Schwanger 17, keine Ausbildung. Was nun?

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7 Antworten

Dafür sind die Eltern (beide Seiten) da um sie finanziell zu unterstützen. Außerdem kann Deine besagte Freundin eine Ausbildung machen, sie ist nicht krank nur schwanger. Ausbildung kann man zwischendurch unterbrechen und dann nach der Entbindung wieder weiter machen. Sie hat doch Eltern, die können doch auf die Enkelin oder Enkel aufpassen und sie kann dann arbeiten gehen. Man kann alles schaffen, nur man muss es wollen. Bewerbungen schreiben und dann klappt das schon. Wenn man Kinder in die Welt setzt sollte man sich nicht immer auf den Staat verlassen, sondern Eigeninitiative ergreifen. Auch kann der Freund am Wochenende arbeiten und dann kann man sich evtl. eine kleine Wohnung erlauben. 

Sie bekommt erst von der Krankenkasse Geld 6 Wochen vor bis 8 Wochen nach der Geburt, dann kann sie 12 Monate lang 300€ Elterngeld und 190 € Kindergeld bekommen. Sobald das Kind 1 Jahr alt ist kann man beim Jugendamt einen Kitagutschein bekommen und dann die Ausbildung machen.
Ausziehen würde ich erst mit 18 (macht einiges einfacher, wegen der Geschäftsfähigkeit). Wenn das Geld nicht reicht kann zusätzlich Hartz4 beantragt werden.
Ansonsten steht Ihr auch mit Beginn der Schwangerschaft eine Hebamme zu, die die Krankenkasse bezahlt und sie in der Schwangerschaft betreut und berät. Auch was Gelder und rechtliche Sachen angeht.

Und die Eltern sind finanziell ganz aus dem Schneider?

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@Everklever

Was zusätzlich die Eltern bezahlen müssen weiß ich nicht, aber Elterngeld und Kindergeld hat sie sicher. Und den Rest der Fragen würde ich im Jugendamt, bei einer Familienberatungsstelle wie Profamilia oder eben der Hebamme stellen. Die wissen das sicher genauer und können auch Rückfragen stellen. Es wird hier ja nicht angegeben ob die Eltern vermögend sind oder nicht.

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@eyekona

Die Eltern des Freundes sind beide arbeiten. Die Mutter der Freundin bekommt Arbeitslosengeld 2 und der Vater auf Grund der Gesundheit arbeitsunfähig.

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@MeinHallo

Der beste Tipp, den man euch geben kann ist wirklich: Geht zu einer Beratungsstelle vor Ort, wie eben Profamilia. Es ist kostenlos, die Leute haben mehr Ahnung als das halbe Internet zusammen und sie werden euch weden Vorwürfe machen, noch es jemandem verraten. Und sie können alle Möglichkeiten von Abtreibung und Adoption bis Behalten, Ausbildung und Zusammenziehen mit deiner Freundin und dem Kindesvater besprechen. Schnapp sie dir und schlepp die beiden da hin.

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erst von der Krankenkasse Geld 6 Wochen vor bis 8 Wochen nach der Geburt, dann kann sie 12 Monate lang 300€ Elterngeld .....

Vom Kindergeld mal abgesehen: Das alles bekommt sie tatsächlich, ohne vorher je berufstätig gewesen zu sein?

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@Everklever

300€ Elterngeld ist das Minimum, das bekommt jeder. Wer vorher gearbeitet hat bekommt mehr.
Kindergeld bekommt auch jeder der Kinder hat. (190€)
Den Kitagutschein bekommt sie wenn das Kind 1 Jahr alt ist und sie einen Ausbildungs oder Arbeitsvertrag hat. (Der ab da gilt)
Und das Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse ist auch der Mindestsatz den jeder bekommt. Auch hier gilt, wer vorher gearbeitet hat bekommt mehr, aber den Mindestsatz bekommt jeder.

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Sie bekommt erst von der Krankenkasse Geld 6 Wochen vor bis 8 Wochen nach der Geburt

Nein, Anspruch auf Mutterschaftsgeld hat sich nicht, sie arbeitet doch gar nicht.

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Da so gefragt wird:

"Sollen sie sich eine Wohnung suchen oder doch Abtreiben?"

Sie soll nicht abtreiben, da das ungeborene ein Recht auf Leben hat.

