Shiba inu zwickt (beisst) oft. was soll ich tun?

4 Antworten

Hey leute, Ich habe einen 3 Monate alten Shiba Inu Welpe.

Lass mich mal raten: Das ist Euer erster Hund, und Ihr habt keinerlei Hundeerfahrung. Stimmt's? Da ist die Welpenanschaffung eine ganz, ganz unkluge Idee. Als Ersti sollte man idealerweise mit einem erwachsenen Hund beginnen.

Diese Hunde sind sehr bekannt für ihre dominante und eigenwillige Art.

Nö. Shibas sind bekannt für den Shiba-Schrei. Das war's dann aber auch schon. Dominant kann jeder Hund mit der entsprechenden Persönlichkeit werden, und jeder Hund hat seine Eigenarten.

Er bellt Viel obwohl dies eig. Für diese Art untypisch ist.

Das ist in der Tat untypisch, und es ist ein Indiz dafür, dass bei Euch einiges schiefläuft im Umgang mit dem kleinen Kerl.

Oft beisst er aus einer sinnlosen Situation z.b. Ich sitze uns streichel ihn oder wir sind draußen spielen und plötzlich beißt er sich in meiner Hose fest und lässt nicht los und knurrt. Was kann ich tun damit er damit aufhört und wie lernt er das er nicht der Chef ist?

Der Welpe ist nicht "der Chef". Nur kann der Welpe nicht sprechen, und da Du offenbar seine restlichen Kommunkationsversuche ignorierst, greift er zum letzten Mittel, das auch der ignoranteste Mensch noch kapiert: Zahneinsatz.

Stell Dir mal vor: Nicht jeder Hund will ständig und von jedem gestreichelt werden. So wie Du auch nicht ständig und von allen Leuten angegrabbelt werden willst. Womöglich noch in Verbindung mit Hochheben, sodass der arme Hund komplett verunsichert wird, weil ihm der Boden unter den Pfoten weggerissen wird. Ein Hund, der sich unwohl fühlt, zeigt das an, durch Körperhaltung, Ohrenhaltung, Zungeneinsatz etc. Wenn das alles nicht fruchtet, knurrt er. Und wenn der Mensch dann immer noch zu blöd ist, die klaren Ansagen zu erkennen, dann wird eben zum letzten Mittel gegriffen. Was soll er denn sonst auch tun?

Was Du tun kannst und unbedingt tun solltest: Euch in einer Hundeschule anmelden. In der Welpengruppe lernt der Kleine im Umgang mit gleichaltrigen Artgenossen spielerisch Grundlagen des Hundeverhaltens. Wichtiger allerdings. Du lernst dort (hoffentlich), Hundekörpersprache und Lautsignale zu verstehen und richtig zu deuten. Du solltest Dir auch dringend ein, zwei gute Bücher über Welpenaufzucht und Hundekommunikation zulegen, damit Du lernst, wie Du mit Deinem Hund richtig kommunizieren kannst.

Danke im Voraus PS: Ich weiss das Welpen viel spielen aber manchmal artet es bei ihm einfach aus. Ich möchte weitere blutige Bissstellen seiner spitzen Zähne vermeiden.:)

Die Beißhemmung hat Dein Welpe offenbar noch nicht erlernt. Auch dazu wird man Dir in einer guten Hundeschule weiterhelfen - oder Du suchst hier einfach mal nach "Beißhemmung".

...greift er zum letzten Mittel, das auch der ignoranteste Mensch noch kapiert: Zahneinsatz.

;-)

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Also ich hab mit Hunden dieser Rasse nur die besten Erfahrungen gemacht. Mit 3 Monaten ist Dein Hund ein Baby. Dominant ist kein Hund, und erst recht nicht ein Tierbaby. Dominat sind Primaten. Hunde sind hochsoziale Rudeltiere, die FÜREINANDER agieren und nicht GEGENEINANDER. Das sind für uns Menschen typischen Verhaltesmuster, die wir leider immer noch fälschlicherweise auf Hunde übertragen.

Ein Hundebaby muss bis zur 12. Woche bei seiner Mami und seinen Geschwisterchen bleiben, denn bis zur 12. Woche lernt er die Hundepsrache, das Sozialverhalten und die Beisshemmung im Spiel mit den Geschwisterchen. NImmt man den Hund vorzeitig weg, dann fehlt ihm dieser wichtige Abschnitt im Leben, den kein Mensch ersetzen kann. Und schon hat man sich einen Problemhund selber gebastelt.

Es gibt in einem Hunderudel keinen Chef, also kann Dein Hund auch nicht denken, dass er Chef wäre. Es gibt im Hunderudel nur ein Elternpaar, welches sich übertrieben rührend und fürsorglich um seinen Wurf kümmert, immer darauf bedacht, dass es den Kleinen an nichts fehlt und keiner auf der Strecke bleibt. Das ist Natur, das ist Arterhaltung.

Der Kleine beißt nie ohne Grund, in Deinem Fall will er eben spielen und weiß es nicht besser, da er es nie lernen konnte. Wenn er zu fest beißt, dann sag einfach spitz AU!, dreh Dich kurz weg und beende damit emotionslos das Spiel. Ganz einfach, ganz simpel, ganz souverän.

Alles Liebe und viel Glück :-)

PS: Buchtipp "Hundeverhalten" von John Bradshaw, etwas trocken, aber seeeeeehr lehrreich.

Kein Hund ist sehr bekannt für seine dominante und eigenwillige Art. Mit solchen Betitelungen machen es sich die Menschen nur einfach - also spring lieber nicht auf diesen Zug auf. Jeder Hund kann dominant werden, wenn man ihn lässt. Das ist Erziehungssache, keine Rassesache.

Was tust du, wenn er beißt ? Wie reagierst du darauf ?

Wir sagen meist Aus und gegen dann. Wasir auf keinen Fall tun ist ihm auf die Schnauze hauen oder sonst was.

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@Doppelkeks15

Hauen solltet ihr den Hund auch nicht. Einfach gehen ist auch nicht das richtige Signal.

Versucht mal etwas anderes, etwas, dass weniger mit Rückzug und mit ich lasse das was da jetzt passiert ist einfach mal so stehen zu tun hat. Wenn er wieder beißt, drängst du ihn sofort ein paar Schritte zurück. Deine Körpersprache und deine Energie muss dann sagen HEY, ICH WILL DAS NICHT. Schau mal, wie er dann reagiert. Du kannst ihn, wenn er keine Ruhe geben möchte auch hinsetzen oder hinlegen. Oder kann er noch keine Sitz/Platz Kommandos ?

Wenn er sich dann benimmt und dir ein Verhalten präsentiert das dir gefällt, kannst du ihn loben (oder, wenn du auf das Belohnungssystem abfährst, gibst du ihm nen Keks).

Das Wort "Aus" könntest du dann weglassen - denn bisher scheint er dieses Wort ja nicht mit loslassen zu verknüpfen ;)

Mit so einem aktiven Verhalten zeigst du dem Hund dann ganz deutlich, dass du damit nicht einverstanden bist. Und genau so soll es ja auch sein. Der Hund beißt ja wahrscheinlich nicht mal mit böser Absicht - ihm wurde nur noch nicht richtig klar gemacht, dass das so nicht geht. Also hol das nach ;)

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