Sind Menschen mit einer dissozialen Persönlichkeitsstörung gefährlich?

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3 Antworten

Hi,- es gibt nicht wenige Menschen, die als Kind die einfache soziale Nähe einer Familie als simples Gefühl von Sinn und Geborgenheit in der zweckfreien Wertschätzung der Eltern und damit als selbstverständliches "Grundgefühl" eines "Selbstwertes" nicht oder nur als Mittel zum Mißbrauch von Vertrauen und Bindungsbedürfnis erlebt haben. Sie können nicht empatisch sein - also "mitfühlen". Sie sind mit sich selbst allein. Da müssen sie später oft über eine "Kopfleistung" mit gesonderter Anstrengung ersetzen was sie nicht "in sich haben" weil sie wissen, dass Empatie eigentlich eine generell wichtige Anforderung an das Zustandekommen von sozialen Beziehungen ist. - Auch wenn sie mit sich alleine sind wollen sie doch nicht alleine sein.

Inwieweit du gehen möchtest, um nicht nur "Krankenschwester" oder "Therapeut(in) zu sein mußt du an deinen eigenen Kräften und Interessen messen. Ob du helfen kannst bleibt fraglich. Und je mehr du dich "aufopferst" umso mehr wirst du möglicherweise feststellen, daß du ihn/sie nicht erreichen und bewegen kannst.

Ich würde an deiner Stelle eine Art "besonderer Freundschaft" anstreben, die dir genügend Distanz zum Selbstschutz ermöglicht, ihm/ihr aber auch die Chance läßt in einer Beziehung von hervorgehobenen Vertrautheit, etwas zu begreifen, zu erleben und in Selbstverantwortung für sich zu tun wozu er/sie in seiner/ihrer Kindheit möglicherweise nie die Chance hatte. - Und dann mal schauen was sich entwickelt. - Kann aber auch sein, daß du entdeckst, dass du selber gerne leben möchtest und das mit anderen Menschen besser kannst.

PS: Und vielleicht ist das dann ja auch der entscheidende Moment in welchem sich für ihn/sie der Ansporn ergibt, sich selbst etwas beizubringen was er von seinen Eltern nie erfahren hat und von dem er geglaubt hat, dass es nicht möglich wäre. - Dissozial bedeutet ja nicht dissoziativ - das wäre dann eine Nummer zu groß für die Hilfe durch Freunde /Partner.

Gruß


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Kommentar von Grautvornix16
18.05.2016, 21:54

Danke,- ich hoffe ich konnte helfen. ;-)

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Die Frage ist was du für Anforderungen an eine Beziehung hast und ob derjenige dir das geben kann. Ich würde mich nicht darauf einlassen.

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Inwieweit äußert sich diese Störung bei der Person, von der Du redest?

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Kommentar von JudithZeder
10.05.2016, 20:06

Bis jetzt hat sich noch nichts geäußert außer das er von sich erzählt das er kein Mitleid hat.

Ich habe in seine Forensik- Akte geschaut und bin auf die Diagnose gestoßen und das was ich darüber im Internet recherchiert habe beunruhigt mich halt. Das ich mit meiner Familie nicht darüber reden kann ist klar.

Er verhält sich vernünftig ich komme auch gut mit ihm klar und mag ihn wirklich sehr. Er behandelt mich gut, aber meine Sorge ist das dies sich ändert wenn ich mich auf ihn einlasse.  Von seiner Seite aus ist es auch ernster.

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