Schutzhundausbildung kosten?

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2 Antworten

http://www.dogforum.de/schutzhund-ausbildung-t45032.html

Also eine Schutzhundausbildung, wo der Hund lernt Menschen zu beissen und dich auf Kommando zu schützen, ist in Deutschland verboten. Daher gehe ich davon aus, du meinst die Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde, die man früher Schutzhundeprüfung genannt hat

  1. Der Hund wird dort von dir ausgebildet, dein Ausbildungswart und dein Schutzdiensthelfer unterstützen dich dabei. Die Menschen sollten viel Erfahrung haben und anerkannte Übungsleiter/Helfer sein. Mit der Polizei hat das ganze nix zu tun.

  2. Wenn der Hund entsprechend aufgebaut und ausgebildet wurde, wird der Helfer ihn langsam mit einem sog. Softstock belasten. Der dabei ausgeführte Schlag ist nicht sonderlich hart, für den Hund liegt die Belastung weniger im Geschlagenwerden, sondern darin, dass der Helfer sich gegen ihn wehrt, sich groß macht und ihn angeht. Es ist also eher eine psychische Belastung für den Hund, auf die er schrittweise über lange Zeit vorbereitet wird.

  3. Die "Ausbildung" beginnt idealerweise schon beim Züchter, der den Welpen Lappen zum Zerren anbietet und kann direkt weitergeführt werden. Die ersten Ansätze zum Fährten kann man auch schon mit dem ganz jungen Hund machen. Dieser Sport besteht aus 3 Disziplinen, der Fährte, der Unterordnung und dem Schutzdienst. Viele Dinge kann man schon beim Junghund aufbauen, allerdings bietet es sich an andere Dinge hintenanzustellen, bis der Hund körperlich und seelisch ausgereift ist. Es eine Ausbildung, die sich über Jahre hinzieht.

  4. Schäferhunde und andere Gebraushundrassen bringen oft die erforderlichen Dinge mit, weil sie eben danach selektiert werden. Ob ein Hund allerdings seine Menschen und deren Hab und Gut schützt, liegt an seiner Veranlagung. Die hat ein Hund, oder er hat sie nicht. Vielseitigkeitssport kann man oft mit diesen Hunden betreiben, aber nicht jeder Hund solcher Rassen bringt die gewünschten Anlagen mit. Wenig Beutetrieb und schwache Nerven sind keine Voraussetzung dafür.

  5. Eine solche Ausbildung würde ich nur auf einem sehr guten Hundeplatz machen. Ich habe Glück, ich fahre "nur" 30km weit (dabei komme ich an knapp 20 Plätzen vorbei, die mir nicht gefallen), andere nehmen 100km auf sich...

  6. Jahre bei regelmäßiger Arbeit 2-3 mal pro Woche.

  7. Geprüft werdet ihr als Team.

  8. Eine Wahrscheinlichkeit kann man da nicht angeben. Ein geeigneter Hund mit einem für diesen Sport geeigneten Menschen wird bei guter und überlegter Ausbildung nicht aggressiv. Wichtig ist neben guten Ausbildern die vernünftige Einschätzung des eignen Hundes, wenn er nicht geeignet ist, sollte man es lassen. Genauso muss der Mensch bereit sein, viel zu lernen und hart an sich zu arbeiten. Es macht viel Spass, erfordert aber viel Eigeninitiative Durchhaltevermögen.

So, ich hoffe, jetzt weißt du ein wenig mehr. Wenn man damit wirklich anfangen möchte, sollte man sich erstmal viele Plätze und Prüfungen ansehen, sich über den Zeitaufwand klar werden und dann entscheiden, ob das ganze wirklich gefallen könnte.

Der Antwort von Klaus ist nichts mehr hinzuzufügen.

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