Sind extrovertierte menschen egoistischer?

9 Antworten

Extroversion hat einen Grund: Die Leute wollen Aufmerksamkeit. Je mehr und lauter sie sich selbst präsentieren, desto mehr werden sie beachtet.

Das an sich ist bereits egoistisch. Man könnte fast sagen, ein gewisser Narzissmus ist der Kern des extrovertierten Verhaltens. Nicht bei jedem, aber anscheinend bei den meisten Extrovertierten.

Ich könnte mir das gut vorstellen. Als Extrovertierter beziehst du Energie aus Gesprächen mit vielen verschiedenen Menschen. Sie geben dir Bestätigung und Anerkennung.

Als Introvertierter raubt dir das Gespräch mit zu vielen Menschen eher Energie, du richtest deine Aufmerksamkeit nach innen. Oft geht das auch mit Schüchternheit und stärkerer Selbstreflexion einher, weshalb Anerkennung von außen von Introvertierten anders, also z.B. durch uneigennütziges Verhalten verdient wird. Folge der Selbstreflexion ist natürlich auch das stärkere Bewerten des eigenen Handelns, auch in ethischer Hinsicht.

Introversion geht auch etwas eher mit (Hoch-)Sensibilität einher, und die Gespräche die sie führen haben oft mehr Tiefgang. Deshalb stoßen sie vielleicht eher auf Probleme und Sorgen anderer und tun sich leichter, sich in andere hineinzuversetzen, was auch wieder für die Theorie spricht (Mitgefühl etc.)

Das ist natürlich alles ohne Wertung, denn beide Seiten haben ihre Vorteile, und von beiden gibt es solche und solche, aber ich glaube im Durchschnitt ist an deiner Theorie was dran.

LG

Hallo!

Kann schon sein -----> ich bin ein sehr introvertierter, ruhiger Gemütsmensch & mache mir oft Gedanken wegen anderen, versuche zu helfen wo ich kann trotz meiner etwas zurückgezogenen Art & würde auch nie einen wegschicken, der sich Hilfe erhofft welche er von mir bekommen könnte :) Die Mehrheit meiner Kumpels ist so gepolt wie ich und genauso drauf was Helfen und "andere" angeht. Hängt aber 'nen Stückweit auch mit unser Mentalität zusammen: Ich bin jugoslawischer Abstammung, viele meiner Freunde sind Russlanddeutsche oder polnischer Herkunft. In Osteuropa denkt man etwas anders als es viele "Deutsche" tun, die sich gern abschotten oder verleugnen lassen, weil se ihre Ruhe haben wollen.

Bei manchen "selbstbewussten Charismatikern", die sich ständig im Mittelpunkt stehen sehen und sich am liebsten über sich selber reden hören habe ich hingegen oft genau das Gegenteil erlebt, ohne dass ich mich oder Gleichgesinnte loben wollen würde. Gern wird geredet, aber sobald es konkret werden soll und Taten verlangt werden, zieht man den Schwanz ein...

Hilfsbereitschaft hat nichts mit Introvertiertheit zu tun, eher mit der Erkenntnis, dass man anderen das angedeihen lassen sollte, was man sich selber in der gleichen Situation wünschte.

In einer Konsum orientierten Gesellschaft geht das Gemeinschaftsgefühl verloren - je ärmer die Leute, desto mehr besinnen sie sich aufeinander.

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Ist Idealismus schädlich?

Ist Idealismus schlecht? Ich bin ein ziemlicher Idealist, aber ist das was schlechtes? Wäre es besser Pragmatisch zu sein? Sollte ich mein Idealismus ablegen? Ist es schlecht empathisch zu sein? Sollte man rücksichtslos und Egoistisch sein um im Leben Erfolg zu haben? Sollte ich mein Idealismus loswerden? Ist es schlecht ein Weltverbesserer zu sein?

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Liegt das alles an der Pubertät? O_o

Hallo :D

Also ich bin 16 Jahre alt bzw. jung und verstehe das Leben nicht mehr. Mir erscheint alles so sinnlos und absurd. Wir gehen in die Schule, dann arbeiten wir, dann kriegen wir, dann gehen wir wieder arbeiten, dann werden wir alt und dann sterben wir. Was ist das bitte für ein System?? Ich will doch leben und nicht nur existieren...

Dann kommt noch dazu dass mir alles so Science - fiction-haft vorkommt. Alle Personen, die ganze Stadt, einfach alles scheint so unreal und ich komme mir vor als wäre ich von einer Seifenblase umschlossen. Ich bin sehr oft abwesend und starre ins Leere und merke nicht einmal wenn mich jemand anspricht.

Außerdem habe ich kaum Freunde. Und die die ich habe melden sich selten oder sind einfach langweilig. Ich will was unternehmen und Spass haben, mal ausgehen und tanzen oder so. Aber die sind nur an ihrem Handy und essen Fast Food wie verdammte Zombies... :/ ich mag sie schon aber es macht mich nicht glücklich mit ihnen Zeit zu verbringen

Und ich habe auch das Gefühl dass ich verrückt werde weil ich andauernd denke und meine Gedanken rennen so schnell es macht mich einfach wahnsinnig. Liegt vielleicht auch daran dass ich viel Zeit alleine bin in meinem Zimmer und nicht rausgehe aber ich habe einfach keine Lust dazu. Denn es bringt mir ja nichts. Ich möchte einfach nur Freunde die mich verstehen und mit denen ich mal was Verrücktes machen kann.

Nur leider bin ich sehr introvertiert und niemand mag introvertierte Leute...Die Gesellschaft ist auf extrovertierte Menschen ausgerichtet, und wer nicht viel sagt der ist ein Niemand. Das regt mich alles so auf. Diese ganzen Leute die sich nur so ins Gesicht lügen...Warum lügt man denn überhaupt? Man lügt sich dabei doch selber an, und am Ende sterben wir ja sowieso alle...

Und zum Schluss noch ein Punkt haha :D Ich weiß irgendwie nicht wer ich bin. Ist das die sogenannte Identitätskrise? Ich weiß überhaupt nichts mir mir anzufangen. Ich sitze nur Zuhause rum und höre Musik. Und bin auch oft traurig weil mein Leben einfach nicht befriedigend ist. Ich habe keinen Charakter. Weiß nie wie ich mich verhalten soll unter Leuten. Wer bin ich denn überhaupt?

Bitte helft mit :D ich bin total verwirrt Geht es euch auch so/ ging es euch auch so in der Pubertät?

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Wie verzeiht man sich selbst?

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