Hinsichtlich Geld, die Eltern von beiden sind jeweils bis das jeweilige Kind 25 ist (also noch ca. 8 Jahre) bzw. bis zum ersten berufsbefähigendem Ausbildungsabschluss Unterhaltspflichtig für das jeweilige Kind und das Enkelkind. Wenn die also willig sind zu zahlen und zahlen können, sollte das finanziell möglich sein.

Als Beratungsstelle würde ich caritas vorschlagen:

https://www.caritas.de/hilfeundberatung/

https://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/schwangerschaftsberatung/schwangerschaft-onlineberatung

Vorteil ist, die kennen sich auch mit allen Hilfen aus, aber sie stellen keine Beratungsscheine für die Abtreibung aus, so dass man da gar nicht in Versuchung kommt. Denn leider kommt es in dem Alter häufig vor, dass da auch die dann bald Großeltern Druck hin zur Abtreibung ausüben und dem hält sie besser stand, wenn sie den Schein nicht hat.

Es gibt keine 25-Jahre-Grenze im Unterhaltsrecht.

Und du meinst nicht, dass man, wenn man dem Druck schon nicht standhält, sich nicht auch den Schein besorgt? Mal abgesehen davon, das die Caritas eben nicht neutral berät, sondern mit dem Ziel das Kind zu behalten.

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@AalFred2

Stimmt, die 25 waren irgendwie fehlerhaft in meinem Kopf drin; Ende der Ausbildung/Studium ist entscheidend, wobei nicht zu sehr gebummelt werden darf; somit wird es rein praktisch schwierig länger als bis 23-26 Unterhaltsanspruch zu haben, denn nur wenige Ausbildungen lassen sich ohne Bummeln so lange betreiben.

"Und du meinst nicht, dass man, wenn man dem Druck schon nicht standhält, sich nicht auch den Schein besorgt?"

Es ist eine zusätzlich Hürde und eine zusätzliche Zeitspanne. Bei manchen Konstellationen kann es einen Unterschied machen.

"Mal abgesehen davon, das die Caritas eben nicht neutral berät, sondern mit dem Ziel das Kind zu behalten."

Weshalb sie sich mehr Mühe geben, zu helfen. Bei ProFamilia soll es gelegentlich vorkommen, dass die Beraterin quasi der Ansicht ist, dass es für die Minderjährige sowieso das beste sei abzutreiben, und entsprechend hin zur Abtreibung berät.

Insbesondere wenn Eltern mit einer Minderjährigen zu ProFamilia gehen, kann das Gespräch eine psychologische Zermürbung der Schwangeren enden, wann sie denn endlich zu der aus Sicht der "Erwachsenen" richtigen Sichtweise gelangt, dass es doch vernünftig ist, ihr ungeborenes Kind töten zu lassen, und sie doch kein so Drama daraus machen soll.

Ja, ich weiß, das werde ich nicht belegen können, denn der Inhalt der Beratungsgespräche ist anonym und offiziell ist alles neutral, weshalb meine Quellen nur Erfahrungsberichte von Frauen sind, die das Vergnügen einer entsprechenden "Beratung" hatten.

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@carn112004

Es soll da eben Leute geben, die eine neutrale Beratung für sinnvoller halten als das von vornherein gesetzte Ziel, dass das Kind ausgetragen werden soll. Dass du das anderes siehst, weiss ich.

Ansonsten wüsste ich schon gerne, woher du eine relevante Anzahl von Berichten minderjähriger Abtreibender nimmst, so dass du in der Lage bist, solche schon fast ehrabschneidenden Behauptungen aufzustellen.

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@AalFred2

"eine neutrale Beratung"

Was immer eine neutrale Beratung genau sein mag, ich vermute, dass beginnend mit Alter 18 der Schwangeren abwärts, eine neutrale Beratung mehr und mehr schlicht unmöglich ist, da jede noch so wohlmeinende Beraterin (und zwar von jedweder Beratungsorganisation) stärker und stärker mit niedrigerem Alter im Hinterkopf hat, dass die Schwangere doch ein Kind sei, das gar nicht richtig selbst entscheiden kann.

