

Die Ehefrau möchte nun gerne Klarheit über die finanzielle Lage haben und sozusagen Einblick in die Einnahmen und die Ausgaben bekommen. Hat sie das Recht dazu?

Nein.

Und wie kann sie vorgehen?

Ganz lieb bitten. Mit Scheidung drohen. Spionieren.

Wie kann sie der Tochter helfen?

Da die Tochter volljährig ist, wird sie das wohl selber können. Sie müsste dann den Vater auf Unterhaltszahlung verklagen.

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Kommentar von Mimosa
10.03.2014, 11:46

Fakten sind klasse!

Ich glaube, langsam kommt "düstere" Klarheit auf. Vielen Dank!

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Wenn der Gatte keine Einsicht in seine Einkünfte gewährt und auch kein ausreichendes Haushaltsgeld zur Verfügung stellt, dann stimmt in der Ehe etwas nicht.

Es wäre schade, aber möglicherweise nicht zu vermeiden, wenn die Ehefrau nun rechtliche Schritte unternehmen müsste, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.

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Grds. sind Eheleute zu wechselseitigem Unterhalt verpflichtet und die Hausfrau kann Taschengeld beanspruchen.

Eine Einsichtsrecht in jeweilige Vermögen gibt es nicht, da auch in einer Ehe jeweilige Vermögen höchtspersönliches Recht sind, also unverändert getrennt voneinander existieren.

Allerdings wäre der Vater, sofern die Tochter in Erstausbildung noch Erwachsenenunterhaltsberechtigt wäre, ihr gegenüber auskunfstpflichtig :-)

G imager761

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Es gibt keine genauen Vorschriften, wie ein Ehepaar seine Finanzen regelt. Es gibt allerdings, sofern es keinen anders lautenden Ehevertrag gibt, "Zugewinngemeinschaft", was bedeutet, dass alles während der Ehe erwirtschaftete Geld (und die Schulden) beiden zu gleichen Teilen gehören. Daher müssen beide Ehepartner über die Finanzen Bescheid wissen.

Es sit übrigens ncihts Negatives, ein Haushaltsbuch zu führen, damit man selber über seine Unkosten Bescheid weiß. Wenn frau allerdings kein regelmäßiges Haushaltsgeld bekommt, kann sie ja nicht wirtschaften.

Ideal wäre, es sind beide Partner auch Kontoinhaber (oder frau hat wenigstens Vollmacht über das Konto des Mannes in diesem Fall, aber es gibt ja offenbar ein Haushaltskonto), und beide sprechen größere Aussgaben ab. Eine Gesetzt gibts dazu nicht. Für die studierende Tochter unter 25 muss der Vater aber zahlen. Oder das offenlegen, wenn er nicht kanm dann kann sie BaföG beantragen.

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Kommentar von Mimosa
10.03.2014, 09:53

Zugewinngemeinschaft, ja. Endfälliger Kredit, Dispo am Ende, keine Ersparnisse, ..

Absprechen, nein.

Ansprechen auch nicht möglich, der Ehemann wird sofort aggressiv, reagiert beleidigt, spricht nicht und siehe oben: Die Frau soll mal sehen, wie Geld in die Kasse kommt... Dazu: Das von der Frau verdiente Geld speiste früher das Haushaltskonto, was natürlich nicht reichte. So war sie immer Gefangene des Kontostandes und hatte selber keinen Handlungsspielraum. Wenn es dann knapp wurde, überwies der Ehemann von seinem Geschäftskonto einen Betrag auf das Haushaltskonto unter Murren. Angeblich müssen immer Steuern und Kredite abbezahlt werden, wofür nie das Geld zu dem Zeitpunkt vorhanden war. Seit einem Jahr genau hat die Frau keine eigen Einkünfte, bemüht sich aber wieder in Arbeit zu kommen. Ohne Arbeit keine Wohnung... ohne Ersparnisse keine Handlungsmöglichkeit, etc.

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So eine Frage stellt sich erst gar nicht in einer intakten Ehe oder Beziehung. Da ist doch etwas foul im Gehege:-)

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Sowohl Tochter als auch Mutter können Unterhalt einklagen. Eheleute sind auch während einer funktionierenden Ehe zum Unterhalt verpflichtet.

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Aber natürlich hat sie ein Recht zu erfahren was der Mann verdient! Und sie hat ein Recht darauf, dass er sich angemessen an den anfallenden Kosten beteiligt. Wäre das mein Mann, würde der sich sehr schnell umschauen. Denn ich würde mir das auf keinen Fall gefallen lassen und ihm zeigen, wo der Zimmermann das Loch gelassen hat. Dann müsste er Unterhalt (auch für die Tochter) zahlen.

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Mädel, was ihr führt ist keine Ehe! Du solltest dich schnell von deinem Mann trennen! In einer Ehe und auch in einer Beziehung sollte man dem Partner gegenüber offen und ehrlich sein!

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Kommentar von BlauesBlut
10.03.2014, 09:32

Ich glaube, sie ist die Tochter. ;-)

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Kommentar von Mimosa
10.03.2014, 09:38

Vielen Dank für die Antwort. Leider ist nicht alles so einfach im Leben. Ich wünsche Dir, dass es für Dich es immer einfach sein wird.

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Wie war es denn bisher? Ich meine, wenn Du den Haushalt führen musst, dann ist es üblich, dass beide Zugang zum Konto haben.
Will er das nicht, muss er einen monatlichen Betrag geben.
Das ist doch alles eine Sache, die muss doch schon über Jahre funktionieren und tut sie
es nicht, ist da etwas faul. Frage: was willst Du mit so einem Mann, der nicht die normalsten,
einfachsten Dinge voraussetzt? Da würde ich gar nicht lange fackeln.
Da gibt es nur ein entweder oder. Wir schreiben 2014. Da muss niemand mehr das
Geld vorrechnen, das er für den Haushalt ausgibt.
Frage ihn klar, was er will und dann entscheide.

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Kommentar von Mimosa
10.03.2014, 10:14

Bis zur Selbstständigkeit gab es nur dieses eine gemeinsame Konto. Beide verdienten fast das gleiche. Alles wurde abgesprochen.

Nach der Selbsständigkeit. Kinder, Hausbau auf dem Grundstück des Mannes, Kredit beide Ehepartner, von der ganzen Familie gewünschte Hausfrau und Mutter, große, schwere Lebenskrise beim Ehemann, Familie ist sehr unglücklich, Ehefrau geht wieder arbeiten, speist das gemeinsame Konto, bleibt mit den Kindern bei dem Mann trotz allem, der Mann fängt sich wieder bekommt wieder Aufträge und dreht mit der Zeit am Rad, das Geschäftskonto ist seit Beginn nur ihm zugänglich. Durch mehrere Ereignisse erkrankt die Frau langfristig, verliert die Arbeit, keine leidensgerechte Einsatzmöglichkeit, keine Rente.

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de facto ist das ja eine trennung. sie wird bald ganz alleine sein. sie soll zu einem guten anwalt gehen und sich beraten lassen. der zweite weg führt zur rentenversicherung, sie braucht ihr eigene rente.

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Kommentar von schwabinggirl
10.03.2014, 09:37

wenn sie im eigentum wohnen, gehört ihr auch die hälfte vom haus!!!

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Die Tochter kann den Vater klagen, das schon.

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