Schwarzarbeit darf man ja nicht machen. Was ist wenn ich arbeite aber die Firma mir das Geld schenkt. Dann ist es ja keine Schwarzarbeit.?

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13 Antworten

Cool - auf diesen Trick der Steuervermeidung wäre ich nicht gekommen.

Im Ernst: auch Schenkungen sind steuerpflichtig. Unter Verwandten gibt es aber hohe Freibeträge.

Eine Schenkung ist zudem nicht an eine Gegenleistung gebunden. Wenn Du aber für eine Firma arbeitest, erbringst Du eine Leistung, die vergütet wird. Diese Gegenleistungen (egal, ob Geld, Güter oder Dienstleistungen) unterliegen der Einkommensteuer.

Trotzdem: netter Einfall.

Es gibt ja bekanntlich Leute, die sind besonders schlau oder meinen zumindest, sie seien es.

Dann könntest du dir genausogut von Media-Markt einen Computer schenken lassen und du schenkst Media-Markt 1.000 €. Schon habt ihr auch noch die Mehrwertsteuer gespart.

Sorry, aber das ist illegal. Im Übrigen hättest du auch ein großes Problem. Nehmen wir gerade mal an, du würdest arbeiten und die Firma würde dir dann kein Geld schenken. Du könntest es noch nicht einmal einklagen, da du ja deine Arbeitskraft verschenkt hast.

Wenn du deinem Vater 1.000 € schenkst, musst du das selbstverständlich nicht versteuern. Aber es ist auch dein reines Privatvergnügen - also KEINE Betriebsausgabe. Du vergibst  das Geld aus deinem bereits versteuerten Einkommen.

Ist der Vater im Leistungsbezug ist es selbstverständlich für ihn eine meldepflichtige Einnahme, die auf die folgenden 6 Monate angerechnet wird.

Eine Schenkung erfolgt immer ohne Anspruch auf Gegenleistung.

Du hast aber eine erbracht. Die Firma würde dir ohne Arbeitsleistung sicher kein Geld überweisen.

Auch Schenkungen unterliegen einer Steuer. Der Freibetrag beträgt aber je nach Verwandtschaftsverhältnis 20.000, 400.000 oder 500.000,- € für einen Zeitraum von 10 Jahren.

Weil eine Arbeit für ein Unternehmen nicht in Form einer (Gegen-)Schenkung bezahlt werden kann.

Arbeit leistet man gegen Lohn und damit sind Steuern und Sozialabgaben zu entrichten.

Paragraf 517 BGB:

„Eine Schenkung liegt nicht vor, wenn jemand zum Vorteil eines anderen einen Vermögenserwerb unterlässt oder auf ein angefallenes, noch nicht endgültig erworbenes Recht verzichtet oder eine Erbschaft oder ein Vermächtnis ausschlägt.“

Da wären doch wohl schon ganz andere auf die Idee gekommen.
Das funktioniert vielleicht einmalig, aber nicht auf Dauer.
Sonst könnte zum Beispiel der Bäcker ja auch die Gewerbesteuer, Mehrwertsteuer, usw. sparen, indem er Dir die Brötchen schenkt und Du Ihm dann die Euros!?

Dann würde sich die Fa. Strafbar machen. Die muss für dich auch Sozialabgaben zahlen, genau wie du!
Ebenso wird die Fa. alles Finanzielle Verbuchen müssen, wegen der Steuerprüfungen.

Natürlich ist Dein Sachverhalt dann Schwarzarbeit, wenn Du dort arbeitest ohne zur Sozialversicherung gemeldet zu sein oder wenn Du beispielsweise Leistungen von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter beziehst, ohne dass Du die Arbeitsaufnahme dem leistungsgewährenden Sozialleistungsträger die Arbeitsaufnahme angezeigt zu haben.

Es spielt dabei keine Rolle, dass die Bezahlung als Schenkung deklariert wird. Die Prüfer der Finanzämter und der Sozialversicherung kennen da alle Tricks :-)

aribaole 16.01.2017, 13:36

In dem Fall wäre es Sozialbetrug.

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Throner 16.01.2017, 14:18

Es wäre im ersten geschilderten Fall eine Straftat nach § 266a StGB (Vorenthaltung und Veruntreuung von Arbeitsentgelt) und im Fall des Arbeitnehmers eine Straftat nach § 263 StGB (Betrug zu Lasten der Arbeitsagentur bzw. des Jobcenters)

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Z.b wenn ich meinem Vater 1000euro schenke muss ich das nicht versteuern.

Steuern müsste dein Vater, der Beschenkte, zahlen.
Es gibt bei Schenkungen einen Freibetrag, so das bei 1.000€ keine Steuer fällig wird.

Und im anderen Fall könntest du im Bereich des Gestaltungsmissbrauchs sein.

Glaubst du eigentlich, das Finanzamt ist blöd? Und warum glaubst du, dass alle anderen Steuern zahlen sollen, nur du nicht?

buzip 16.01.2017, 12:29

Weil ich der Boss bin.

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aribaole 16.01.2017, 13:38

Ja nee, iss klar! 😂😂😂😂

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auf den trick sind schon tausende reingefallen . ehrlich währt am längsten .;-)

Das Geld zählt nur als Geschenk, wenn du nicht dafür machst aber du gibst ihnen ja arbeit zurück also ist und bleibt es Schwarzarbeit.

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