Schmerz und Trauer, wann hört es auf mich zu zerreißen?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Soulby,

es tut gerade entsetzlich weh.

Neue Wunden sind entstanden und sie haben alte Wunden wieder aufgerissen. Das tut weh!

Und Du reagierst genau so, wie Menschen in einer solchen Situation reagieren. Du spürst den Schmerz und leidest an dem Schmerz.

Schau mal bitte, ob Dir einer der folgenden Links weiter helfen kann:

http://www.traudichtrauern.de/
Ein Angebot für trauernde Kinder und Jugendliche in Bonn und Umgebung im Zentrum für Palliativmedizin des Malteser Krankenhauses Bonn-Hardtberg

http://allesistanders.de/
Projekt der Hospizgruppe Freiburg e.V. für trauernde Kinder und Jugendliche

http://www.chatseelsorge.de/
Chatseelsorge der evangelischen Kirche

Nicht ganz so gut passen:

http://www.hilfe-fuer-kinder-krebskranker-eltern.de/ oder
http://www.kinder-krebskranker-eltern.de/

Aber vielleicht ist unter den Hilfen und Angeboten doch etwas dabei, was Dir gut tut.

Sprich auch bitte mit Deinem Hausarzt darüber. Vielleicht hat er Möglichkeiten über eine passende Kur oder über eine Psychotherapie: Du hast ja bereits so viel in Deinem Leben mitgemacht, dass Dir einige Wochen in einer geschützten Umgebung gut tun und Dich aufbauen können. Ich bin immer wieder im Gespräch mit Menschen, die gerade eine solche Therapie machen, und ich sehe, wie gut es ihnen tut. Der Anfang ist oft schwer - weil ihr Schicksal oft so schwer ist, dass es gar nicht anders geht. Und je länger sie an sich arbeiten und an sich arbeiten lassen, mit desto mehr Mut verlassen sie nach einigen Wochen wieder die Klinik und haben in dieser Zeit eine echte Perspektive für ihre nähere und weitere Zukunft erarbeitet. Privat und beruflich.

Hallo Soulby,

es tut mir sehr leid, dass Du schon in Deinem so jungen Leben so viel durchmachen musst! Da ist es sicher verständlich, wenn man den Mut verliert. Ich selbst habe vor wenigen Jahren meinen Vater, meine Mutter und eine meiner Schwestern relativ kurz hintereinander durch den Tod verloren. Ich weiß daher, dass der Schmerz nach dem Verlust eines geliebten Menschen sehr groß sein kann und man braucht unter Umständen sehr viel Zeit, um diesen Schmerz verarbeiten zu können. Mir hat jemand einmal erklärt, dass jeder auf eine andere Weise trauert und es auch kein Zeitmaß für die Trauer gibt. Das hat mir schon sehr geholfen. Ich finde es auch immer sehr hilfreich, wenn man mit jemandem über meine Gefühle sprechen kann, der vielleicht Ähnliches erlebt hat und sich am besten in meine Lage hineinversetzen kann. Für den Trauernden ist es nämlich schon eine große Erleichterung, jemanden zu haben, der verständnisvoll zuhört.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann ist, wie ich finde, zu weinen. Schon die Bibel sagt, dass es "eine Zeit zum Weinen" gibt (Prediger, Kapitel 3, Vers 1 u. 4). Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Hinterher fühlt man sich immer ein wenig erleichtert. Ich glaube, es ist gar nicht gut, wenn man irgendwie versucht, vor anderen seine Gefühle zu verbergen und stark sein zu wollen. Seinen Tränen freien Lauf zu lassen, hilft am besten bei der Trauer.

Am meisten aber hilft mir die Hoffnung, die die Bibel im Hinblick auf die Verstorbenen gibt. Da ich mich viel mit der Bibel beschäftige, hat es mich sehr getröstet, das zu lesen, was Jesus einmal über die Toten sagte: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören   und herauskommen werden... zu einer Auferstehung" (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a).

Diese Verheißung beschreibt, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig?

Die Bibel lässt auch erkennen, dass wir dann unter friedlichen, paradiesischen Verhältnissen leben werden. Dazu heißt es in Psalm, Kapitel 37, Vers 29: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen." Diese wundervollen Aussichten, die die Bibel gibt, hat schon Millionen Trauernden geholfen, besser über den Verlust eines lieben Menschen hinwegzukommen. Ja, die Hoffnung auf die Auferstehung kann den großen Schmerz, den ein Trauernder empfindet enorm lindern!

Ich kann von mir jedenfalls sagen, dass mir diese Hoffnung sehr hilft, besonders dann, wenn alles um mich herum grau und trüb aussieht. Ich danke Gott oft dafür, dass er uns diese schönen Verheißungen gegeben hat und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er sie auch erfüllen wird.

LG Philipp

Hallo,

Trauer ist bei Menschen verschieden. Du kannst mit einem Menschen
reden. Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge. Falls Du
noch zur Schule gehst: Gibt es an Eurer Schule vielleicht einen
Vertrauenslehrer? Dann kannst Du auch mit diesem reden.

Ich bin Christ. Der Glaube hilft vielen Menschen. Gott liebt Dich. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Alles Gute

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