Schwererziehbare Kinder

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich weiß das es soetwas gibt das Jugendliche die straffällig geworden sind "Probeweise" für ein paar Stunden ins Gefängnis gesteckt werden um Ihnen zu zeigen was passiert wenn Sie sich nicht ändern. Wo und wie das geht wirst du am besten beim Jugendamt erfragen können. Und das geht wohl auch nur wenn die Jugendlichen schon mal straffällig geworden sind.

Ich mag diesen Begriff nicht.

Diese Kinder sind nicht schwer erziehbar, sondern sie spüren, dass Erziehung oft der kindlichen Seele schadet. Ihnen das Gespräch anbieten - aber nicht aufdrängen. Sie um Rat fragen. Selbst diese Kinder haben manchmal erstaunliche Lösungsansätze. Versuchen sie TROTZDEM zu respektieren. Authentisch sein und entsprechend klar machen, wenn man sauer auf das Verhalten ist.

Strafen bringen selten bis nix. Hier würde ich auch nachhaken, was sie im Falle eines Falles machen würden. Ob der Vorschlag Verwendung findet oder nicht, ist eine andere Sache.

Wichtig für mich: das die Erwachsenen nicht immer stur auf etwas beharren, nur weil sie älter sind.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Hobbylektorin - "unerzogen" ist eine Lebenseinstellung

Im Gefängnis gibt es so etwas, im Heim nicht. Ein Heim ist auch keine Strafe und somit auch nicht zur Abschreckung geeignet. Ein Heim soll eine neue Chance für das Kind und die Familie sein. Dort wird allen geholfen alte Verhaltensmuster abzulegen und zu lernen anders miteinander umzugehen.

Sowas ähnliches gibt es tatsächlich. Beruht auf einem intensiven Coaching-Boot-Camp für Jugendliche. Ich schreib Dir, falls akut, eine Kontaktmöglichkeit als Freundschaftsanfrage.

Was versuchst Du mit dieser Frage zu erreichen? Willst Du einem Kind bzw. Jugendlichen nur drohen oder willst Du ihm helfen?

Ich bin überrascht über Deine Frage... noch mehr über die Formulierung, zumal in Deinem Profil als "Expertenthema" Pädagogik steht! Sollte dies nun wirklich Dein Fachgebiet sein, hast Du meiner Ansicht nach noch viel zu lernen!

Insofern beruhigt mich die ebenfalls von Dir gestellte Frage nach einer Stelle, wo man Unterstützung erhalten könnte.

Wende Dich ans Jugendamt. Dort finden -zumindest in größeren Städten- immer wieder Programme statt, die sich schwerpunktmäßig mit "sozialer Kompetenz" befassen. Außerdem können Eltern Erziehungshilfe beim Jugendamt erbitten, wo dann Sozial- oder Sonderpädagogen und/oder Psychologen in und außerhalb der Familie hilfreich zur Seite gestellt werden.

Abschreckung in Form von Androhung von Kinderheim und/oder Jugendgefängnis bringt vermutlich gar nichts. Diese -wie Du es nennst- "schwererziehbaren Kinder" sind niemals vorsätzlich so, wie sie sind. Entweder liegt eine Störung im medizinischen Sinne vor, oder aber diese Kinder sind Opfer eines "ungesunden" sozialen Umfeldes. Sie brauchen also Hilfe, keinen Druck!

Na also erstmal klar habe ich Pädagogik als Fachgebiet angegeben aber niemand ist allwissend. Ich kann schließlich auch nicht alles !!!!! Und das mit dem Jugendarrest soll nicht zur Drohung sein sondern zum Verständnis. Ich mein kannst du mir erklären was du einem Kind noch sagen willst wenn es sagt es will in den Jugendarrest, obwohl es garnicht weiß wie es da ist und du es auch nicht weißt?Was soll man da bitte machen.Da die Kinder Hilfe brauchen ist mir auch klar deswegen Frage ich ja nach dem Tag damit man ihnen erklären kann das es da nicht so schön ist und damit man die kinder begleitet und das mit ihnen zusammen macht.Das Problem ist ja, das ich versuchen will dem Kind zu helfen und das es in dem sozialen Umfeld keine Probleme gibt.Nur das Kind versteht nicht das es so nicht weitergeht oder möchte es nicht verstehen.Desswegen suche ich Möglichkeiten um dem Kind zu helfen.Mit Abschreckung meine ich dass das Kind sehen soll das sich der Jugendarrest nicht als Urlaub gestalten lässt. Und deshalb frage ich , um dem Kind zu helfen.Das soziale Umfeld ist ja in Ordnung, ich habe schon Gespräche über Probleme und alles geführt haben Lösungen gefunden und es hat nichts geändert.

0
@Sarah9209

Zunächst einmal: Ich wollte Dir in keinster Weise zu nahe treten. Solltest Du es so aufgefasst haben, bitte ich sehr um Entschuldigung. Es war mir nur wichtig, bei diesem Thema ein bisschen zu differenzieren.

Zu Deiner Frage: Meines Wissens gibt es in Deutschland normalerweise keine Möglichkeit, eine Haftanstalt einfach nur so zu besichtigen. Dies ist wohl nur Schüler- oder Studentengruppen im Rahmen besonderer Veranstaltungen möglich. Bei Jugendhaftanstalten sind die Auflagen noch viel strenger, da dort teilweise sogar auch Kontaktsperren der Insassen zu Familie und Freunden verhängt werden, somit der Kontakt zu fremden Besuchern eher unwahrscheinlich ist. Ein Anruf bei der nächstgelegenen Haftanstalt wird Dir aber Gewissheit verschaffen können.

Vielleicht ist es aber möglich, dem betreffenden Jugendlichen mit Hilfe einer privaten Hilfsorganisation einen Einblick zu gewähren. Es gibt bundesweit zahlreiche Vereine, die sich die Betreuung von Häftlingen oder bereits entlassenen Häftlingen zur Aufgabe gemacht haben. So weiß ich z.B. von dem Verein „Christliche Gefangenhilfe e.V.“ in Mönchengladbach (Meine Mutter hat viele Jahre dort mitgewirkt. Adresse kannst ergooglen), dass die überwiegend ehrenamtlichen Vereinsmitarbeiter engen Kontakt zu Häftlingen und Entlassenen haben, und ihnen bei der Wiedereingliederung, Wohnungs- und Arbeits-/Ausbildungssuche usw. helfen.

Vielleicht ist es möglich, mit Hilfe eines solchen Vereins Kontakt zu einem Gefangenen mit gelockerten Haftbedingungen aufzunehmen bzw. bei Besuchen im Gefängnis mit anwesend zu sein. Sollte der Jugendliche, um den es Dir jetzt gerade geht, jedoch schon polizeilich aktenkundig geworden sein, könnte die Beantragung einer Besuchserlaubnis u.U. schwierig werden. Ein Versuch wäre es aber wert.

Adressen von diversen Vereinen mit diesem Tätigkeitsfeld findest Du auf dieser Seite:

http://www.ifk.jura.uni-tuebingen.de/projekte/straffaelligenhilfe/plz.php

Wenn es Dir allerdings nicht nur um einen einzelnen, gefährdeten Jugendlichen geht, sondern Du im Rahmen Deiner beruflichen/ehrenamtlichen Tätigkeit mit mehreren Jugendlichen dieser Art zu tun hast, könntest Du u.U. im Rahmen eines ins Leben zu rufenden Präventionsprogramms bei einer Jugendhaftanstalt um entsprechende Unterstützung bitten.

0

Was möchtest Du wissen?