Ein Indiz für meine Vermutung hier:

http://www.todayonline.com/world/americas/chiles-president-praises-pregnant-11-year-old-showing-maturity?singlepage=true

Eine 11-jährige will ein Vergewaltigungskind austragen und die ProChoice-Seite plädiert trotzdem für eine Abtreibung (dann wohl zwingend gegen den Willen der 11-jährigen). Diese 11-jährige hätte nirgendwo eine Chance auf eine neutrale Beratung. Und diese Bevormundung dürfte bei niedrigem Alter bewusst oder unbewusst öfters vorkommen, wie gesagt, von JEDER Seite.

", so dass du in der Lage bist, solche schon fast ehrabschneidenden Behauptungen aufzustellen."

Da ich von "kann" spreche, langen mir eine paar, um diese Behauptung aufzustellen.

Ferner ergibt es sich aus den von ProFamilia selbst dargelegten Grundsätzen, nach denen ungeborene ein unbedeutendes Nichts sind und nach denen im Interesse der Schwangeren zu beraten ist, dass die Beraterinnen bei geringem Alter der Schwangeren mit Präferenz für Abtreibung beraten müssen. Denn wenn ungeborene ein Nichts sind, dann ist wenigstens für alle unter 16-jährigen eine Abtreibung OBJEKTIV die bessere Wahl. Und das sage ich als quasi PLler, habe von genug PClern gelesen, die das genauso sehen.

Aber wie gesagt, belegbar ist das nicht, es ist nur meine Vermutung.

Und bezüglich Organisationen, die lebenden Exemplaren der Spezies Mensch mit Menschenwürde und dem Recht auf Leben genau dieses Recht auf Leben absprechen, sehe ich überhaupt keinen Grund mir Mühe zu geben, ehrabschneidende Behauptungen zu vermeiden, denn wo keine Ehre, da gibt's auch keine ehrabschneidenden Behauptungen, womit folglich Mühe zu deren Vermeidung überflüssig ist.

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@carn112004

Was immer eine neutrale Beratung genau sein mag,

Ein ohne vorgegebenes Ziel.

ich vermute,

Wie du sagst ein Vermutung.

Eine 11-jährige will ein Vergewaltigungskind austragen und die ProChoice-Seite plädiert trotzdem für eine Abtreibung (dann wohl zwingend gegen den Willen der 11-jährigen).

Ja, ein Kind, welches ein Kind austragen will, mit der lustigen Vorstellung, dass es ein wird wie eine Puppe auf dem Arm zu halten, und dass sich bei der Geburt in massive Lebensgefahr begibt. Das klingt nach einer überlegten, verantwortungsvollen Entscheidung. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass wir den ein oder anderen Grund haben, Kinder nicht jede Entscheidung einfach nach ihrem Gusto treffen zu lassen.

Da ich von "kann" spreche, langen mir eine paar, um diese Behauptung aufzustellen.

Wie viel konkret sind den so ein paar? Und warum haben die das mit dir besprochen?

Ferner ergibt es sich aus den von ProFamilia selbst dargelegten Grundsätzen, nach denen ungeborene ein unbedeutendes Nichts sind und nach denen im Interesse der Schwangeren zu beraten ist,

Wo finde ich die?

Und bezüglich Organisationen, die lebenden Exemplaren der Spezies Mensch mit Menschenwürde und dem Recht auf Leben genau dieses Recht auf Leben absprechen, sehe ich überhaupt keinen Grund mir Mühe zu geben, ehrabschneidende Behauptungen zu vermeiden, denn wo keine Ehre, da gibt's auch keine ehrabschneidenden Behauptungen, womit folglich Mühe zu deren Vermeidung überflüssig ist.

Uihh, welch religiöser Eifer.

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Fragt eure Eltern, wenn ihr zusammen wohnen wollt, die dürfen das dann bezahlen.

Welche Rechte haben sie?

Weiter bei ihren Eltern zu wohnen

Welche Gelder stehen ihnen zu?

Unterhalt durch die Eltern und Kindergeld.

Sollen sie sich eine Wohnung suchen

Wenn die Eltern das bezahlen: Nur zu!

Naja ob sie das Kind behalten will oder nicht, das kann hier niemand beantworten, dass muss sie schon selbst wissen.

Aber auch Teeniemütter müssen in Deutschland nicht verhungern, also sie werden schon durchgebracht, ist eben kein Luxusleben.

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