Schnaps brennen vorlauf?

4 Antworten

Das wichtigste ist die Maische, ist die sauber und mit möglichst wenig Gerbstoffen (Apfel als Beispiel, nicht faulig, keine Schale, keine Stile, keine Kerne) dann hast du auch relativ wenig Vorlauf. Den Vorlauf erkennst du daran, wenn du beim Destillieren einen Temperatursprung hast. Der Vorlauf selber riecht Klebstoffähnlich und ist alles andere als gesund. Dann kommt dein eigentlicher Brand, dann gibt es wieder einen Temperatursprung und du bist beim Nachlauf. Der ist nicht schädlich, aber schmeckt nicht mehr, da ihm das Aroma fehlt, aber gut zum Pinselwaschen oder reinigen.

Könnte man den vorlauf trinken

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@Lars0000269

Natürlich könnte man das, wie jede Flüssigkeit, ab einer gewissen Menge wäre das aber tödlich oder würde Nervenschäden nach sich ziehen und diese Menge ist sehr gering. Ich würds lassen.

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Ein erfahrener Destillateur wird das vermutlich per Verkostung des Destillats entscheiden können. Um zuviel Methanol in der Hauptfraktion zu vermeiden, kann man die Borax-Methode verwenden.

https://www.youtube.com/watch?v=8drqVto4VNU

Aber das ist nur eine sehr grobe Methode. Für ordentliches Arbeiten benötigt man einen Gaschromatographen, in dem die Komponenten des Destillats zuverlässig analysiert werden. Für die Küchenchemie ist das Brennen von daher eher nicht zu empfehlen.

Beliebte Frage/Aufgabe in Klausuren ;)

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@Picus48

In der Organischen Chemie ;) Wie können sie "Methanol" von "Ethanol" unterscheiden, nennen sie zwei Wege und geben die Reaktionsgleichung an :)

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@MeisterRuelps

Alles klar. Wenn unverdünnt, würde ich einfach mal schnüffeln. Mein Doktorvater hätte noch eine allgemeine Geschmacksprobe bei der Analyse vorgeschlagen. Die alten Profs waren noch etwas robuster unterwegs.

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@Picus48

Heut zu Tage wird auch in der Schule nicht mal mehr die Boraxprobe gemacht, da Borverbindungen als krebserzeugend gelten. Wir hatten damals noch die Boraxperle, versuche mit Dichromat usw.

Aber gültige und legitime Antworten waren zum Beispiel auch: Oxidieren zur Säure - und dann Fehling Probe (Ameisensäure wirkt reduzierend) oder Verestern und am Geruch unterscheiden. - sehr kreative Antworten :)

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@MeisterRuelps

Wieder was gelernt: Ameisensäure ist Fehling-positiv. Vielleicht habe ich es auch mal gelernt und wieder vergessen. Ich hoffe, es ist kein Indiz für Demenz!

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@Picus48

Ich musste mich auch erstmal dran erinnern, aber es ist ja auch in gewisserweise ein Aldehyd

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Am besten an der Siedetemperatur und am Geschmack und Geruch.

Da gehst du am Besten zu einem Schnapsbrenner. Es hat alles mit der Stärke des erhaltenen Alkohols zu tun.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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